{"id":12832,"date":"2020-10-07T21:41:09","date_gmt":"2020-10-07T19:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=12832"},"modified":"2020-10-07T21:41:12","modified_gmt":"2020-10-07T19:41:12","slug":"frauen-zwischen-politik-bildung-und-arbeitskampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2020\/10\/07\/frauen-zwischen-politik-bildung-und-arbeitskampf\/","title":{"rendered":"\u201eFRAUEN ZWISCHEN POLITIK, BILDUNG UND ARBEITSKAMPF\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>In der 42. Kalenderwoche l\u00e4dt der Verein Arbeit und Leben Th\u00fcringen e. V. in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gera, Dr. Lilia Uslowa, zu drei Veranstaltungen zum Thema \u201eFrauen zwischen Politik, Bildung und Arbeitskampf\u201c ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eParlamentarierinnen in Gera und Gotha 1918 bis 1933\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vortrag und Ausstellungser\u00f6ffnung: 13. Oktober 2020, 15.30 Uhr im Rathaussaal<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>\u201eErster Kongress der Textilarbeiterinnen 11. bis 12. Oktober 1926 in Gera\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vortrag: 13. Oktober 2020, 17 Uhr im Stadtmuseum<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDie Suffragetten\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Vortrag mit Filmauff\u00fchrung: 14. Oktober 2020, 16 Uhr im Frauenbund, Heinrichstra\u00dfe 38, 07545 Gera<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Entwicklung der Frauenbewegung und die Biografien der Stadtr\u00e4tinnen in Gera 1918 bis 1933. Frauen durften ab November 1918 w\u00e4hlen und gew\u00e4hlt werden. Gera weist mit 17 weiblichen Parlamentarierinnen in der Zeit der sogenannten Weimarer Republik einen in dieser Zeit vergleichsweise hohen Anteil von Frauen in der Th\u00fcringer Politik auf. Margarete Kirchner, USPD, war dabei wahrscheinlich die erste Frau in Th\u00fcringen, die in einen Stadtvorstand gew\u00e4hlt wurde. Marie Stephanus (DDP) war lange Zeit zweite Schriftf\u00fchrerin der Stadt. Die Frauen wirkten vielf\u00e4ltig und waren \u201eNetzwerkerinnen\u201c. Dabei blieb es eine Herausforderung, sich gegen die m\u00e4nnlichen Abgeordneten durchzusetzen. In der NS-Zeit fand die parlamentarische Beteiligung von Frauen ein Ende, d. h. in den Parlamenten der Nationalsozialisten hatte keine einzige Frau ein Mandat inne.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Folge der rasanten Entwicklung der Textilindustrie in Gera in den 20er Jahren war der erste deutsche Textilarbeiterinnen-Kongress in Gera, der der Gr\u00fcndung der deutschen Arbeitervereine vorausging. Dieser fand vom 11. bis 12. Oktober 1926 im Etablissement Wintergarten statt. Er und das Engagement der Stadtr\u00e4tinnen sind die Schwerpunkte des Vortrages im Stadtmuseum. Den (Informations-)Rahmen der Ausstellung bilden klassische Texttafeln. So k\u00f6nnen die Besucher nicht nur vieles zu dem wichtigen Engagement der Stadtr\u00e4tinnen und Textilarbeiterinnen erfahren, sondern auch der Atmosph\u00e4re des Zeitgeschehens nachsp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Gef\u00f6rdert werden die Ausstellung sowie die Vortr\u00e4ge vom Th\u00fcringer Ministerium f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport im Landesprogramm \u201eDenk Bunt\u201c. Die Organisatoren danken dem Stadtarchiv Gera, allen Mitwirkenden und Archiven sowie den F\u00f6rdermittelgebern und der Referentin Judy Slivi f\u00fcr die Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><br>Vor dem Hintergrund der stark entwickelten Industrie in Gera wurde die ostth\u00fcringische Metropole in hohem Ma\u00dfe geschichtlicher Boden f\u00fcr die gesamte deutsche Arbeiterbewegung. Im Herbst 1867 fand in Gera der Verbandstag der deutschen Arbeitervereine statt. Die politischen K\u00e4mpfe vollzogen sich in Gera und Th\u00fcringen auf dem Gebiet der Gemeinde-, Landtags- und Reichstagswahlen. Die Erfolge der Arbeiterparteien bei allen Wahlen und im ganzen Land waren ausschlaggebend f\u00fcr die Kommunal- bzw. Gemeindepolitik. 1911 gewann die SPD zum ersten Mal die Mehrheit im Geraer Gemeinderat. Die sozialen und bildungspolitischen Ma\u00dfnahmen, die sich teilweise erst nach dem Krieg auswirken konnten, f\u00fchrten zur Weiterentwicklung der Stadt. So sind z. B. die Errichtung eines neuen Krankenhauses im Stadtwald, der Ankauf von 42,7 Hektar Land f\u00fcr den Wohnungsbau im Jahre 1925, die Errichtung \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude, die unter anderem f\u00fcr Sportzwecke geeignet waren, zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wurde neben den Volks- und Mittelschulen die Volkshochschule Tinz als Internat eingerichtet. Am 20. Oktober 1920 wurde die Freie \u00f6ffentliche Landesb\u00fccherei f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Stadt er\u00f6ffnet. Ihre Entstehung verdankt die B\u00fccherei der Initiative der Geraer Arbeiterschaft, die selbst ihre eigenen Bibliotheken abgegeben hatte. Vom Arbeiter- und Soldatenrat und der Landesregierung unterst\u00fctzt, wurde sie durch die Volkshochschule Reu\u00df am 20. Oktober 1920 der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben. Das Verm\u00f6gen der Stiftung \u201eVolkshochschule Reu\u00df\u201c und damit die B\u00fccherei ging an Ostern 1923 beim Zusammenschluss der th\u00fcringischen Staaten in den Besitz des Staates Th\u00fcringen \u00fcber, der sie als \u201eMuster- und Modellb\u00fccherei\u201c f\u00fcr ganz Th\u00fcringen anerkannte.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In der 42. Kalenderwoche l\u00e4dt der Verein Arbeit und Leben Th\u00fcringen e. 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