{"id":15545,"date":"2021-06-20T00:30:00","date_gmt":"2021-06-19T22:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=15545"},"modified":"2021-06-19T01:22:36","modified_gmt":"2021-06-18T23:22:36","slug":"facetten-einer-residenz-im-stadtmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/06\/20\/facetten-einer-residenz-im-stadtmuseum\/","title":{"rendered":"\u201eFACETTEN EINER RESIDENZ\u201c IM STADTMUSEUM"},"content":{"rendered":"\n<p>Beeindruckende Burgen und Schl\u00f6sser gibt es viele in Deutschland. Der Osterstein war nicht nur ein Schloss, er war der Sitz einer Landesherrschaft, eine Residenz, und nimmt damit auch in der Th\u00fcringer Landesgeschichte eine herausgehobene Position ein. Das Schloss war der Ort, von dem aus rund 700 Jahre lang die Geschichte Geras und von Teilen Ostth\u00fcringens bestimmt und geleitet und, mit der Abdankung Heinrichs XXVII. am 11. November 1918, auch das Ende der reu\u00dfischen Monarchie besiegelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_085.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15547\" srcset=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_085.jpg 600w, https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_085-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_085-326x245.jpg 326w, https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_085-80x60.jpg 80w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption><em>Zu sehen ist ein Schlossmodell, welches den Zustand um 1930 zeigt. (Bild: Stadtverwaltung\/Stadtmuseum)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die neue Ausstellung im Stadtmuseum Gera erz\u00e4hlt seit dem 8. Juni 2021 anhand von rund 150 Objekten die Geschichte des Ortes und des Schlosses von der Bronzezeit bis ins 20 Jahrhundert. F\u00fcr die inhaltliche Arbeit konnten renommierte Historiker u. a. aus Dresden und Weimar gewonnen werden. So bietet die Ausstellung neue Erkenntnisse \u00fcber das Alter des Bergfrieds, die Schlosskapelle, die Bedeutung der zahlreichen Hohlwege am Osterstein und die Beseitigung der Schlossruine nach 1945.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_BILD\/ARTIKEL_061.jpg\" alt=\"\" \/><figcaption><em>Zuerst befand sich auf dem Osterstein eine bronzezeitliche Wallanlage, sp\u00e4ter eine slawische Burg. Ende des 12. Jahrhundert lie\u00dfen die V\u00f6gte von Weida an ihrer Stelle eine neue Burg errichten. In den 1560er Jahren begann der Umbau dieser Burg zu einem Renaissanceschloss. (Bild: Stadtarchiv)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit Anfang des 13. Jahrhunderts bildete die Burg auf dem Hainberg den Mittelpunkt einer Teilherrschaft der V\u00f6gte von Weida. Ein Zweig der Familie nannte sich fortan V\u00f6gte von Gera. Die V\u00f6gte oder Herren von Gera, wie sie sich seit etwa 1370 nannten, starben im Jahre 1550 aus. Trotz der schwierigen und gefahrvollen Zeit des Religionsstreits, konnte die Greizer Linie der V\u00f6gte, die Reu\u00dfen genannt, in den Folgejahren die Geraer Herrschaft f\u00fcr sich gewinnen und \u00fcbernehmen. Bereits 1564, nach einer reu\u00dfischen Landesteilung, wurde Gera erneut die \u201eHauptstadt\u201c einer Herrschaft und Schloss Osterstein der Sitz der Herren und sp\u00e4teren Grafen und F\u00fcrsten Reu\u00df j\u00fcngerer Linie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"360\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_086.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15548\" srcset=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_086.jpg 600w, https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ARTIKEL_086-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption><em>Diese Fotografie zeigt die Ruine des Schlosses um 1950. (Bild: Stadtverwaltung\/Stadtmuseum\/Paul Ge\u00dfner)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im 19. Jahrhundert wurde der Osterstein auch zum Werbetr\u00e4ger und Identifikationsort. Die Geraer waren stolz auf ihr malerisch im Wald und oberhalb der Elster gelegenes Schloss. Der Blick \u00fcber den Fluss nach Untermhaus und hinauf zum Schloss d\u00fcrfte um 1900 das h\u00e4ufigste Ansichtskartenmotiv in Gera gewesen sein. Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte den Untergang des Schlosses. Bei einem der letzten Fliegerangriffe auf Gera am 6. April 1945 wurde es von amerikanischen Bombern getroffen und brannte vollst\u00e4ndig aus. Die Ruinen wurden im Jahre 1962 zum gr\u00f6\u00dften Teil beseitigt.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Beeindruckende Burgen und Schl\u00f6sser gibt es viele in Deutschland. 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