{"id":14002,"date":"2021-01-23T22:01:42","date_gmt":"2021-01-23T21:01:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=14002"},"modified":"2021-01-23T22:03:05","modified_gmt":"2021-01-23T21:03:05","slug":"dezernat-zieht-jahresbilanz-und-gibt-ausblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/01\/23\/dezernat-zieht-jahresbilanz-und-gibt-ausblick\/","title":{"rendered":"DEZERNAT ZIEHT JAHRESBILANZ UND GIBT AUSBLICK"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr Geras Baudezernat und seine sechs \u00c4mter stand das Jahr 2020 im Zeichen der Neuerung und Weichenstellung. Auf die Wahl von Michael Sonntag zum neuen Dezernatsleiter und Beigeordneten durch den Stadtrat im Sommer und seinen Amtsantritt Anfang Oktober folgten bedeutende strukturelle Ver\u00e4nderungen f\u00fcr das Dezernat, die zum Jahreswechsel in Kraft traten. Mit der Wiedergr\u00fcndung eines Stadtplanungsamtes, das im Wesentlichen die Themen Stadtplanung, Stadtgestaltung und Stadterneuerung in sich vereint und b\u00fcndelt, vergr\u00f6\u00dfert sich der Verantwortungsbereich f\u00fcr den neuen Dezernatsleiter und sein Team. Zudem wurden die \u00c4mter f\u00fcr Verkehr und Tiefbau zusammengelegt, wobei die Verkehrsplanung nunmehr in den Verantwortungsbereich des neuen Stadtplanungsamtes f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Michael Sonntag sch\u00e4tzt diese strukturellen Ma\u00dfnahmen als zukunftsweisend und wichtig f\u00fcr Gera ein: \u201eMein Dezernat erf\u00e4hrt eine Umstrukturierung, die es uns ab sofort noch st\u00e4rker erlaubt, st\u00e4dtebauliche Entwicklungen und strategische Planungen in den Mittelpunkt zu r\u00fccken. Das spiegelt sich nicht zuletzt in der neuen Dezernatsbezeichnung wider.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei kam es durch die Pandemie-Situation und entsprechende Verordnungen auch f\u00fcr Geras Baudezernat zu einer Reihe von empfindlichen Einschr\u00e4nkungen im letzten Jahr: Mitarbeiter einzelner \u00c4mter wurden in den Krisenstab abgezogen, Arbeitspl\u00e4tze mussten im Zuge der Hygieneauflagen in Heimarbeit ausgef\u00fchrt werden; der Tierpark wurde \u00fcber acht Wochen geschlossen \u2013 ein nie dagewesenes Ereignis in seiner Historie. Zudem wurden das Dahlien- und Tierparkfest, das zu den H\u00f6hepunkten des Sommer-Kultur-Programms in Gera geh\u00f6rt, und die Halloweenparty des Tierparks im Oktober abgesagt. Dass der Tierpark im Martinsgrund ausgerechnet im vergangenen Jahr und allen Widrigkeiten zum Trotz mit \u00fcber 157&#8217;000 G\u00e4sten einen erneuten Besucherrekord verzeichnen konnte, zeigt, wie attraktiv er mittlerweile ist. Herausforderungen hielt die Pandemie-Situation auch f\u00fcr die zahlreichen Gro\u00dfbaustellen in Gera bereit, etwa durch Lieferengp\u00e4sse und Behinderungsanzeigen aufgrund zus\u00e4tzlicher Hygieneanforderungen zum Infektionsschutz. Gleichzeitig bot sich mit der Pandemie-Situation aber auch die Chance, neue Wege zu beschreiten, etwa im Bereich Service. Mit der B\u00fcrgerberatung per elektronischer Post und Telefon wurden wertvolle Erfahrungen f\u00fcr die Zukunft gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenfassender R\u00fcckblick der \u00c4mter<\/strong><br>Zu den Aufgaben des Geraer Umweltamtes