{"id":15470,"date":"2021-06-14T13:40:46","date_gmt":"2021-06-14T11:40:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=15470"},"modified":"2021-06-14T13:41:14","modified_gmt":"2021-06-14T11:41:14","slug":"sechs-dix-gemaelde-aus-dauerleihgabe-ausgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/06\/14\/sechs-dix-gemaelde-aus-dauerleihgabe-ausgestellt\/","title":{"rendered":"SECHS DIX-GEM\u00c4LDE AUS DAUERLEIHGABE AUSGESTELLT"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur Wiederer\u00f6ffnung des Otto-Dix-Hauses nach der Schlie\u00dfung aufgrund der Corona-Verordnungen werden sechs herausragende Dix-Gem\u00e4lde aus einer Dauerleihgabe in die st\u00e4ndige Ausstellung integriert. Die Schausammlung wird damit wesentlich erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>So steht dem bisherigen gro\u00dfformatigen Geraer Identifikationsbild von Otto Dix \u201eDer Heilige Christophorus IV\u201c von 1939 aus der eigenen Sammlung nun eine weitere, nur ein Jahr zuvor entstandene Version (\u201eChristophorus I\u201c, 1938) gegen\u00fcber. Die Gem\u00e4lde \u201eL\u00e4rche im Engadin\u201c, (1938) und \u201eIdeale Bodenseelandschaft\u201c (1939) geh\u00f6ren zur Landschaftsmalerei von Dix der 1930er Jahre. Mit dem Bildnis \u201eUrsula\u201c (1934) erg\u00e4nzt ein Kinderportr\u00e4t die Pr\u00e4sentation. Die in der Geraer Sammlung bereits vorhandenen Bilder mit religi\u00f6ser Thematik finden eine Erweiterung durch den \u201eHeiligen Antonius im Walde\u201c (1941) und durch das gro\u00dfformatige Gem\u00e4lde \u201eLot und seine T\u00f6chter\u201c (1939). Auf letzterem wird auf prophetische Weise im Hintergrund das brennende Dresden gezeigt, das 1945 tats\u00e4chlich im Krieg zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese sechs Gem\u00e4lde von Otto Dix entstammen einer umfangreichen zehnj\u00e4hrigen Dauerleihgabe aus Privatbesitz. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung von 518 Gem\u00e4lden, Zeichnungen, Aquarellen und Plastiken von 15 verschiedenen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern, darunter bedeutenden Namen der Klassischen Moderne wie Ernst Barlach, Paul Klee, Lyonel Feininger oder Carl Hofer. Die neue Dauerleihgabe stammt von den Erben des Chemnitzer Unternehmers Fritz Niescher, der die Werke \u00fcber viele Jahrzehnte zusammengetragen hat. Die Sammlung von Niescher umfasst zwei wichtige Schwerpunkte. So sind vom Zeichner und Bildhauer Ernst Barlach \u00fcber 130 Werke vorhanden. Otto Dix ist in dieser mit \u00fcber 140 Werken vertreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Fritz Niescher hatte insbesondere zu Otto Dix eine besondere Beziehung. Er hatte bereits in den 1920er Jahren Arbeiten von Dix in Ausstellungen gesehen und erwarb 1932 die erste Zeichnung. Im August 1933 besuchte Niescher den K\u00fcnstler in seinem Dresdner Atelier. Aus dieser Begegnung erwuchs eine lebenslange freundschaftliche Beziehung und Begeisterung f\u00fcr das Werk von Otto Dix. \u00dcber viele Jahre hinweg erwarb Fritz Niescher Gem\u00e4lde, Zeichnungen und Grafiken von Dix. Fritz Niescher hatte Dix in einer f\u00fcr ihn schwierigen Zeit kennen und sch\u00e4tzen gelernt. Dix wurde durch die Nationalsozialisten seiner Professur an der Dresdner Kunstakademie enthoben, als \u201eEntarteter K\u00fcnstler\u201c diffamiert und erhielt Ausstellungsverbot. Er \u00fcbersiedelte nach Hemmenhofen an den Bodensee. In dieser Zeit erteilte Niescher dem K\u00fcnstler Portr\u00e4tauftr\u00e4ge und erwarb Zeichnungen. Damit sicherte er einen Teil des Lebensunterhaltes von Dix. Ab 1937 setzte ein gezieltes Sammeln ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt Gera f\u00fchlt sich dem k\u00fcnstlerischen Erbe von Otto Dix verpflichtet, den sie 1966 zum Ehrenb\u00fcrger ernannt hatte. Anl\u00e4sslich des 100. Geburtstages des weltbekannten K\u00fcnstlers im Jahre 1991, wurde das Geburtshaus des Malers in Untermhaus als Museum er\u00f6ffnet, das in diesem Jahr bereits sein 30-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um begeht. Das Otto-Dix-Haus ist nicht nur ein Erinnerungs- und Gedenkort an den K\u00fcnstler, sondern auch ein \u00f6ffentlicher Ort der Ausstellung und Bewahrung der Geraer Dix-Sammlung &#8211; ein Ort der Bildung und der Wissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die st\u00e4ndige Pr\u00e4sentation im Geraer Otto-Dix-Haus umfasst jetzt insgesamt\u00a0 36 Gem\u00e4lde vom k\u00fcnstlerischen Jugend- und Fr\u00fchwerk bis zur altmeisterlichen Phase von Dix zum Beginn der 1940er Jahre. Die Gem\u00e4lde aus dem expressiven Sp\u00e4twerk des K\u00fcnstlers ab 1944 werden weiterhin im Nordfl\u00fcgel der Orangerie gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Zur Wiederer\u00f6ffnung des Otto-Dix-Hauses nach der Schlie\u00dfung aufgrund der Corona-Verordnungen werden sechs herausragende Dix-Gem\u00e4lde aus einer Dauerleihgabe in die st\u00e4ndige Ausstellung integriert. Die Schausammlung wird damit wesentlich erweitert. 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