{"id":13959,"date":"2021-01-19T12:24:36","date_gmt":"2021-01-19T11:24:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=13959"},"modified":"2021-01-19T12:26:39","modified_gmt":"2021-01-19T11:26:39","slug":"mehrere-baumfaellungen-im-stadtgebiet-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/01\/19\/mehrere-baumfaellungen-im-stadtgebiet-geplant\/","title":{"rendered":"MEHRERE BAUMF\u00c4LLUNGEN IM STADTGEBIET GEPLANT"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Geraer Stadtgebiet sind in diesem Winter eine Reihe von Baumf\u00e4llungen notwendig, teilt die Stadtverwaltung mit. Wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr diese drastische Ma\u00dfnahme sind im Regelfall Krankheiten und der Befall durch Sch\u00e4dlinge, wie etwa Borkenk\u00e4fer, Schwammspinner oder auch Pilze. Schwer gesch\u00e4digte oder bereits abgestorbene B\u00e4ume stellen ein gro\u00dfes Sicherheitsrisiko dar und m\u00fcssen in jedem Falle beseitigt werden, in Ausnahmef\u00e4llen auch sofort.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie kranken B\u00e4ume k\u00f6nnen schon bei wenig Wind abbrechen, Fu\u00dfg\u00e4nger oder spielende Kinder schwer verletzen und&nbsp;an Autos&nbsp;gro\u00dfen Sachschaden anrichten. Deswegen pr\u00fcfen wir in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden den Zustand aller kommunalen B\u00e4ume in der Stadt.\u201c, erkl\u00e4rt Matthias Mittenzwey, Leiter des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn, und erg\u00e4nzt: \u201eWiederholt haben wir in der j\u00fcngsten Vergangenheit Anfragen von besorgten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern erhalten, die F\u00e4llungs- und Baumschnittarbeiten beobachtet haben, obwohl die betroffene Vegetation scheinbar unbeschadet ist. Doch h\u00e4ufig sind die Sch\u00e4den von au\u00dfen nicht oder kaum wahrnehmbar. Unsere Kontrolleure pr\u00fcfen durch Abklopfen, in vielen F\u00e4llen aber auch durch aufwendige Bohrwiderstandsmessungen, wie es um den Zustand des jeweiligen Baumes tats\u00e4chlich bestellt ist.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So mussten in der letzten Oktoberwoche im vergangenen Jahr \u00fcber einhundert Ahornb\u00e4ume&nbsp;in der Stra\u00dfe des Bergmanns gef\u00e4llt werden, die von einer Pilzerkrankung, der Ru\u00dfrindenkrankheit, betroffen waren. Die B\u00e4ume litten symptomatisch unter Welke, Blattverlust, einer schw\u00e4rzlich gef\u00e4rbten Rinde und zeigten verschiedene Absterbeerscheinungen. Weil diese Krankheit durch die Absonderung von Pilzsporen auch f\u00fcr den Menschen gef\u00e4hrlich werden kann, war eine sofortige F\u00e4llung unumg\u00e4nglich: \u201eBei Inhalation k\u00f6nnen die Pilzsporen Entz\u00fcndungen ausl\u00f6sen, die zu Reizhusten, Fieber, Sch\u00fcttelfrost oder gar Atemnot f\u00fchren. Nur mit besonderer Schutzkleidung konnten&nbsp;die&nbsp;Mitarbeiter&nbsp;einer Landschaftsbaufirma&nbsp;die B\u00e4ume f\u00e4llen. Auch die Entsorgung war in diesem Fall nur durch besondere Schutzvorkehrungen m\u00f6glich\u201c, erkl\u00e4rt Andreas Dunkel, Gruppenverantwortlicher Stadt\u00f6kologie und Baumkontrolle.<br>&nbsp;<br>Diese weiteren Baumf\u00e4llungen sind in n\u00e4chster Zeit nach Angaben der Stadtverwaltung notwendig:<\/p>\n\n\n\n<p>In Liebschwitz&nbsp;werden im Februar mindestens zw\u00f6lf&nbsp;Eschen gef\u00e4llt, die am Eschentriebsterben leiden. Bei dieser schweren Baumkrankheit welken zun\u00e4chst die Bl\u00e4tter. Von dort breitet sich der Erreger in die Triebe aus und f\u00fchrt&nbsp;zum Ausbrechen von \u00c4sten und Kronenteilen und schlie\u00dflich&nbsp;zu deren Absterben.&nbsp;&nbsp;<br>Ebenfalls im Februar werden im Gel\u00e4nde der Radrennbahn im Stadtteil Debschwitz 15 Buchen und vier Birken gef\u00e4llt, da alle aufgrund von Pilzbefall bereits abgestorben sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Naherholungsgebiet Br\u00fctetal in Lusan&nbsp;stehen auch F\u00e4llungen&nbsp;an, da&nbsp;der&nbsp;waldartige&nbsp;Baumbestand&nbsp;in&nbsp;Hanglage&nbsp;zum Teil&nbsp;abgestorben oder schr\u00e4g gewachsen ist&nbsp;und damit eine Gefahr f\u00fcr die Stra\u00dfenbahn und ihrer Oberleitung darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich schw\u00e4cht das trockene, hei\u00dfe Klima&nbsp;der letzten Jahre&nbsp;und die damit einhergehende Wasserknappheit die Vegetation und beg\u00fcnstigt Krankheiten und Infektionen der B\u00e4ume. Daher l\u00e4sst sich nicht ausschlie\u00dfen, dass im gesamten Stadtgebiet noch weitere einzelne B\u00e4ume an Stra\u00dfen, in Gr\u00fcnanlagen, auf Schulgel\u00e4nden, auf Sportpl\u00e4tzen und Friedh\u00f6fen gef\u00e4llt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch kann den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern der Stadt Gera in jedem Fall versichern, dass wir nat\u00fcrlich um den Erhalt&nbsp;eines&nbsp;jeden einzelnen Baumes k\u00e4mpfen und diesen nur&nbsp;als letztes m\u00f6gliches Mittel&nbsp;f\u00e4llen,\u201c beruhigt Herr Mittenzwey.<br>&nbsp;<br><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind Zeitr\u00e4ume und Bedingungen f\u00fcr Baumf\u00e4llungen im Bundesnaturschutzgesetz geregelt. Nach diesem d\u00fcrfen B\u00e4ume ausschlie\u00dflich zwischen 1.&nbsp;Oktober&nbsp;und 28. Februar gef\u00e4llt werden. In den \u00fcbrigen Monaten greift der Arten- und Naturschutz und beachtet zum Beispiel Nist- und Brutzeiten von V\u00f6geln.&nbsp;<br>Ausnahmeregelungen werden nur dann getroffen, wenn die Sicherheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Gefahr steht,&nbsp;beispielsweise aufgrund von m\u00f6glichen Entwurzelungen nach Sturmsch\u00e4den oder einem sehr fortgeschrittenen&nbsp;Pilzbefall eines Baumes. Die untere Naturschutzbeh\u00f6rde&nbsp; entscheidet mit Verweis auf die kommunale Baumschutzsatzung&nbsp;letztlich \u00fcber die entsprechenden Antr\u00e4ge zur Baumf\u00e4llung. Die Baumkontrolleure vom Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn begutachten im Zuge dessen den entsprechenden Baum, f\u00fchren&nbsp;Sichtkontrollen und&nbsp;Klopftests durch.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Im Geraer Stadtgebiet sind in diesem Winter eine Reihe von Baumf\u00e4llungen notwendig, teilt die Stadtverwaltung mit. 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