{"id":12491,"date":"2020-09-10T11:23:18","date_gmt":"2020-09-10T09:23:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=12491"},"modified":"2020-09-10T11:23:20","modified_gmt":"2020-09-10T09:23:20","slug":"west-nil-virus-in-gera-nachgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/09\/10\/west-nil-virus-in-gera-nachgewiesen\/","title":{"rendered":"WEST-NIL-VIRUS IN GERA NACHGEWIESEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Anfang September 2020 stellte das Friedrich-Loeffler-Institut bei einer Blaumeise eine Infektion mit dem West-Nil-Virus fest. Diese Blaumeise war zuvor im Geraer Stadtgebiet tot aufgefunden worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem West-Nil-Virus handelt es sich um einen Erreger, der durch blutsaugende Stechm\u00fccken \u00fcbertragen wird. Das eigentliche Virusreservoir stellen hierbei V\u00f6gel dar, wobei die Infektion h\u00e4ufig symptomlos verl\u00e4uft. Insbesondere bei Tieren, die zu den Gattungen der Sperlings-, Raben- und Greifv\u00f6gel geh\u00f6ren, treten jedoch auch schwere Erkrankungsverl\u00e4ufe auf. Dar\u00fcber hinaus ist auch eine Erkrankung des Hausgefl\u00fcgels m\u00f6glich. In Th\u00fcringen wurde das West-Nil-Virus im Juli und August 2020 in Erfurt bei Eulen sowie Anfang Oktober 2019 erstmals auch bei einem Pferd im Unstrut-Hainich-Kreis nachgewiesen. Derzeit treten weitere F\u00e4lle ebenfalls in Sachsen, Berlin sowie Brandenburg auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00dcbertragung auf Pferde oder den Menschen ist eher selten. Zudem handelt es sich bei Pferden als auch Menschen um sogenannte \u201eFehlwirte\u201c, in deren Organismus sich das Virus nicht so stark vermehrt, dass sich Stechm\u00fccken beim Blutsaugen von Pferd oder Mensch erneut infizieren k\u00f6nnten. Daher geht lediglich von infizierten Stechm\u00fccken eine Ansteckungsgefahr aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mehrzahl der infizierten Pferde zeigen, \u00e4hnlich dem Gro\u00dfteil infizierter Menschen, keine klinische Symptomatik. In einigen F\u00e4llen kann es aber bei den Tieren zu deutlichen zentralnerv\u00f6sen St\u00f6rungen (z. B. Stolpern, Nachhandl\u00e4hmungen, Bewegungsst\u00f6rungen, allgemeine Schw\u00e4che, Muskelzittern, L\u00e4hmungen, bis hin zum Festliegen) aufgrund von Hirn- und Hirnhautentz\u00fcndungen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb sollten Pferdehalter \u00fcber eine prophylaktische Impfung ihrer Pferde nachdenken, sowie, wenn n\u00f6tig, eine Insektenschutz-Behandlung der Pferde, die n\u00e4chtliche Unterbringung in St\u00e4llen sowie eine Beseitigung von M\u00fcckenbrutst\u00e4tten (Wasserstellen) in Betracht ziehen.&nbsp;Die Halter&nbsp;werden gebeten, bez\u00fcglich einer Impfung&nbsp;ihren betreuenden Tierarzt zu kontaktieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Infektion des Menschen k\u00f6nnen grippe\u00e4hnliche Symptome auftreten. Deshalb sollte bei l\u00e4ngerem Aufenthalt im Freien ebenfalls ein M\u00fcckenschutz aufgetragen werden.<br>&nbsp;<br>Es wird derzeit darum gebeten, das Auffinden von totenWildv\u00f6geln zu den \u00fcblichen Gesch\u00e4ftszeiten im Veterin\u00e4ramt anzuzeigen (0365 8383571). Bitte ber\u00fchren sie die Tiere, wenn n\u00f6tig, nur mit Einmalhandschuhen und verwahren die V\u00f6gel, wenn m\u00f6glich, in einer Kunststofft\u00fcte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) zum Vorkommen von WNV bei Tieren unter&nbsp;www.fli.de\/de\/aktuelles\/tierseuchengeschehen\/west-nil-virus&nbsp;sowie des Robert-Koch-Institutes (RKI) unter&nbsp;www.rki.de\/westnilfieber&nbsp;\u00fcber die Infektion beim Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Anfang September 2020 stellte das Friedrich-Loeffler-Institut bei einer Blaumeise eine Infektion mit dem West-Nil-Virus fest. Diese Blaumeise war zuvor im Geraer Stadtgebiet tot aufgefunden worden. 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