unter der Leitung von Konrad Nickschick geh\u00f6ren der Natur-, Gew\u00e4sser- und Klimaschutz. Ein Meilenstein im Klimaschutzbereich war f\u00fcr Gera die Ausrichtung des Klimapavillons, ein Projekt des Th\u00fcringer Umweltministeriums. Ganz bewusst entschied sich Gera f\u00fcr einen Standort des Pavillons mitten in der Stadt und damit im Zentrum des \u00f6ffentlichen Bewusstseins \u2013 ein Novum, das es so bisher nicht gab. Von Mai bis September 2020 konnten sich Interessierte hier im Rahmen von Mitmach-Kursen, Pr\u00e4sentationen, Diskussionsrunden und anderen Aktionen rund um die Themen Klimaschutz, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit informieren. Wichtige Ma\u00dfnahmen, die im Bereich des Natur- und Gew\u00e4sserschutzes 2020 ergriffen wurden, waren unter anderem die Einfriedung des Gel\u00e4ndes um die Kalte Eiche, die \u00f6ffentliche Auslegung zur Schutzgebietsausweisung der Lasur als Naturschutzgebiet sowie die umfangreiche Wartung aller 18 Notwasserbrunnen im Stadtgebiet. Im Rahmen der Th\u00fcringer F\u00f6rderrichtlinie zu Ma\u00dfnahmen der Altlastenbehandlung wurden dar\u00fcber hinaus zwischen Juli und Oktober 2020 15 altlastverd\u00e4chtige Fl\u00e4chen im Stadtgebiet einer Erkundung nach den geltenden bodenschutzrechtlichen Regelungen unterzogen. Im Zuge der Untersuchungen konnten wichtige Daten gewonnen werden, die unter anderem Auskunft \u00fcber die chemische Bodenbeschaffenheit und etwaige Belastungen des jeweiligen Standortes geben und damit deutlich machen, wie es um die Fl\u00e4chen steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Kernaufgaben der Unteren Immissionsschutzbeh\u00f6rde in Gera geh\u00f6ren die Genehmigung neuer oder wesentlich zu ver\u00e4ndernder gewerblicher, energietechnischer und landwirtschaftlicher Anlagen, ihre regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung und das Vorgehen gegen ungenehmigte Anlagen bzw. rechtswidrige Handlungen. Auch 2020 wurde die Arbeit der Beh\u00f6rde durch eine Vielzahl an Neu- und \u00c4nderungsgenehmigungen von Vorhaben mit hohem und breit gef\u00e4chertem technischen Anspruch gepr\u00e4gt, so etwa die Stilllegung und den damit verbundenen R\u00fcckbau des Heizkraftwerks Nord sowie des Heizwerkes S\u00fcd.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Untere Abfallbeh\u00f6rde verzeichnete auch f\u00fcr das Jahr 2020 eine steigende Anzahl illegaler Abfallablagerungen im Stadtgebiet, ein Trend, der bereits mehrere Jahre zu  beobachten ist, dessen Wachstumsdynamik sich jedoch zusehends abschw\u00e4cht. Demnach wurden bis Jahresende rund 500 F\u00e4lle bearbeitet. In diesem Zusammenhang konnten 85 Ordnungswidrigkeiten eingeleitet werden. Die Aufkl\u00e4rungsquote von 17 % entspricht einem neuen H\u00f6chstwert. Die Arbeit des Amtes f\u00fcr Hochbau und Liegenschaften unter der Leitung von Sven Gunnar Diener war 2020 im Wesentlichen gepr\u00e4gt von umfangreichen Schulbauprojekten. So wurde im Juni mit der baulichen Erweiterung des Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums begonnen. Ziel dieser vom Land Th\u00fcringen mit 4,8 Millionen Euro gef\u00f6rderten Ma\u00dfnahme ist es, die Kapazit\u00e4t des Gymnasiums auf 600 Sch\u00fclerpl\u00e4tze zu erh\u00f6hen. 2020 sind auch