{"id":11490,"date":"2020-06-14T03:49:55","date_gmt":"2020-06-14T01:49:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=11490"},"modified":"2020-06-14T03:49:56","modified_gmt":"2020-06-14T01:49:56","slug":"sibylle-frauen-und-mode-in-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/06\/14\/sibylle-frauen-und-mode-in-der-ddr\/","title":{"rendered":"\u201eSIBYLLE \u2014 FRAUEN UND MODE IN DER DDR\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>In Kooperation mit der Kunsthalle Rostock zeigt das Museum f\u00fcr Angewandte Kunst vom 17. Juni bis 4. Oktober 2020 die Sonderausstellung \u201eSibylle \u2014 Frauen und Mode in der DDR\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Sibylle war nicht nur eine der begehrtesten Frauenzeitschriften, sondern wird auch als \u201eVogue des Ostens\u201c bezeichnet. Aufgrund ihrer hervorragenden Fotografien wirkte sie stilbildend f\u00fcr eine ganze Generation. Bis heute nimmt sie unter den Illustrierten einen besonderen Stellenwert ein und besitzt Kultstatus. Neben ihren Beitr\u00e4gen zu Kunst, Kultur und Reisen, setzten vor aallem die Modefotografien neue Ma\u00dfst\u00e4be. F\u00fcr Sibylle arbeiteten namhafte Fotografen wie Ute und Werner Mahler, Sibylle Bergemann, Ulrich W\u00fcst oder Sven Marquardt. Sie pr\u00e4gten mit ihren Aufnahmen das Erscheinungsbild der Sibylle; sie inszenierten die Frauen in Kleidern aus Modebetrieben aus der DDR inmitten sozialistischer Architektur oder vor urbanen Landschaften. 40 Seiten Mode, 40 Seiten Kultur: Von 1956 bis 1995 erschien die Zeitschrift Sibylle alle zwei Monate im Verlag f\u00fcr die Frau in Leipzig. Mit einer Auflage von 200&#8217;000 Exemplaren trug sie ma\u00dfgeblich zum damaligen Bild der emanzipierten Frau und zur Reflexion der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse bei. <\/p>\n\n\n\n<p>Die von der Kunsthalle Rostock konzipierte Ausstellung legt ihren Schwerpunkt auf die Fotografie. Zahlreiche Originalaufnahmen der Sibylle-Fotografen zeigen wie kosmopolitisch und \u00e4sthetisch einzigartig die Zeitschrift war. Die Fotografien schreiben nicht nur ein St\u00fcck Fotogeschichte, sondern dokumentierten bzw. interpretierten das Leben in der DDR. Sibylle ist ein Spiegelbild hoher Anspr\u00fcche an \u00c4sthetik, Kultur, Mode und der gesellschaftlichen Entwicklungen in Ostdeutschland. Die meist vom Modeinstitut der DDR entworfene Bekleidung wurde thematisch k\u00fcnstlerisch von den Fotografen in Szene gesetzt. Den unbewegten Posen der Models in den 1950er Jahren folgten dynamische Darstellungen, die eine andere \u00e4sthetische Auffassung vermittelten. Vorreiter war hier auch der Fotograf Arno Fischer, der als Lehrer an der Kunsthochschule in Berlin Wei\u00dfensee t\u00e4tig war. Dorothea Bertram als junge Modegestalterin begann ab den 1960er Jahren die Zeitschrift auf ein hohes k\u00fcnstlerisches Niveau zu heben. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Bekleidung, die in Sibylle pr\u00e4sentiert wurde, weckte Sehns\u00fcchte und stand oft im Widerspruch zu den Angeboten in den Gesch\u00e4ften und Kaufh\u00e4usern. Oftmals blieb die einzige Chance das \u201eSelbern\u00e4hen\u201c, was von einer Vielzahl modebewusster Frauen mit viel Kreativit\u00e4t gemacht wurde. Originale Zeitschriften und Schnittmusterb\u00f6gen aus den Sammlungen des Museums f\u00fcr Angewandte Kunst Gera und Kleider jener Zeit runden das Bild der Ausstellung ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die gegenw\u00e4rtig geltenden Hygienevorschriften wurde auch in diesem Haus f\u00fcr einen sorglosen Besuch eine Reihe von Schutzma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt: Einlassregelung durch Personal und Bodenmarkierungen, das Tragen einer Mund-Nasn-Bedeckung, Desinfektionsspender im Eingangsbereich sowie Begrenzung der Personenanzahl. Bei hoher Besucherfrequenz kann es Wartezeiten kommen. In diesem Fall bitten die Museumsangestellten um Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Unterst\u00fctzung dankt das Museum dem Freistaat Th\u00fcringen, dem Geraer Stadtmuseum, der Friends Werbeagentur Gera, Welz-Digitaldruck, Gera-Arcaden sowie About Gera.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Museum f\u00fcr Angewandte Kunst hat mittwochs bis sonntags sowie feiertags von 12 Uhr bis 17 Uhr ge\u00f6ffnet. F\u00fcr die Eintrittskarte zahlen Erwachsene f\u00fcnf Euro, erm\u00e4\u00dfigt drei Euro. Das Museum ist erreichbar unter der Rufnummer 0365 8381430, fernschriftlich unter 0365 8381432 sowie \u00fcber &#8222;musak@gera.de&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Kooperation mit der Kunsthalle Rostock zeigt das Museum f\u00fcr Angewandte Kunst vom 17. Juni bis 4. Oktober 2020 die Sonderausstellung \u201eSibylle \u2014 Frauen und Mode in der DDR\u201c. 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