{"id":14571,"date":"2021-03-27T01:13:43","date_gmt":"2021-03-27T00:13:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=14571"},"modified":"2021-03-27T01:13:44","modified_gmt":"2021-03-27T00:13:44","slug":"mineralien-aus-dem-steinbruch-kahlleite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/03\/27\/mineralien-aus-dem-steinbruch-kahlleite\/","title":{"rendered":"MINERALIEN AUS DEM STEINBRUCH KAHLLEITE"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Geraer Museum f\u00fcr Naturkunde wird nach der Wiederer\u00f6ffnung f\u00fcr Besucher erg\u00e4nzend zu seinen st\u00e4ndigen mineralogischen Ausstellungen die Kabinettausstellung \u201eSteinbruch Kahlleite \u2014 Erloschene Mineralfundstelle in Ostth\u00fcringen\u201c pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schau setzt eine Museumstradition fort, in der insbesondere Fundstellen und Aufschl\u00fcsse im Ostth\u00fcringer Raum aus mineralogischer Sicht vorgestellt werden.<br>Die Ausstellung widmet sich den \u00fcber 30 verschiedenen nachgewiesenen Mineralen des Steinbruchs, darunter das f\u00fcr Deutschland einzigartige Mineral Ferroaluminoseladonit. Die Mineralstufen entstammen der Sammlung des Museums f\u00fcr Naturkunde Gera und aus den privaten Sammlungen von Daniel K\u00f6hler, Andreas Reinhold und Herbert Sinnig. Insgesamt werden 67 Exemplare pr\u00e4sentiert. Erm\u00f6glicht wurde die Ausstellung durch die Unterst\u00fctzung vieler Mitglieder des Vereins \u201eGeraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir freuen uns, allen Interessierten der Naturkunde gerade zur Wiederer\u00f6ffnung unseres Museums so wertvolle und einzigartige Ausstellungsst\u00fccke zu pr\u00e4sentieren\u201c, zeigt sich Frank Hrouda, Museumsp\u00e4dagoge des Museums f\u00fcr Naturkunde, zufrieden.<br>Die \u00fcber 30 verschiedenen Mineralarten wurden zwischen 1990 und 2010 von Mineraliensammlern im Steinbruch Kahlleite gefunden. In der Ausstellung zu sehen sind rund 70 Exemplare, u. a. Quarze und Calcite, letztere mit ausgesprochenem Formenreichtum, dar\u00fcber hinaus gelbliche Anatase, wasserklare Aragonite und grazile Malachite. Ebenso sind die besonders seltenen Minerale Cinnabarit und Manganit ausgestellt. Beide sind in Ostth\u00fcringen nur von wenigen Fundstellen bekannt.<br>\u201eMineralogischer H\u00f6hepunkt\u201c des Aufschlusses ist das seltene Mineral Ferroaluminoseladonit, das in wurmartigen Aggregaten in angewitterten Blasenhohlr\u00e4umen einer Pillowlava entdeckt wurde. Weltweit sind nur sehr wenige Fundorte dieses Minerals beschrieben. Innerhalb Deutschlands gilt der Steinbruch Kahlleite als einzige nachgewiesene Fundstelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiederer\u00f6ffnung des Naturkundemuseums wird auf der Internetseite der Stadt Gera und der Seite der Geraer Museen bekannt gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Steinbruch Kahlleite liegt n\u00f6rdlich von L\u00f6hma im ostth\u00fcringischen Saale-Orla-Kreis. Seine Geschichte begann erst 1975 mit der Erschlie\u00dfung und dem Betrieb durch den VEB Saalburger Marmorwerke. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Steinbruch Kahlleite von der TNW-Natursteinwerke GmbH &amp; Co. KG ausgebaut. Gef\u00f6rdert wurden gro\u00dfe Mengen basische Gesteine, sogenannte Diabas, in Form von Schotter und Splitt f\u00fcr die Bauindustrie, insbesondere f\u00fcr den Stra\u00dfenbau. Gegenw\u00e4rtiger Eigent\u00fcmer des Steinbruchs Kahlleite ist seit Dezember 2012 die Hartsteinwerke Burgk GmbH &amp; Co. OHG. Der Steinbruch befindet sich derzeit im sogenannten ruhenden Betrieb; bei Bedarf k\u00f6nnte wieder Material abgebaut werden. Da die Tiefbausohle derzeit unter Wasser steht, ist der Steinbruch derzeit allerdings keine potentielle Mineralfundstelle.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Geraer Museum f\u00fcr Naturkunde wird nach der Wiederer\u00f6ffnung f\u00fcr Besucher erg\u00e4nzend zu seinen st\u00e4ndigen mineralogischen Ausstellungen die Kabinettausstellung \u201eSteinbruch Kahlleite \u2014 Erloschene Mineralfundstelle in Ostth\u00fcringen\u201c pr\u00e4sentieren. 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