WELCHEN ANTEIL HAT DER MENSCH AM KLIMAWANDEL?

Die Geschwindigkeit des Klimawandels wird laut Forschern der nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA unterschätzt. Sie weisen darauf hin, dass Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre im Mai 2019 einen neuen Rekord erreicht hat. Gemessen werde an der Mess-Station auf dem Vulkan Mauna Loa auf Hawaii in der Einheit „Teile pro Million“. Den Angaben zufolge wurden im Mai 2019 fast 415 gemessen, und damit 3,5 mehr als im Mai 2018. Normalerweise steige die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre gegenwärtig jährlich durchschnittlich um 2,2 Teile pro Million. In den 1970er Jahren hatte es jährlich nur einen Anstieg um 0,7 Teile pro Million gegeben. Zudem weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass es sich nicht um Modellrechnungen handele, sondern um Messungen in der realen Atmosphäre. In Kombination mit den Werten anderer Mess-Stellen würden die Werte relativ zuverlässig den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in der Atmosphäre dokumentieren.

Der Kohlenstoffdioxid-Anteil in der Atmosphäre liegt bei 0,04 %. Die meisten Kohlenstoffdioxid-Quellen sind natürlicher Art. Die Konzentration in der Atmosphäre unterlag im Laufe der Erdgeschichte mehrmals starken Schwankungen. Betrachtet man den gesamten Zeitraum, ist sie jedoch stark zurückgegangen.

Unterdessen werden weitere Möglichkeiten der Bepreisung des Kohlenstoffdioxid-Ausstosses gesucht. Doch in einem Fachgespräch des Umweltausschusses des Bundestages, welches am 3. April 2019 geführt wurde, sprach Sebastian Lüning, Geologe und Gutachter des Weltklimarates IPCC, von Unsicherheiten und offenen Fragen. So gebe es unterschiedliche Ergebnisse zum menschlichen Anteil an der Erderwärmung. In einem IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel wird davon ausgegangen, dass die Erderwärmung vollständig anthropogenen Ursprungs sei. Im Gegensatz hierzu messe ein nahezu zeitgleich veröffentlichter Klimabericht der Schweiz den natürlichen Klimafaktoren eine wesentlich größere Bedeutung bei. Sie hätten an der Erwärmung einen halben Anteil. Große Unsicherheiten gebe es auch, was das Erwärmungspotenzial des Kohlenstoffdioxides angeht. Der genaue Erwärmungsbetrag sei noch immer nicht bekannt und werde vom IPCC seit seinem ersten Klimabericht von 1990 im Bereich von 1,5 °C bis 4,5 °C Erwärmung pro Kohlenstoffdioxid-Ausstossverdoppelung vermutet. Dieser große Unsicherheitsbereich habe sich bis heute trotz größter Anstrengungen bis heute nicht verringert. Vieles deute mittlerweile auf eine Wert der Kohlenstoffdioxid-Klimasensitivität auf einen Wert in der unteren Hälfte des Spektrums hin. Der Klimaforscher vom Max-Planck-Institut für Meteorologie habe neulich in einer Publikation davor gewarnt, dass selbst schmerzhafte Anstrengungen zur Reduktion in den kommenden zwei Jahrzehnten möglicherweise kaum Einfluss auf das Klima haben könnten. In diesem Zeitmaßstab spiele nämlich die natürliche Klimavariabilität eine große Rolle. Zudem seien die Klimamodelle nicht ausgereift. Beispielsweise könnten mit diesen die vorindustriellen Wärmephasen nicht erklärt werden.

Im sogenannten Römer-Optimum trugen die Alpen deutlich weniger Eis und waren passierbar. Im Mittelalter-Optimum siedelten Wikinger auf Grönland und betrieben dort bis 200 Kilometer ins Landesinnere Ackerbau und Viehzucht.

Demzufolge geht es nicht um die Frage ob, sondern wie sehr Kohlenstoffdioxid das Klima beeinflusst. Kritiker hinterfragen schon seit geraumer Zeit, warum der Blick vornehmlich auf die Emission gelenkt wird, während andere umweltschädliche Gebaren kaum thematisiert werden. Sie unterstellen, es werde mit Hilfe einer Prophetin eine Art Ersatzreligion geschaffen und das Prinzip der Schuld angewandt, um Steuern einzufordern, welche die Allgemeinheit in ihrem Glauben bereitwillig zahle. Einige erinnern auch an das Ozonloch, welches in den 1990er Jahren für Angst gesorgt habe. Entgegen damaliger Verlautbarungen sei es aber wieder kleiner geworden. Man habe vor FCKW gewarnt und den Menschen den Kauf neuer Kühlschränke empfohlen. Heute gehe es u. a. auch darum, neue Automobile abzusetzen und zunächst den Bedarf zu schaffen.

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