{"id":11487,"date":"2020-06-14T03:29:29","date_gmt":"2020-06-14T01:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=11487"},"modified":"2020-06-14T03:29:30","modified_gmt":"2020-06-14T01:29:30","slug":"geliebt-gehasst-geduldet-groschenhefte-in-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/06\/14\/geliebt-gehasst-geduldet-groschenhefte-in-der-ddr\/","title":{"rendered":"\u201eGELIEBT, GEHASST, GEDULDET \u2014 GROSCHENHEFTE IN DER DDR\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Ausstellung mit rund 300 Objekten stellt die in der DDR erschienenen Reihen wie Blaulicht, Das neue Abenteuer, Erz\u00e4hlerreihe, Tatsachen oder Meridian sowie ihre inhaltliche Ausrichtung vor. Die Geschichte der Groschenhefte in der DDR erz\u00e4hlt zugleich ein spannendes deutsch-deutsches Kapitel aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Stadtmuseum ist die Sonderausstellung seit dem 10. Juni 2020 zusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErschreckend h\u00e4ufen sich jetzt die von Jugendlichen begangenen Verbrechen. Ihre Anleitung erhalten sie durch die Schundromane, die von Westberlin in die DDR eingeschleust werden.\u201c Solche und \u00e4hnliche Meldungen finden sich h\u00e4ufig in den ostdeutschen Zeitungen der 1950er Jahre. Die Kritik zielte vor allem auf die sogenannten Groschenromane, billig produzierte und rei\u00dferisch aufgemachte Hefte, die mit zahllosen Western, Kriminal- und Abenteuergeschichten den westdeutschen Markt \u00fcberschwemmten. Beg\u00fcnstigt durch die offene Grenze zwischen den beiden deutschen L\u00e4ndern, wurden die Hefte auch im Osten Deutschlands gern gelesen. Die Bedeutung, die diesem Massenmedium damals beigemessen wurde, ist heute, in den Zeiten von grenzenlosem Internet und digitalem Fernsehen, kaum mehr vorstellbar. Die DDR hatte der Flut dieser Hefte zun\u00e4chst nichts Vergleichbares entgegenzusetzen. In vielf\u00e4ltiger Form wurde davor gewarnt, da angeblich \u201eunter dem Einfluss solcher Schm\u00f6ker junge Menschen zu Dieben, Einbrechern, ja sogar zu M\u00f6rdern werden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Mitte der 1950er Jahre begannen ostdeutsche Verlage, vermehrt eigene Heftreihen zu ver\u00f6ffentlichen \u2013 die nat\u00fcrlich anders und besser sein sollten als die westdeutschen \u201eSchm\u00f6ker\u201c. In den ersten Jahren unterschieden sich die ostdeutschen Reihen in ihrem \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild jedoch kaum vom kapitalistischen Gegenst\u00fcck. Titel und grafische Gestaltung waren \u00e4hnlich aufreizend und verlockend. Worin lag also der Unterschied?<\/p>\n\n\n\n<p>Das Stadtmuseum hat mittwochs bis sonntags und an den Feiertagen von 12 Uhr bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet. Die Eintrittskarte f\u00fcr Erwachsene kostet 5 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 3 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Ausstellung mit rund 300 Objekten stellt die in der DDR erschienenen Reihen wie Blaulicht, Das neue Abenteuer, Erz\u00e4hlerreihe, Tatsachen oder Meridian sowie ihre inhaltliche Ausrichtung vor. 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