BETRUGSVERSUCHE AM TELEFON MIT LÜGENGESCHICHTEN

Am 23. Februar kontaktierten Betrüger telefonisch mit verschiedensten Lügengeschichten insgesamt neun Bürgerinnen und Bürger aus Gera. Hierbei gaben sich die Betrüger bei sieben Personen als angebliche Polizisten aus. Die Kriminellen versuchten, bei den Anrufern auf unterschiedlichste kreative Arten, an Daten und Geld zu gelangen.

Unter anderem wurde gegenüber dem Angerufenen suggeriert, dass in der Nachbarschaft ein Einbruch stattgefunden habe und dabei ein Zettel mit den Daten des Anrufers aufgefunden wurde. Ein weiteres Mal verkündete ein selbsternannter Polizist am Telefon einen Haftbefehl. Aber auch der Versuch sich als Polizist auszugeben und Angaben bei den vermeintlichen Opfern, aufgrund unerlaubter Kontobewegungen zu erlangen, scheiterte glücklicherweise. Erfreulicherweise missglückte auch die Betrugstaktik mit falschen Gewinnversprechen gegenüber eines 65-jährigen Mannes. Dieser sollte Payback-Karten kaufen, um seinen Gewinn ausgezahlt zu bekommen. Eine weitere Rentnerin, 73 Jahre alt, wurde telefonisch kontaktiert, und der Betrüger gab sich als Rechtsanwalt aus und forderte 7000 Euro ein.

Alle Angerufenen verhielten sich richtig! Sie gingen weder auf die Geldforderungen der Anrufer ein, noch übermittelten diese persönliche Daten. Folglich entstand auch kein Vermögensschaden. Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Ob die Betrugsversuche im Zusammenhang stehen, muss noch geklärt werden. Aufgrund der aktuellen Vorfälle weist die Geraer Polizei nochmals daraufhin: Es handelt sich in allen Fällen um polizeibekannte Betrugsmaschen. Die Betrüger versuchen bei ihren Opfern Verunsicherung oder sogar Angst auszulösen, um diese zu manipulieren. Das in Aussicht stellen von fiktiven Einbrechern, hilfsbereiten Polizeibeamten, welche Geld und Wertsachen in Sicherheit bringen wollen oder auch die erfunden Notlagen von Verwandten, sind gängige Methoden der Betrüger. Die derzeit agierende Betrügerbande versucht durch diesen Gesprächseingang an die Onlinebankdaten ihrer Opfer zu gelangen. Daher geben Sie keine persönlichen Daten an unbekannte Personen heraus, gehen Sie auf keine Geldforderungen ein und installieren Sie aufgrund eines vermeintlichen Telefonhinweises von einer Ihnen unbekannten Person niemals eine Software auf ihrem Computer oder Mobilgerät. Die Kriminellen erhalten so einen unbefugten Zugriff auf ihre Daten. Echte Polizeibeamte erfragen am Telefon nie persönliche Daten wie beispielsweise Kontobewegungen oder Besitzgegenstände. Seien Sie bei solchen Anrufen stets misstrauisch. Sollten Sie betroffen sein, informieren Sie ihre Polizei!

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