{"id":1137,"date":"2017-06-22T10:53:02","date_gmt":"2017-06-22T08:53:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=1137"},"modified":"2017-06-23T22:23:02","modified_gmt":"2017-06-23T20:23:02","slug":"gera-und-die-gleichstromtrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/06\/22\/gera-und-die-gleichstromtrasse\/","title":{"rendered":"GERA UND DIE GLEICHSTROMTRASSE"},"content":{"rendered":"<p>Wenn sp\u00e4testens im Jahre 2022 alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet sind, k\u00f6nnen die s\u00fcdlichen L\u00e4nder ihren Energiebedarf auch bei weiterem regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien nicht mehr decken. Die Folge ist, dass gr\u00f6\u00dfere Energiemengen importiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Um die im Norden durch Windkraft erzeugte Elektrizit\u00e4t geb\u00fcndelt und effizient \u00fcber weite Strecken in Gebiete mit hohem Verbrauch leiten zu k\u00f6nnen, soll ein neues \u00dcbertragungsverfahren angewandt werden. Anstelle des bislang \u00fcblichen Dreiphasenwechselstromes (Drehstrom-Hochspannungs-\u00dcbertragung) kommt dabei Gleichstrom (Hochspannungs-Gleichstrom-\u00dcbertragung) zur Anwendung. Hierf\u00fcr sind neue Stromtrassen geplant.<\/p>\n<p>Eine dieser Trassen f\u00fcr Gleichstrom ist der sogenannte S\u00fcdostlink. Er soll von Wolmirstedt, Landkreis B\u00f6rde, nach Bayern f\u00fchren und dort im Umspannwerk Isar enden. Bevorzugt wird das Erdkabel. Die Inbetriebnahme ist voraussichtlich im Jahre 2025. Der Weg der 580 Kilometer langen Leitung ist allerdings noch nicht konkret festgelegt. Bislang wurden lediglich Fl\u00e4chen benannt, sogenannte Korridore, die f\u00fcr eine Verlegung des Erdkabels in Betracht kommen. Ein solcher Korridor f\u00fchrt durch das westliche Stadtgebiet von Gera und schlie\u00dft auch Waldfl\u00e4chen ein. Zuvor, als noch Freilleitungen f\u00fcr den Gleichstrom favorisiert worden waren, verlief der Korridor entlang der Autobahn 9. Wegen der sp\u00e4teren Bevorzugung des Erdkabels musste der Verlauf ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Obgleich viele Menschen die Nutzung der Windkraft bef\u00fcrworten, gibt es bei der baulichen Umsetzung Widerstand. Vor der Antragskonferenz der Bundesnetzagentur zur Gleichstromleitung S\u00fcd-Ost, die am 13. Juni 2017 im Geraer Kultur- und Kongresszentrum stattfand, bekundete auch Oberb\u00fcrgermeister Frau Dr. Hahn nochmals ihre Ablehnung zum geplanten Verlauf durch das westliche Stadtgebiet. Bereits im M\u00e4rz hatte die Oberb\u00fcrgermeisterin unmissverst\u00e4ndlich die Trassenpl\u00e4ne abgelehnt und dabei auch auf einen entsprechenden Stadtratsbeschluss verwiesen. In einer Pressemitteilung hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p>Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Stromtrasse unmittelbar durch die gr\u00f6\u00dfte und am dichtesten besiedelte Stadt f\u00fchren soll. In vielen Bereichen w\u00fcrde sich das Erdkabel zu nah an der Wohnbebauung befinden. Betroffen w\u00e4re auch das Waldklinikum. Einige Siedlungsbereiche, so z.B. Gorlitzsch, Schafpreskeln, Ernsee, Scheubengrobsdorf, D\u00fcrrenebersdorf und Wei\u00dfig, w\u00fcrden vollst\u00e4ndig oder zu einem gro\u00dfen Teil innerhalb des Trassenkorridorsegmentes liegen. \u201eDiese Belastung f\u00fcr die B\u00fcrger ist nicht akzeptierbar\u201c, sorgt sich Oberb\u00fcrgermeisterin Dr. Hahn um das Wohl der Einwohner.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Aspekte, auf die die Stadtverwaltung aufmerksam macht: Den Stadtwald, das wichtigste Naherholungsgebiet der Stadt, w\u00fcrde von einer mehr oder minder sichtbaren 20 bis 30 Meter breiten Schneise durchschnitten werden. Da nur in wenigen Teilabschnitten vorhandene Trassen genutzt werden k\u00f6nnen, w\u00e4re neuer Holzeinschlag erforderlich. Steilh\u00e4nge, geologische Risiken, die in senkungsgef\u00e4hrdeten Gebieten bestehen, die bergbauliche Situation, der Schutzzweck f\u00fcr das Landschaftsschutzgebiet Stadtwald sowie arch\u00e4ologische Belange u.a. im Bereich von Schloss Osterstein sprechen ebenfalls gegen die vorgesehene Trasse. <\/p><\/blockquote>\n<p><strong>WEITERLEITUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Die Planung, Realisierung und sp\u00e4ter der Betrieb der Gleichstromleitung S\u00fcdostlink obligt im n\u00f6rdlichen Teil dem Unternehmen <a href=\"http:\/\/www.50hertz.com\/de\/Netzausbau\/Leitungen-an-Land\/SuedOstLink\">50 Hertz Transmission GmbH<\/a> und ab der bayerischen Grenze dem Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.tennet.eu\/de\/unser-netz\/onshore-projekte-deutschland\/suedostlink\/\">Tennet TSO GmbH<\/a>.<\/p>\n<p>Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten dieser Unternehmen.<\/p>\n<p>https:\/\/www.tennet.eu\/de\/unser-netz\/onshore-projekte-deutschland\/suedostlink\/<\/p>\n<p>http:\/\/www.50hertz.com\/de\/Netzausbau\/Leitungen-an-Land\/SuedOstLink<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.buerger-gegen-strommonstertrasse.de\/haeufigste-fragen.html\">Argumente der Gegner<\/a> lesen Sie u. a. auf der Seite der Initiative &#8222;B\u00fcrger gegen  Strommonstertrasse&#8220;.<\/p>\n<p>http:\/\/www.buerger-gegen-strommonstertrasse.de\/haeufigste-fragen.html\t <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wenn sp\u00e4testens im Jahre 2022 alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet sind, k\u00f6nnen die s\u00fcdlichen L\u00e4nder ihren Energiebedarf auch bei weiterem regionalen Ausbau der erneuerbaren Energien nicht mehr decken. 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