{"id":1487,"date":"2017-07-26T11:12:09","date_gmt":"2017-07-26T09:12:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=1487"},"modified":"2017-07-26T11:12:09","modified_gmt":"2017-07-26T09:12:09","slug":"elektrifizierung-der-eisenbahnstrecke-nach-leipzig-angestrebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/07\/26\/elektrifizierung-der-eisenbahnstrecke-nach-leipzig-angestrebt\/","title":{"rendered":"ELEKTRIFIZIERUNG DER EISENBAHNSTRECKE NACH LEIPZIG ANGESTREBT"},"content":{"rendered":"<p>Der Burgenlandkreis und die Stadt Gera haben sich f\u00fcr eine Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Leipzig\u2013Zeitz\u2013Gera ausgesprochen. Der Fahrdraht ist Voraussetzung daf\u00fcr, dass eine S-Bahn von Gera \u00fcber Zeitz nach Leipzig verkehren kann.<\/p>\n<p>Dazu vereinbarten Landrat G\u00f6tz Ulrich und die Oberb\u00fcrgermeisterin der Stadt Gera, Dr. Viola Hahn, bei einem Treffen im Landratsamt in Naumburg, sich gemeinsam beim zust\u00e4ndigen Bundesministerium f\u00fcr Verkehr und digitale Infrastruktur f\u00fcr eine Elektrifizierung der alle drei mitteldeutschen L\u00e4nder ber\u00fchrenden Bahnstrecke stark zu machen.<\/p>\n<p>Am Freitag, den 21. Juli 2017, trafen sich im Naumburger Landratsamt (im Bild von links nach rechts) Mitarbeiter des Wirtschaftsamtes Burgenlandkreis, Matthias Hillger, Landrat G\u00f6tz Ulrich, Oberb\u00fcrgermeisterin Dr. Viola Hahn und die pers\u00f6nliche Referentin der Oberb\u00fcrgermeisterin, Karin Schmidt.<\/p>\n<p>Die Elektrifizierung w\u00e4re nicht nur ein Beitrag zum Zusammenwachsen der Europ\u00e4ischen Metropolregion Mitteldeutschland. Mit der Umr\u00fcstung auf Elektromobilit\u00e4t k\u00f6nnte der CO-2-Aussto\u00df auf der Schiene deutlich reduziert werden. Damit k\u00f6nnte sich das Bundesverkehrsministerium seiner Verantwortung zur Umsetzung der Energiewende stellen und einen Beitrag zur Erreichung der vorgegebenen Klimaschutzziele leisten.<\/p>\n<p>Landrat G\u00f6tz Ulrich: \u201eDie Elektrifizierung der Bahnstrecke Leipzig\u2013Zeitz\u2013Gera w\u00e4re ein erster Schritt f\u00fcr die S-Bahn-Anbindung der Stadt Zeitz nach Leipzig. Bis dahin bleibt es ein weiter Weg. Aber wir haben jetzt einen gemeinsamen Plan \u00fcber Landesgrenzen hinweg. In einer Region, die vom Strukturwandel in der Braunkohle betroffen ist, m\u00fcssen wir den Menschen zeigen, dass Strukturwandel nicht nur Verschlechterung bedeuten muss.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Viola Hahn: \u201eDie gemeinsame Initiative des Burgenlandkreises und der Stadt Gera f\u00fcr die S-Bahn-Verbindung von Gera \u00fcber Zeitz nach Leipzig ist ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr freiwillige interkommunale Zusammenarbeit \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg. F\u00fcr Gera als gr\u00f6\u00dfter Stadt zwischen den Metropolen Leipzig und N\u00fcrnberg bedeutet dieses zus\u00e4tzliche Angebot im Schienenverkehr einen deutlichen Attraktivit\u00e4tsgewinn und eine nachhaltige St\u00e4rkung des Standortes. Das verleiht der positiven Entwicklung unserer Stadt, die in j\u00fcngster Zeit beispielsweise in der Wirtschaft und an den Einwohnerzahlen ablesbar ist, zus\u00e4tzliche Impulse. Eine attraktive Anbindung einerseits an den ICE-Knoten und den Flughafen Leipzig und andererseits nach Gera mit den vielf\u00e4ltigen kulturellen und sportlichen Angeboten ist f\u00fcr die ganze Region interessant. Am Ende k\u00f6nnen alle Menschen, die entlang der Strecke Gera\u2013Zeitz\u2013Leipzig leben, profitieren und einen Mehrwert an Lebensgef\u00fchl erreichen.\u201c<br \/>\nDer Th\u00fcringer Minister f\u00fcr Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft begr\u00fc\u00dft die Initiative der Geraer Oberb\u00fcrgermeisterin ausdr\u00fccklich und das nicht nur als aufstrebenden Wirtschaftsstandort, sondern auch unter dem Gesichtspunkt als neue Hochschulstadt.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt des Treffens war die Idee eines einheitlichen S-Bahn-Netzes f\u00fcr Mitteldeutschland unter Einbeziehung der Eisenbahnstrecken Leipzig\u2013Zeitz\u2013Gera und Leipzig\u2013Wei\u00dfenfels\u2013Naumburg\u2013Jena\/Erfurt. Der Burgenlandkreis steht als Teil des mitteldeutschen Braunkohlereviers vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Menschen, die jetzt von der Kohle leben k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen in Zukunft eine ernsthafte Perspektive. Dazu geh\u00f6rt aus Sicht des Landrates auch eine Regionalentwicklung im Sinne des Ausbaus der Infrastrukturen in Richtung von Leipzig, Halle und Jena nach und von Leipzig. Die Stadt Gera als benachbarter Ostth\u00fcringer Ballungsraum hat ebenfalls gro\u00dfes Interesse an einer Verbesserung der Verkehrsbeziehungen nicht nur nach Erfurt und Jena, sondern auch nach Leipzig.<br \/>\nBislang sind 60 Prozent des deutschen Schienennetzes elektrifiziert. Der EU-Durchschnitt liegt bei 52 Prozent, doch L\u00e4nder wie die Schweiz mit einem Elektrifizierungsgrad von 100 Prozent, Belgien mit 85 Prozent oder Italien mit 71 Prozent sind l\u00e4ngst Vorreiter im Verkehrssektor. Rund ein Viertel des weltweiten energiebedingten Aussto\u00dfes von Kohlenstoffdioxid verursacht der Verkehrssektor. Diesellokomotiven blasen j\u00e4hrlich tausende Tonnen Stickoxid in die Luft.<\/p>\n<p>(Bild und Text: Fachdienst Presse, Marketing, Kultur und Sport)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Der Burgenlandkreis und die Stadt Gera haben sich f\u00fcr eine Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Leipzig\u2013Zeitz\u2013Gera ausgesprochen. Der Fahrdraht ist Voraussetzung daf\u00fcr, dass eine S-Bahn von Gera \u00fcber Zeitz nach Leipzig verkehren kann. 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