die Sanierungs- und Bauarbeiten an der Ostschule ein gro\u00dfes St\u00fcck vorangekommen. Neben der Ausf\u00fchrung wichtiger Ma\u00dfnahmen am Bestandsbau wie etwa dem Abbruch des alten Putzes, der neuen Abdichtung des Bauwerks und des Einsatzes neuer Deckensch\u00fcttungen konnte mit dem Bau der neuen Sporthalle begonnen werden, die zuk\u00fcnftig auch der \u00d6ffentlichkeit zur Nutzung zur Verf\u00fcgung stehen wird. Das Bauprojekt umfasst ein Finanzvolumen von \u00fcber 20 Millionen Euro. Im Zuge der geplanten Fertigstellung im September 2022 soll aus der Regelschule eine staatliche dreiz\u00fcgige Th\u00fcringer Gemeinschaftsschule (TGS) der Klassenstufen eins bis zehn entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bauarbeiten am Campus Rutheneum wurden 2020 ebenfalls erfolgreich weitergef\u00fchrt. Das Gro\u00dfprojekt mitten in Geras Zentrum umfasst neben dem Schulneubau und der Sanierung des Reu\u00dfischen Regierungsgeb\u00e4udes auch die Gestaltung der Freifl\u00e4chen und begann im M\u00e4rz 2017. Im Bereich Freifl\u00e4chen wurden die Arbeiten am S\u00fcdtor und in der Florian-Geyer-Stra\u00dfe fertiggestellt. Zudem konnte der Ballfangzaun am au\u00dfen gelegenen Sportfeld bis auf wenige Restleistungen errichtet und mit dem Bau der Campusterrassen begonnen werden. Dar\u00fcber hinaus wurden erste B\u00e4ume gepflanzt. Im letzten Jahr erfolgte zudem der Bau des neuen Schulgeb\u00e4udes inklusive Fassade und Sonnenschutz. Die Innengewerke wie Trockenbau- Maler- und Bodenbelagsarbeiten, Fliesenarbeiten, Elektroinstallationen sowie Heizungs- und Sanit\u00e4rarbeiten zuz\u00fcglich aller Restleistungen sind bereits abgeschlossen. Die Sanierung des Reu\u00dfischen Regierungsgeb\u00e4udes steht mittlerweile kurz vor Vollendung. Auch hier konnten 2020 wichtige Gewerke, so etwa Au\u00dfent\u00fcren, Metallbau Fassade, Rohbau Verbinder, Aufarbeitung von Putz und Stuck, Estrich und Hohlraumboden sowie das Dach, fertiggestellt werden. Der Abschluss der Innenausbaugewerke erfolgt 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem j\u00e4hrlichen Finanzvolumen von rund neun Millionen Euro verantwortet das Geraer Tiefbauamt prim\u00e4r den Bau, die Unterhaltung und den Betrieb aller Stra\u00dfen und Wege im kommunalen Bereich. Es ist als Stra\u00dfenbaulasttr\u00e4ger f\u00fcr circa 700 Kilometer Stra\u00dfe und rund 350 Kilometer Gehweg im Stadtgebiet verantwortlich. Zu den damit verbundenen Aufgaben geh\u00f6ren auch die Ampelanlagen und alle Ingenieurbauwerke wie etwa Br\u00fccken und Tunnel. In den Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Tiefbauamtes fallen weiterhin der Bauhof und das Geraer Tierheim.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Gew\u00e4hrleistung der Verkehrssicherheit wurden 2020 auf rund einhundert Stra\u00dfen im Geraer Stadtgebiet provisorische Schlaglochflickungen durchgef\u00fchrt. Hierzu verbauten die Mitarbeitenden des Bauhofs zwischen April und Dezember etwa 850 Tonnen Hei\u00dfmischgut. Rund drei\u00dfig Stra\u00dfenz\u00fcge in verschiedenen Ortsteilen Geras und einige innerst\u00e4dtische Stra\u00dfen wie die Liebestra\u00dfe wurden zudem durch Fremdfirmen in Stand gesetzt. F\u00fcr zus\u00e4tzliche partielle Deckensanierungsarbeiten