{"id":11041,"date":"2020-04-10T23:16:17","date_gmt":"2020-04-10T21:16:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=11041"},"modified":"2020-04-10T23:16:19","modified_gmt":"2020-04-10T21:16:19","slug":"die-wirtschaft-in-den-kommenden-monaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/04\/10\/die-wirtschaft-in-den-kommenden-monaten\/","title":{"rendered":"DIE WIRTSCHAFT IN DEN KOMMENDEN MONATEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Viele kleine und mittlere Unternehmen bangen derzeit um ihre Existenz und hoffen darauf, dass die derzeitige Krise bald ein Ende findet. Doch wann wird das sein und womit ist in den kommenden und Monaten noch zu rechnen? Die Einsch\u00e4tzungen hierzu \u00e4ndern sich derzeit in kurzen Abst\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bundeswirtschaftsminister Altmaier sprach am 2. April 2020 von drei schweren Monaten, die uns bevorst\u00fcnden. Beobachter rechnen mit einer Insolvenz-Welle ab Juni 2020. Dann d\u00fcrften auch die Indizes an den Wertpapierhandelspl\u00e4tzen nocheinmal deutlich abfallen. Ein wichtiger Aspekt ist, dass nur solche Unternehmen ein Darlehen im Rahmen des Kreditprogrammes der staatlichen F\u00f6rderbank KFW erhalten, die die Summe gem\u00e4\u00df Einsch\u00e4tzung innerhalb von f\u00fcnf Jahren wieder zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnen. Viele von der Krise betroffenen Firmen erf\u00fcllen diese Voraussetzung nicht, schreibt zum Beispiel die Zeitung \u201eHandelsblatt\u201d. Nun sollen die Kriterien ver\u00e4ndert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind weitere Faktoren. 470&#8217;000 Unternehmen hatten in den beiden Wochen bis zum 31. M\u00e4rz Kurzarbeit beantragt.1,4 Millionen Menschen waren es in der Zeit der Finanzmarktkrise 2008\/2009 betroffen; f\u00fcr dieses Jahr werden 2,4 Millionen Kurzarbeiter prognostiziert. Von rund 18 Millionen wertsch\u00f6pfenden Leistungstr\u00e4gern in Deutschland wird derzeit ausgegangen. Die f\u00fchrenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten einen R\u00fcckgang des BIP um 4,2 % im Jahre 2020. Eine zweite Virus-Welle ab dem Winter ist hier nicht einkalkuliert. Sollte dieses Szenario eintreffen, fiele die Rezession deutlich st\u00e4rker aus, sch\u00e4tzen einige Beobachter.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Einkommensverluste wird in den kommenden Monaten die Nachfrage voraussichtlich sinken, ebenso die Menge der produzierten G\u00fcter. Etliche Unternehmen werden ihre bestehenden Kredite nicht mehr bedienen k\u00f6nnen. Der Geldstrom wird auch an weiteren Stellen abrei\u00dfen, wenn zum Beispiel Mietzahlungen f\u00fcr Verkaufsfl\u00e4chen eingestellt werden. Kommt es zu einer Verl\u00e4ngerung der Ma\u00dfnahmen oder zu einer zweiten Virus-Welle ab dem Winter 2020, wird die Krise auch den Immobilienmarkt erfassen und nicht zuletzt vielen gro\u00dfen Einkaufsh\u00e4usern ein Ende bereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgendes Szenario w\u00e4re denkbar:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Insolvenz-Welle, beginnend im Juni 2020<\/li><li>zunehmende Arbeitslosigkeit<\/li><li>zweite Virus-Welle ab Dezember 2020<\/li><li>Ausverkauf des Mittelstandes<\/li><li>Finanzkrise ab Dezember 2020<\/li><li>zahlungsunf\u00e4hige Banken<\/li><li>Einschr\u00e4nkung der Grundrechte und zunehmende \u00dcberwachung, z. B. mit Virus-Begr\u00fcndung<\/li><li>Beschlagnahmungen, Verstaatlichungen<\/li><li>Staatskrise<\/li><li>globaler Aktionsplan<\/li><li>W\u00e4hrungsreform<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Weil der Geldfluss vom wertsch\u00f6pfenden Gewerbe zum Dienstleistungssektor langsam abebbt, werden dem System gr\u00f6\u00dfere Geldmengen zugef\u00fchrt. Doch wenn die Geldmenge steigt, erh\u00f6ht sich das Risiko einer galoppierenden Inflation. Europa und dessen Wirtschaft werden momentan einzig durch die immer extremer werdende Geldpolitik der EZB vor dem Kollaps bewahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland steht nach einer kurzen Erholung, die den Anschein gibt, die Krise w\u00e4re \u00fcberstanden, eine lange anhaltende Rezession bevor, und eine \u00dcbernahmewelle. Mittlere Unternehmen werden preisg\u00fcnstig aufgekauft, sofern sie f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt der wirtschaftlichen Transformation von Bedeutung sind. Die Krise wird wahrscheinlich gegen Ende des Jahres 2020 den Finanzsektor erreichen und sp\u00e4ter in eine W\u00e4hrungsreform m\u00fcnden. Dadurch werden, vereinfacht formuliert, Guthaben und Schulden gleicherma\u00dfen zur\u00fcckgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr die Wirtschaft leidet, desto schwieriger wird auch die R\u00fcckkehr der Grundrechte. Unter dem Deckmantel der Gesundheitsvorsorge werde ein \u00dcberwachungsstaat geschaffen, sagen Kritiker schon heute. Einige von ihnen halten die derzeitigen Ma\u00dfnahmen gar f\u00fcr verfassungswidrig und glauben nicht an einen Zufall.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn gewisserma\u00dfen stieg der sprichw\u00f6rtliche schwarze Schwan, wie man ihn an den M\u00e4rkten nennt, exakt zum Ende des derzeitigen Wirtschaftszyklus empor, der zugleich das Ende der gegenw\u00e4rtigen Wachstumsperiode bildet. Ein \u201eh\u00f6her, schneller, weiter\u201d w\u00e4re in einem gesunden Rahmen nicht mehr m\u00f6glich gewesen. Nun fliegt dieser schwarze Schwan einmal um die Welt, dezimiert kleine Unternehmen und den Mittelstand, sodass Markt-R\u00e4ume freiwerden, die gro\u00dfe Konzerne sp\u00e4ter einnehmen k\u00f6nnen. Zu erwarten ist in jedem Falle eine nachhaltige Ver\u00e4nderung der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur mit sehr viel kleineren Freir\u00e4umen. Angek\u00fcndigt wurde sie bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos, und die entscheidenden Weichen in diese Richtung sind l\u00e4ngst gestellt. Da eine Minderung des Lebensstandards nicht auf Freiwilligkeit beruhen kann, wenn man doch vorher zahlreiche Annehmlichkeiten gewohnt war, ist ein mit \u00c4ngsten arbeitendes, totalit\u00e4res System die logische Konsequenz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Viele kleine und mittlere Unternehmen bangen derzeit um ihre Existenz und hoffen darauf, dass die derzeitige Krise bald ein Ende findet. 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