„ENDSTATION SEHNSUCHT“

Das Schauspielensemble von Theater & Philharmonie Thüringen bringt Tennessee Williams‘ Drama „Endstation Sehnsucht“ auf die Bühne. Die Geraer Premiere ist am Freitag, den 19. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Haus.

Regie führt Akillas Karazissis. Der renommierte griechische Schauspieler und Regisseur inszenierte bereits Garcia Lorcas BLUTHOCHZEIT bei Theater & Philharmonie Thüringen. Bühne und Kostüme entwirft Kathrin Krumbein, die zuletzt u. a. am Staatstheater Main und für die Theater Luzern und Aachen arbeitete. In den Rollen: Katerina Papandreou (Stella Kowalski), Anne Diemer (Blanche du Bois), Manuel Struffolino (Stanley Kowalski), Thorsten Dara (Harold Mitchell), Öykü Oktay (Eunice Hubbel), Johannes Emmrich (Steve), Yasin Baig (Pablo), Manuel Kressin (Ein Arzt), Mandy Röhr (Eine Krankenschwester), Johannes Emmrich (Ein junger Kassierer), Öykü Oktay (Eine Mexikanerin).

Tennessee Williams’ (1911-1983) Drama wurde 1947 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und zählt zu den bekanntesten Werken des namhaften US-amerikanischen Autors. Die Verfilmung 1951 mit Marlon Brando als Stanley und Vivien Leigh als Blanche DuBois wurde mit dem Oscar prämiert.

Das Drama beschreibt die Flucht einer Verzweifelten in den Wahnsinn. Als soziale und psychologische Studie verfolgt es die Selbstzerstörung Blanches.

Blanche DuBois fährt zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans. Als sie ankommt, ist sie von den proletarischen Verhältnissen, in denen Stella lebt, schockiert. Auch Stellas Mann Stanley entspricht gar nicht Blanches Vorstellungen. Stanley ist eher grob geschnitzt. Er vergnügt sich mit seinen Kumpels bei Poker, Bowling und Alkohol. Blanches Allüren und ihr Stolz auf ihre Zugehörigkeit zu der mittellosen, aber altehrwürdigen Oberschicht der Südstaaten wiederum bringen Stanley in Rage. Entsprechend entwickeln sich Spannungen zwischen Stanley und Blanche. Und dann stellt sich heraus, dass Blanche die Reise zu ihrer Schwester nicht ohne Grund angetreten hat: Das Elternhaus der Schwestern, „Belle rêve“, ist verloren, als Lehrerin wurde sie entlassen und aus der Stadt gewiesen. Doch diese Wirklichkeit ist für Blanche unerträglich. Sie verfängt sich mehr und mehr in den Fäden, die sie zwischen Realität und Fantasie spannt. Als Stanley dann die Gründe für ihr Unglück erfährt, hat er gegen Blanche ein entscheidendes Druckmittel. Vom Trauma ihrer Vergangenheit eingeholt und nach dem erfolglosen Versuch mit Harold Mitchell neu anzufangen, flüchtet Blanche sich zunehmend in den Wahnsinn.

Zur Matinee am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr im Chorsaal (Eingang Großes Haus) können Interessierte vorab mehr zur Inszenierung erfahren. Dramaturgin Svea Haugwitz stellt im Gespräch die Konzeption zum Stück vor. Zudem werden einige Szenen gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Eintrittskarten für die Premiere und die beiden folgenden Vorstellungen am 20. und 26. Januar, jeweils 19.30 Uhr, sind an der Theaterkasse erhältlich und können unter der Rufnummer 0365 8279105 sowie unter www.tpthueringen.de reserviert werden. Weitere Vorstellungen sind nicht geplant!

BILD UND TEXT: THEATER UND PHILHARMONIE THÜRINGEN

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