mit Asphalt standen dem Tiefbauamt im letzten Jahr Haushaltsmittel in H\u00f6he von rund 450&#8217;000 Euro zur Verf\u00fcgung. Damit konnten unter anderem die Kurt-Keicher-Stra\u00dfe, die Stra\u00dfe des Bergmanns, die Steinbeckstra\u00dfe in Langenberg und die Scheubengrobsdorfer Stra\u00dfe erneuert werden. Hinzu kamen im Asphalthochbau Sanierungen der Verbindungsstra\u00dfen von Vorspanneberg nach Rusitz, zwischen Rusitz und Roben sowie von Roben nach Steinbr\u00fccken. Zur Bilanz des Bauhofes geh\u00f6ren neben den angesprochenen Stra\u00dfenarbeiten die Beseitigung von rund 280 Unfallgefahrenstellen, der Einbau von siebzig Tonnen Asphaltgranulat auf unbefestigten Wegen und die Instandsetzung von 62 Stra\u00dfeneinl\u00e4ufen. 2020 verantwortete das Tiefbauamt auch die Erneuerung und Instandsetzung zahlreicher Ingenieurbauwerke in der Stadt Gera, was zum Teil \u00fcber F\u00f6rdermittel finanziert werden konnte. Hierzu geh\u00f6ren unter anderem die St\u00fctzw\u00e4nde entlang der B 92 Vogtlandstra\u00dfe in Gera-Lusan, die Rad- und Gehwegbr\u00fccke \u201eZw\u00f6tzener Steg\u201c sowie die St\u00fctzmauer am Mohrenplatz im Stadtteil Untermhaus. Auch im Bereich Stra\u00dfenbau wurden 2020 zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und fortgef\u00fchrt. So konnte nach einer Bauzeit von rund zehn Monaten am 18. Dezember 2020 die Clara-Zetkin-Stra\u00dfe wieder f\u00fcr den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der grundhaften Sanierung dieser wichtigen Verkehrsachse im Zentrum Geras, die am 30. M\u00e4rz 2020 im ersten Abschnitt zwischen Puschkinplatz und Amthorstra\u00dfe begann und durch Mittel der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung m\u00f6glich war, wurden auch 25 Felsenbirnen gepflanzt, die der ehemaligen Adelheidstra\u00dfe ihren historischen Charakter als Allee zur\u00fcckgeben. Die Fahrbahnerneuerungen in der Leumnitzer Stra\u00dfe\/ Quellenstra\u00dfe und der Plauenschen Stra\u00dfe (vierter Bauabschnitt) wurden \u00fcber das Kommunalinvestitionsf\u00f6rdergesetz finanziert und dienen jeweils der L\u00e4rmminderung. F\u00fcr die Sanierung der Gehwege, Borden und Stra\u00dfenentw\u00e4sserung setzte die Stadt Gera jeweils Eigenmittel ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gro\u00dfprojekt Wiesestra\u00dfe ist eine Gemeinschaftsbauma\u00dfnahme des GVB, der Stadt Gera, des Zweckverbands Wasser\/Abwasser \u201eMittleres Elstertal\u201c, der Energieversorgung Gera (EGG) und der Deutschen Telekom. Es ist in drei gro\u00dfe Abschnitte unterteilt, wobei die Sanierungs- und Umbauma\u00dfnahmen auf der Ost- und Westseite der Stra\u00dfe jeweils abwechselnd erfolgen, um die Anbindung an den Nahverkehr aufrechterhalten zu k\u00f6nnen. Bisher konnten in den Abschnitten 1 und 3 die Gleise auf der Ostseite, das hei\u00dft in Fahrtrichtung Stadtzentrum, fertiggestellt werden. Zudem wurde 2020 die Sanierung der Geb\u00e4udeh\u00fclle f\u00fcr das Unterwerk Hainbergstra\u00dfe beendet. Mit Abschluss aller Arbeiten ist der komplette \u00f6ffentliche Stra\u00dfenraum grundlegend erneuert und auf dem neuesten technischen Stand. Dabei kam es 2020 zu zeitlichen Verz\u00f6gerungen, die im Wesentlichen auf zus\u00e4tzliche, in der urspr\u00fcnglichen Planung