{"id":14891,"date":"2021-04-24T16:42:13","date_gmt":"2021-04-24T14:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=14891"},"modified":"2021-04-24T17:02:06","modified_gmt":"2021-04-24T15:02:06","slug":"die-zukunft-des-gesundheitssystems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/04\/24\/die-zukunft-des-gesundheitssystems\/","title":{"rendered":"DIE ZUKUNFT DES GESUNDHEITSSYSTEMS"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eZukunft entsteht nicht, weil verr\u00fcckte Amerikaner oder verr\u00fcckte Chinesen irgendetwas verr\u00fccktes tun. Zukunft entsteht dann, wenn die Verr\u00fcckten die etablierte Branche zwingen, auf ihren Weg einzuschwingen.\u201c Dieser Ansicht ist der Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky vom \u201e2b AHEAD Think Tank\u201c. Bereits bei den \u201eTrendtagen Gesundheit\u201c in Luzern hatte er mit seinem Vortrag mehrere Unternehmer auf den neuen Weg eingestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele neue Gesch\u00e4ftsfelder mit neuen Anwendungen w\u00fcrden geschaffen. Eine Software sage beispielsweise t\u00e4glich, wie gesund man derzeit sei und was man tun soll, welche Produkte man konsumieren m\u00fcsse, um einen besseren Gesundheitswert zu erhalten. Auch die Hirnleistung werde man mit den neuen technischen M\u00f6glichkeiten beeinflussen k\u00f6nnen. Der menschliche K\u00f6rper sei n\u00e4mlich kein unantastbarer Akt der Sch\u00f6pfung, sondern d\u00fcrfe ver\u00e4ndert und mit implantierter Technik erweitert werden. Man werde von einem heilenden System in ein pr\u00e4ventives \u00fcbergehen. Der Gro\u00dfteil des neuen Gesch\u00e4ftes werde dann darin bestehen, Menschen nicht krank werden zu lassen, anstatt sie zu heilen. Die strategische Macht in dem neuen Gesundheitsnetz werde derjenige haben, der das alles koordiniert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Zukunftsforscher Janszky zur Zukunft der Gesundheitsbranche bei Trendtage Gesundheit - gesamte Rede\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7X_B1s0bqRU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Zukunft hatte sich viele Jahre zuvor auch Jacques Attali besch\u00e4ftigt. Er arbeitete f\u00fcr den franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten Nicolas Sarkozy in der \u201eKommission zur Befreiung des Wachstums\u201c und war Berater des Staatspr\u00e4sidenten Fran\u00e7ois Mitterrand. Attali schrieb in seinem 2008 erschienenen Buch \u201eDie Welt von morgen\u201c, es werde kaum noch soziale Institutionen und Einrichtungen geben. Die Menschen seien einsam und w\u00fcrden sich selbst \u00fcberwachen. Jeder werde gewisserma\u00dfen sein eigener Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter sein. Mit den neuesten technologischen Errungenschaften wollten die Menschen der Zukunft messen, wie gesund oder krank sie seien, wie sparsam oder verschwenderisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Das im Jahre 1981 erschienene Buch \u201eDie Zukunft des Lebens\u201c enth\u00e4lt eine Sammlung von Gespr\u00e4chen, an denen sich auch Attali beteiligte. Die nachfolgenden Zeilen geben einen Dialog mit Michel Salomon zum Thema Lebenserwartung wieder:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber sobald wir \u00fcber 60\/65 hinausgehen, lebt der Mensch l\u00e4nger, als er produziert. Und das kommt der Gesellschaft dann teuer zu stehen.\u201c<br>\u201eIn der Tat ist es vom Standpunkt der Gesellschaft aus gesehen viel besser, wenn die menschliche Maschine abrupt aufh\u00f6rt, als wenn sie sich allm\u00e4hlich verschlechtert.\u201c<br>\u201eDaher glaube ich, dass es in der Logik der Industriegesellschaft nicht mehr darum geht, die Lebenserwartung zu verl\u00e4ngern, sondern daf\u00fcr zu sorgen, dass der Mensch innerhalb einer gegebenen Lebensspanne so gut wie m\u00f6glich lebt \u2014 aber so, dass die Gesundheitskosten f\u00fcr die Gemeinschaft m\u00f6glichst gering sind.