{"id":10397,"date":"2020-02-13T13:13:16","date_gmt":"2020-02-13T12:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=10397"},"modified":"2020-02-13T13:13:36","modified_gmt":"2020-02-13T12:13:36","slug":"die-folgen-einer-cannabis-legalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/02\/13\/die-folgen-einer-cannabis-legalisierung\/","title":{"rendered":"DIE FOLGEN EINER CANNABIS-LEGALISIERUNG"},"content":{"rendered":"\n<p>Die SPD-Bundestagsfraktion ver\u00f6ffentlichte am 11. Februar 2020 ein Positionspapier zum Thema Cannabis. Diesem zufolge soll der Besitz kleiner Mengen Cannabis zum Eigengebrauch nicht mehr strafrechtlich verfolgt, sondern nur noch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit solle die Kriminalisierung der Konsumenten beendet werden. Gegenw\u00e4rtig w\u00fcrde die Strafverfolgung viel Geld und Personal binden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erlaubt werden soll nach dem Willen der SPD-Fraktion zwecks Erprobung auch die regulierte Abgabe an Erwachsene im Rahmen von Modellprojekten der L\u00e4nder und Kommunen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beauftragte des Bundes f\u00fcr Drogenfragen, Daniela Ludwig, CSU, kritisierte das Ansinnen der SPD-Fraktion. Deren Positionspapier biete keinerlei L\u00f6sungen, damit weniger Menschen kifften, sagte die CSU-Politikerin in Berlin. Doch dies m\u00fcsse das Ziel sein. Die Behauptung der SPD, nur eine Entkriminalisierung f\u00fchre zu weniger Konsum, entbehre jeder Grundlage, erg\u00e4nzte Ludwig.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Kritiker sehen die m\u00f6glichen Einnahmen als Hauptgrund f\u00fcr den j\u00fcngsten Vorsto\u00df. Als legales Produkt k\u00f6nne Cannabis besteuert werden, was wiederum die Wirtschaft anrege und mehr Geld in die Staatskasse flie\u00dfen lasse. Durch die Freigabe w\u00fcrde sich den Cannabis-Produzenten ein h\u00f6chst lukrativer Markt er\u00f6ffnen. In Kanada sei nach der  Legalisierung innerhalb k\u00fcrzester Zeit eine riesige Cannabis-Branche entstanden. Dort habe sich der Verbrauch wenige Monate nach der Freigabe verdoppelt. In Deutschland w\u00fcrden sch\u00e4tzungsweise bis zu 400 Tonnen j\u00e4hrlich illegal vermarktet und geraucht. Die Konzerne malten sich eine deutliche Absatzsteigerung f\u00fcr diesen Markt aus, wenn auch hierzulande Gesetze gelockert w\u00fcrden. Man riskiere die Gesundheit der Menschen in mehrfacher Weise zugunsten des Profits, und das inmitten eines gesellschaftlichen Umbruchs.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sich Cannabis langfristig auf K\u00f6rper und Psyche auswirkt, ist derzeit noch nicht hinreichend bekannt. Das Risiko einer Abh\u00e4ngigkeit ist sehr hoch, ebenso das eines gesundheitlichen Schadens. Bei einer Legalisierung werden voraussichtlich mehr Menschen die Droge konsumieren, insbesondere Angeh\u00f6rige der stetig wachsenden unteren sozialen Schichten. In der Folge k\u00f6nnten Psychosen h\u00e4ufiger auftreten. Halluzinationen, Wahnvorstellungen, schwerwiegende Denkst\u00f6rungen und Antriebsminderungen sind typisch f\u00fcr eine Cannabis-Psychose. Die Wahrscheinlichkeit erh\u00f6ht sich, je niedriger das Alter beim Erstkonsum war.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Freizeitkonsumenten gehen Kritiker davon aus, dass sie kurzfristige Wirkungen h\u00f6her bewerten als langfristige, gesundheitliche Aspekte au\u00dfen vor lassen und diese allenfalls in Betracht ziehen, wenn sich unbequeme Nebenwirkungen einstellen, dann aber die Gemeinschaft in Verantwortung nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die SPD-Bundestagsfraktion ver\u00f6ffentlichte am 11. Februar 2020 ein Positionspapier zum Thema Cannabis. 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