nicht vorgesehene Arbeiten zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Trotz einer Reihe von ergriffenen Ma\u00dfnahmen zur nachtr\u00e4glichen Beschleunigung des Baufortschritts kann der zeitliche R\u00fcckstand nicht aufgeholt werden. Die urspr\u00fcnglich geplante Fertigstellung im Sommer 2021 wird sich um circa ein Jahr verz\u00f6gern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufgabenbereich des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn unter der Leitung von Matthias Mittenzwey unterteilt sich in vier gro\u00dfe Aufgabengebiete: Kommunalwald, Gr\u00fcnpflege, Spielpl\u00e4tze und Friedh\u00f6fe. Zu den prim\u00e4ren Aufgaben geh\u00f6rte 2020 die Aufarbeitung \u2013 das hei\u00dft Einschnitt, F\u00e4llung und umgehende Beseitigung \u2013 des hohen Schadholzanteils im Geraer Stadtwald. Wesentliche Ursache f\u00fcr den deutlichen R\u00fcckgang des Baumbestandes im letzten Jahr ist die anhaltende Trockenheit seit 2017. Dabei ist der Verlust des Anteils der Fichten am gr\u00f6\u00dften. Andere Baumarten wie Kiefer, L\u00e4rche und Buche sind mittlerweile jedoch ebenfalls betroffen und drohen in Gr\u00f6\u00dfenordnungen abzusterben. Die zur Holzbeseitigung notwendigen umfangreichen Nutzungen der Waldwege bis in den Sp\u00e4therbst hinein erforderten die anschlie\u00dfende grundhafte Instandsetzung von rund vier Kilometern Weg. Hierzu konnten Mittel aus einer Soforthilfe des Freistaates Th\u00fcringer in H\u00f6he von 86&#8217;000 Euro eingesetzt werden. Zudem wurde dem Vegetationsverlust mit einer Reihe an Neupflanzungen begegnet, wobei jedoch Gemeinschaftsaktionen mit Faktionen, Vereinen und Schulen wegen der Corona-Beschr\u00e4nkungen nicht stattfinden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Bereich der Gr\u00fcnpflege war das vergangene Jahr durch extreme Trockenheit gepr\u00e4gt. Eine besondere Herausforderung stellte die W\u00e4sserung des kommunalen Baumbestandes dar. Hier galt es, insbesondere Jungb\u00e4ume sowie B\u00e4ume auf Extremstandorten ausreichend mit dem lebensnotwendigem Nass zu versorgen. Da etwa 50 % des Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcns nicht auf gewachsenem Boden stehen, erreichten die Wassergaben bisher nicht gekannte Ausma\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Bauma\u00dfnahme im Verantwortungsbereich des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn war 2020 die vollst\u00e4ndige Neukonstruktion der Anlage des Spielplatzes \u201eAm Schleifenacker\u201c in Kleinaga. Ende September und nach einer Bauzeit von drei Monaten wurde das neugestaltete Areal mit einer Fl\u00e4che von rund 2900 Quadratmetern f\u00fcr die \u00f6ffentliche Nutzung freigegeben. Der Spielplatz ist mit seiner umfangreichen Ausstattung an neuen Spielger\u00e4ten, erg\u00e4nzt um zus\u00e4tzliche Sitzelemente und eine Sitzmauer aus Naturstein, als Treffpunkt f\u00fcr Familien und als zentraler Ort der Begegnung f\u00fcr die gesamte Gemeinde gedacht. Eine gr\u00f6\u00dfere Umbauma\u00dfnahme erfolgte 2020 auch auf dem Spielplatz in Rusitz. Hier wurden Unterstand und Basketballbereich erneuert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im bisherigen Amt f\u00fcr Bauvorhaben und Stadtplanung unter der Leitung von