\u201c<br>\u201eIn jedem Falle wird Euthanasie eines der wesentlichen Instrumente unserer k\u00fcnftigen Gesellschaft sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Kongress der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Mai 2019 in Berlin, Gesundheit sei eine Gemeinschaftsaufgabe \u2014 in nationaler wie in globaler Hinsicht. Das werde ganz besonders bei den \u00fcbertragbaren Krankheiten sichtbar. Eines der gro\u00dfen Ziele der Agenda 2030 laute \u201eGesundheit und Wohlergehen\u201c. Sie habe angeregt, einen Aktionsplan zur Umsetzung zu entwickeln. Hierbei versuche man, mit Stiftungen wie der von Bill Gates zusammenzuarbeiten. Zuvor, im Februar 2017, hatte sie in einem Gespr\u00e4ch mit dem Virologen Cornelius Rohde im Kanal der Bundesregierung \u00fcber die Vorbereitungen auf Pandemien und die Entwicklung neuer Impfstoffe gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Professor Ilona Kickbusch, Beraterin mehrerer NGO und Regierungen , t\u00e4tig f\u00fcr das \u201eGraduate Institute of International and Development Studies Geneva\u201c, sagte bei der gleichen Veranstaltung, die WHO habe die Impfverweigerung als eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der globalen Gesundheit definiert. Die neuesten Zahlen w\u00fcrden eine rapide Zunahme der gemeldeten F\u00e4lle um 300 % zeigen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Impfbereitschaft zu erh\u00f6hen, organisiert die WHO eine Weltimmunisierungswoche f\u00fcr die Zeit vom 24. bis 30 April 2021. Es soll gezeigt werden, wie Impfungen eine Verbindung zwischen Menschen, Zielen und Momenten schaffen. Ziel ist es, das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit in den Wert aller Impfstoffe zu st\u00e4rken und eine langfristige Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Impfung aufzubauen. Hierzu wurden mehrere Schl\u00fcsselbotschaften vorbereitet, die bei der \u00d6ffentlichkeitsarbeit angewandt werden sollen (siehe \u201e<a href=\"https:\/\/www.who.int\/campaigns\/world-immunization-week\/2021\/key-messages\">https:\/\/www.who.int\/campaigns\/world-immunization-week\/2021\/key-messages<\/a>\u201c). Dann sollen eine globale Solidarit\u00e4t f\u00fcr weltweite Gesundheitssicherheit aufgebaut, und die Menschen auf der Welt vor sogenannten Infodemien (siehe \u201e<a href=\"https:\/\/www.who.int\/teams\/risk-communication\/infodemic-management\">https:\/\/www.who.int\/teams\/risk-communication\/infodemic-management<\/a>\u201c) gesch\u00fctzt werden. Darunter versteht die WHO ein \u00dcberfluss an Informationen und schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer weltweite Kampf gegen die COVID-19-Infodemie sollte als wissenschaftliche Disziplin behandelt werden, die dem Verst\u00e4ndnis der Ausbreitung der Krankheit selbst gleichkommt, da Verhaltens\u00e4nderungen f\u00fcr jede Pandemie-Reaktion von entscheidender Bedeutung sind.\u201c Falsche Nachrichten k\u00f6nnen zu Verwirrung und letztendlich zu Misstrauen gegen\u00fcber Regierungen f\u00fchren. Deshalb m\u00fcsse genauso wie bei einer Epidemie vorgegangen werden \u2014 mit \u00dcberwachung und Reaktionen auf Ausbr\u00fcche sowie der Umsetzung von Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung. Die richtige Nachricht zur richtigen Zeit vom richtigen Messenger \u00fcber das richtige Medium k\u00f6nne Leben retten. Fehlinformationen oder vermischte Nachrichten k\u00f6nnen hingegen Leben kosten, so die WHO.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>\u201eZukunft entsteht nicht, weil verr\u00fcckte Amerikaner oder verr\u00fcckte Chinesen irgendetwas verr\u00fccktes tun. 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