{"id":12412,"date":"2020-09-02T14:23:37","date_gmt":"2020-09-02T12:23:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=12412"},"modified":"2020-09-02T14:23:40","modified_gmt":"2020-09-02T12:23:40","slug":"ergebnisse-des-projektes-cokap-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/09\/02\/ergebnisse-des-projektes-cokap-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"ERGEBNISSE DES PROJEKTES COKAP VER\u00d6FFENTLICHT"},"content":{"rendered":"\n<p>Was k\u00f6nnen die Kommunen tun, um sich an die ver\u00e4nderten Klimabedingungen anzupassen? Das ist eine zentrale Frage, die am 2. September 2020 unter dem Gesichtspunkt der St\u00e4dte- und Raumplanung im Geraer Rathaus mit Vertretern aus Forschung und Politik vor Fachpublikum intensiv er\u00f6rtert und diskutiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Anlass dieser von der Th\u00fcringer Klimaagentur organisierten Veranstaltung war die Bekanntmachung der Ergebnisse aus dem Vorhaben \u201eCOKAP \u2013 Verwendung von Copernicus- und Satellitendaten f\u00fcr Klimabewertungen in Regional- und Stadtplanungen Th\u00fcringens\u201c. An dem von dem Th\u00fcringer Landesamt f\u00fcr Umwelt, Bergbau und Naturschutz (ehemals TLUG), dem Lehrstuhl f\u00fcr Fernerkundung der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena und dem Institut f\u00fcr Klima- und Energiekonzepte (INKEK) initiierten Forschungsprojekt hat auch die Stadt Gera ma\u00dfgeblich mitgewirkt. \u201eNeben tiefgreifenden Anstrengungen zum Klimaschutz sind zielgerichtete und nachhaltige Anpassungsma\u00dfnahmen wichtig. Den unbeherrschbaren Folgen eines Klimawandels f\u00fcr Natur und Gesellschaft muss entgegengewirkt werden\u201c, betonte Oberb\u00fcrgermeister Julian Vonarb, und erg\u00e4nzte: \u201eDie Kommunen nehmen eine besondere Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsma\u00dfnahmen ein. Das zeigen erfolgreiche Kooperationsprojekte wie COKAP.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen dieses vom Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) gef\u00f6rderten Vorhabens wurden von der Th\u00fcringer Klimaagentur erstmalig Copernicus- und weitere Satellitendaten f\u00fcr Klimabewertungen genutzt und f\u00fcr die Regional- und Stadtplanungen des Freistaates anwendbar gemacht. Dabei kam der Stadt Gera als Beispielregion eine besondere Rolle zu. \u201eWir freuen uns, dass wir die Th\u00fcringer Klimaagentur bei der Produktentwicklung effektiv unterst\u00fctzen konnten\u201c, erkl\u00e4rte Konrad Nickschick, Leiter des Umweltamtes Gera. Demnach b\u00f6ten die in enger Zusammenarbeit und auf Grundlage von regelm\u00e4\u00dfigem Austausch entstandenen Produkte, so etwa eine Hitzebetroffenheitskarte, nicht nur Gera, sondern auch anderen Kommunen in Zukunft neue M\u00f6glichkeiten der klimaangepassten Stadt- und Raumplanung. Zentrale Ergebnisse des Forschungsvorhabens f\u00fcr Gera seien bereits in verschiedene Planungen eingeflossen, etwa dem st\u00e4dtischen Landschaftsplan und dem Fl\u00e4chennutzungsplan. \u201eMein besonderer Dank gilt der Th\u00fcringer Klimaagentur und allen weiteren Partnern f\u00fcr die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit\u201c, so Oberb\u00fcrgermeister Vonarb in diesem Zusammenhang. \u201eDem gemeinschaftlichen Engagement ist es zu verdanken, dass der Themenbereich Klima in der Stadtplanung Geras schon jetzt ber\u00fccksichtigt wird und die Wichtigkeit klimatischer Anpassungen erkannt wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Frank Reinhardt von der Th\u00fcringer Klimaagentur verspricht sich von der Veranstaltung heute, dass auch andere Kommunen nachziehen und sich die Nutzung von Fernerkundungsdaten zur Unterst\u00fctzung der Stadtplanung im Bereich Hitzeanpassung nachhaltig etablieren wird. Die aus COKAP entstandenen Produkte erm\u00f6glichen es Stadtverwaltungen und Landes\u00e4mtern in Zukunft unter anderem, Hitzeschwerpunkte zu identifizieren und durch eine klimaangepasste Stadtentwicklung entgegenzuwirken. Auch sollen dadurch die Intensit\u00e4t von Hitzeinseln reduziert werden. Die Ergebnisse der Messungen f\u00fcr Gera sind im Geo-Portal der Stadt unter <a href=\"https:\/\/geoportal.gera.de\/portalserver\/#\/portal\/gera\">https:\/\/geoportal.gera.de\/portalserver\/#\/portal\/gera<\/a> einsehbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><br>Das Forschungsvorhaben \u201eCOKAP \u2013 Verwendung von Copernicus- und Satellitendaten f\u00fcr Klimabewertungen in Regional- und Stadtplanungen Th\u00fcringens\u201c begann im M\u00e4rz 2018. Beteiligt waren der Lehrstuhl f\u00fcr Fernerkundung der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena, das Institut f\u00fcr Klima- und Energiekonzepte (INKEK) und die Stadt Gera, insbesondere das st\u00e4dtische Umweltamt unter der Leitung von Konrad Nickschick und die Bereiche Stadtentwicklung, Klimaschutz sowie Geoinformationsdienste. Im Ergebnis dieser Forschungsarbeit wurde die Produktpalette der Th\u00fcringer Klimaagentur, dem Fachreferat des Th\u00fcringer Landesamtes f\u00fcr Umwelt, Bergbau und Naturschutz, um Fernerkundungsdaten und auswertungen erweitert, die unter anderem f\u00fcr Landschafts- und Fl\u00e4chennutzungspl\u00e4ne sowie Klimakonzepte wie in Gera nutzbar gemacht werden k\u00f6nnen. Weitere Anwendungsm\u00f6glichkeiten der Ergebnisse aus COKAP sieht die Th\u00fcringer Klimaagentur unter anderem im Bereich von Hitzeaktionspl\u00e4nen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Was k\u00f6nnen die Kommunen tun, um sich an die ver\u00e4nderten Klimabedingungen anzupassen? Das ist eine zentrale Frage, die am 2. 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