Daniela Hoffmann-Weber wurden bis Anfang Dezember 2020 737 Verfahren registriert. Neben Antr\u00e4gen auf Erteilung einer Baugenehmigung bzw. eines Vorbescheids ging auch eine Vielzahl von Anfragen ein. Im Bereich Gewerbebau wurden unter anderem der Neubau eines dreigeschossigen Logistikzentrums mit eingeschossigem B\u00fcro- und Sozialtrakt im Ortsteil Cretzschwitz gepr\u00fcft und bewilligt. Genehmigungen erhielten 2020 zudem eine Reihe von Sanierungsarbeiten im Stadtzentrum sowie der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Seniorengemeinschaftswohnungen im Stadtteil Lusan. Im Bereich Stadtplanung wurden zahlreiche Bebauungsplanverfahren bearbeitet, die im Jahr 2021 zur Beschlussfassung in den Stadtrat gebracht werden sollen, so etwa der Wohnpark Mozartstra\u00dfe und das Wohngebiet Baumgarten Leumnitz. F\u00fcr die Brache auf dem ehemaligen Modedruckgel\u00e4nde konnte ein Aufstellungsbeschluss f\u00fcr Wohnbebauung gefasst werden. \u00dcber die Planverfahren hinaus wurde an der Neuaufstellung des Fl\u00e4chennutzungsplanes gearbeitet sowie die Entwicklungskonzeption Wohnen (EKW) nahezu fertiggestellt. Auch das integrierte ISEK Gera 2030 wurde evaluiert. Die Sanierungsbeh\u00f6rde erteilte auch 2020 zahlreiche sanierungsrechtliche Genehmigungen. Dar\u00fcber hinaus wurden neue St\u00e4dtebauf\u00f6rderprogramme eingef\u00fchrt. Als gro\u00dfer Erfolg und wichtiger Meilenstein f\u00fcr die weitere Innenstadtentwicklung Geras kann die Akquirierung von F\u00f6rdermitteln aus dem Bundesprogramm \u201eNationale Projekte des St\u00e4dtebaus\u201c f\u00fcr das Tietz-Quartier bewertet werden. Weiterhin wurde ein Gesamtkonzept f\u00fcr das Schloss Osterstein mit den Eigent\u00fcmern und dem Ausschuss f\u00fcr Bau, Umwelt, Verkehr und Liegenschaften<br>abgestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sanierung des historischen Sandsteinportals, der plastischen Formsteine sowie der Figuren am Eingang des Schreiberschen Hauses, dem \u00e4ltesten noch erhaltenen Geb\u00e4ude in Gera, war ein besonderes Projekt der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde im letzten Jahr. Nun begr\u00fc\u00dfen Merkur und die G\u00f6ttin des Flei\u00dfes wieder fest verankert und stabil die Besucher des Museums f\u00fcr Naturkunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der j\u00e4hrliche stattfindende Tag des offenen Denkmals, an dem in Gera jedes Jahr zahlreiche Kulturdenkmale f\u00fcr Interessierte zug\u00e4nglich sind, fand 2020 in einer deutlich reduzierteren Form ausschlie\u00dflich online statt. Unter dem Motto \u201eChance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken\u201c stellten die Mitarbeiter der Denkmalschutzbeh\u00f6rde allen interessierten B\u00fcrgern Brosch\u00fcren zum Herunterladen zur Verf\u00fcgung, die \u00fcber eine Vielzahl denkmalgesch\u00fctzter Geb\u00e4ude der Stadt informierten, darunter der vom Geraer Thilo Schoder entworfene Industriebau Golde in der Wiesestra\u00dfe 202, das Geb\u00e4ude der ehemaligen Amthorschen Handelsschule in der Humboldtstra\u00dfe 25 sowie die Salvatorkirche, die letztes Jahr ihren 300. Jahrestag feierte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schwerpunktthemen 2021<\/strong><br>Zu den strategisch entscheidenden Aufgaben des Geraer Dezernates f\u00fcr<br>Stadtentwicklung, Bau und Umwelt geh\u00f6ren 2021 unter anderem die Erarbeitung und Weiterentwicklung von konkreten L\u00f6sungsans\u00e4tzen und Zukunftsperspektiven zur Belebung von Geras Innenstadt mit den \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden und Verkehrs- sowie Freifl\u00e4chen. Das betrifft neben der Sorge und dem Tietz-Quartier auch Geras \u201eNeue Mitte\u201c. Die Freifl\u00e4che vor dem Kultur- und Kongresszentrum bietet ein hohes Aufwertungspotenzial und erfordert besondere Qualit\u00e4t in der Planung und<br>Durchf\u00fchrung. Die Entwicklung der innerst\u00e4dtischen Pl\u00e4tze wie Zschochernplatz, der f\u00fcr die obere Sorge einen wichtigen Endpunkt bildet, Kornmarkt und Gustav-Hennig-Platz haben f\u00fcr Dezernatsleiter ebenfalls eine hohe Priorit\u00e4t. Daneben ist die zuk\u00fcnftige personelle Aufstellung des Dezernates eine der vordringlichsten Aufgaben f\u00fcr Michael Sonntag. Offene F\u00fchrungsstellen sollen schnellstm\u00f6glich mit erfahrenen Fachkr\u00e4ften besetzt werden. Aber auch die Gewinnung von passenden, qualifizierten und motivierten Mitarbeitern auf der Sacharbeiterebene ist entscheidend, um die ambitionierten Ziele f\u00fcr 2021 und dar\u00fcber hinaus zu erreichen. Im Geraer Umweltamt sind unter anderem im Bereich Gew\u00e4sserschutz f\u00fcr 2021 eine Reihe wichtiger Projekte vorgesehen. Dazu geh\u00f6ren die Verlegung des Scho\u00dfbachs, die Rekultivierung des Reuterbaches zur Hochwasservorsorge, die Instandsetzung des L\u00f6schwasserteiches in Steinbr\u00fccken sowie die Wiederherrichtung von vier weiteren Tiefbrunnen im Stadtgebiet Gera f\u00fcr die Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein H\u00f6hepunkt ist dar\u00fcber hinaus gleich zu Jahresbeginn geplant: Ende Februar sollen die drei jungen wei\u00dfen L\u00f6wen Sari, Mali und Mufassa das aktuell leerstehende Raubtierareal des Geraer Tierparks beziehen. Die Vorbereitungen laufen bereits seit Ende vergangenen Jahres auf Hochtouren. Unter anderem wird das Gehege derzeit mit kratzfesten W\u00e4rmeplatten aus Holz, einem neuen Kratzbaum sowie Felsbrocken und Sandsteinen ausgestattet, so dass sich die Tiere aus dem Magdeburger Zoo in ihrem neuen Zuhause gut einleben und wohlf\u00fchlen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonderes Ereignis ist in diesem Jahr die Baufertigstellung und Inbetriebnahme des Campus Rutheneum. Die offizielle \u00dcbergabe des vom st\u00e4dtischen Amt f\u00fcr Hochbau und Liegenschaften verantworteten Projektes ist zum Beginn des Schuljahres 2021\/2022 vorgesehen. Dann werden hier etwa 600 Sch\u00fcler lernen sowie 60 Lehrer unterrichten. Die Gesamtkosten der Bau- und Sanierungsma\u00dfnahmen belaufen sich auf rund 21,2 Millionen Euro, wobei 90 % aus F\u00f6rdermitteln des Landes und Bundes finanziert werden. Weitere Schulbauma\u00dfnahmen, die f\u00fcr dieses Jahr vorgesehen sind, betreffen die Geraer Volkshochschule, die einen Personenaufzug erh\u00e4lt, und die Musikschule Heinrich Sch\u00fctz, die mit einem Sonnenschutz ausgestattet werden soll. Beide Projekte werden aus F\u00f6rdermitteln finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Verantwortungsbereich des Tiefbauamtes werden 2021 ebenfalls einige wichtige Investitionsprojekte fertiggestellt. Dazu geh\u00f6ren die Br\u00fccken B 92 Zoitzbergstra\u00dfe sowie am Eichberg 1 und 2. Geplant sind dar\u00fcber hinaus Neubauma\u00dfnahmen in der Salzstra\u00dfe, die Fortf\u00fchrung des Projektes Wiesestra\u00dfe sowie die Errichtung barrierefreier Haltestellen. Im Bereich Unterhaltung sollen auch 2021 Deckensanierungen im Umfang des Vorjahres im Stadtgebiet Gera durchgef\u00fchrt werden. Zudem sind Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten f\u00fcr Gehwege, das Br\u00fcckengel\u00e4nder entlang der B 92 Elsterdamm und die Br\u00fccke Collis vorgesehen. Dar\u00fcber hinaus wird die Pr\u00fcfung von Br\u00fccken, die wie die Eselsbr\u00fccke zu den Gro\u00dfbauwerken z\u00e4hlen, mit einem Umfang von 100&#8217;000 Euro in Auftrag gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den wichtigsten Aufgaben des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn geh\u00f6ren auch in diesem Jahr die Aufarbeitung des hohen Schadholzanteils im Geraer Stadtwald, die Wiederbewaldung gro\u00dfer Fl\u00e4chen durch gezielte Pflanzungen und Naturverj\u00fcngung sowie der Wegebau. Dar\u00fcber hinaus sollen in enger Zusammenarbeit mit dem Buga-F\u00f6rderverein Gera die Wasserspiele vor dem Theatergeb\u00e4ude wieder in Betrieb genommen werden. Weiterhin sind Sanierungsarbeiten f\u00fcr eine Reihe st\u00e4dtischer Spielpl\u00e4tze vorgesehen. So soll der Spielplatz in der Lobensteiner Stra\u00dfe einen neuen Rutschturm und das Areal an der Lutherlinde einen neuen Kletterturm erhalten. Mit Blick auf das Friedhofswesen plant das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn den Bau einer neuen Urnenreihenanlage ab Mitte des Jahres auf dem Ostfriedhof sowie die kurzfristige Reaktivierung der Urnenreihenanlage auf dem S\u00fcdfriedhof. Der Grund ist ein anhaltend gro\u00dfes Interesse der Menschen an dieser Bestattungsform. Im Bereich der Gr\u00fcnpflege werden zuk\u00fcnftige Arbeiten durch die Anschaffung eines neuen Kettenbaggers erleichtert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch 2021 beteiligt sich Gera am Tag des offenen Denkmals, diesmal unter dem Motto: \u201eSein und Schein \u2013 in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege\u201c. Vorbereitung, Organisation und Durchf\u00fchrung des Aktionstages, der dieses Jahr am 12. September stattfinden wird, liegt im Verantwortungsbereich der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde. Zu den in enger Zusammenarbeit mit dem Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn wichtigen und langfristigen Projekten der Beh\u00f6rde geh\u00f6rt dar\u00fcber hinaus auch die Sanierung des S\u00fcdfriedhofs, insbesondere der historischen Feierhalle, der den Friedhof umgebenden Mauer sowie des W\u00e4rterhauses. In einem ersten Schritt sollen 2021 die F\u00f6rdermittelantr\u00e4ge zur Beauftragung einer externen Planungsdienstleistung vorbereitet werden, die das Gesamtkonzept der Friedhofssanierung erstellen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>F\u00fcr Geras Baudezernat und seine sechs \u00c4mter stand das Jahr 2020 im Zeichen der Neuerung und Weichenstellung. 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