{"id":15612,"date":"2021-06-24T16:31:16","date_gmt":"2021-06-24T14:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=15612"},"modified":"2021-06-24T16:31:18","modified_gmt":"2021-06-24T14:31:18","slug":"neuigkeiten-zur-gruenpflege-im-stadtgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/06\/24\/neuigkeiten-zur-gruenpflege-im-stadtgebiet\/","title":{"rendered":"NEUIGKEITEN ZUR GR\u00dcNPFLEGE IM STADTGEBIET"},"content":{"rendered":"\n<p>Gegenw\u00e4rtig stehen sowohl die Stadtgr\u00fcn-G\u00e4rtner als auch die beauftragten Fremdfirmen bei der Pflege der Gr\u00fcn- und Parkanlagen sowie des Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcns vor enormen Herausforderungen. Die bereits seit Wochenbeginn andauernde Hitzeperiode verlangt allen Einsatzkr\u00e4ften hohe k\u00f6rperliche Anstrengungen ab. Hinzu kommt, dass die Witterung der letzten Wochen mit Niederschl\u00e4gen und sehr milden Temperaturen zu einem enormen Vegetationsfortschritt gef\u00fchrt hat, der sich aktuell zwar abschw\u00e4cht, aber weiter anhalten wird, solange noch gen\u00fcgend Feuchtigkeit im Boden verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die regul\u00e4ren Gr\u00fcnpflegekr\u00e4fte sind derzeit alle im Einsatz und geben ihr Bestes, um den erh\u00f6hten Pflegeanforderungen gerecht zu werden. Seit 17. Juni 2021 verst\u00e4rken zus\u00e4tzlich Mitarbeiter aus dem Bereich Landschaftsbau die Arbeitsteams, um die entstandenen R\u00fcckst\u00e4nde aufzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig erfolgt bei ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen insbesondere im Stadtteil Bieblach-Ost bis zum Sp\u00e4tsommer bewusst keine Pflege. Hintergrund ist die derzeitige Bewerbung Geras am th\u00fcringenweiten Wettbewerb \u201eMehr Natur in Dorf und Stadt\u201c. Damit verbunden ist das Ziel, die Insektenvielfalt im Stadtgebiet durch die langfristige Nutzungsumstellung eines bislang \u00fcberwiegend intensiven Mahdregimes auf extensive Pflege zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher werden die kommunalen Gr\u00fcnfl\u00e4chen im Stadtgebiet Gera mehrheitlich konventionell nach wirtschaftlichen und optischen Kriterien gepflegt. Das soll sich jetzt \u00e4ndern: Am 28. Mai 2021 hat die Stadt beim Th\u00fcringer Landesamt f\u00fcr Umwelt, Bergbau und Naturschutz einen Antrag auf die Teilnahme am Projekt \u201eMehr Natur in Dorf und Stadt \u00a0\u2013 Th\u00fcringenweiter Wettbewerb zur F\u00f6rderung der Insektenvielfalt in der Kommune\u201c gestellt. Ziel ist es, mit geeigneten Ma\u00dfnahmen die insektenfreundliche, pestizidfreie Pflege und Unterhaltung von kommunalen Fl\u00e4chen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wesentlichen geht es in diesem Zusammenhang um die Nutzungsumstellung eines bislang \u00fcberwiegend intensiven Mahdregimes auf extensive Pflege. Uwe Schleicher, Leiter der Abteilung Gr\u00fcnpflege des st\u00e4dtischen Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn, erkl\u00e4rt den Unterschied: \u201eBei einem intensiven Mahdregime sprechen wir von vielen aufeinanderfolgenden Rasenschnitten innerhalb der Vegetationszeit. Bereits bei Wuchsh\u00f6hen ab zehn bis 15 Zentimeter beginnt die Bearbeitung der Fl\u00e4chen und der Zuwachs wird permanent entfernt. Damit kommen Gr\u00e4ser und Wildblumen niemals zur Bl\u00fcte. Extensive Pflege bedeutet, dass die ausgew\u00e4hlten, vorzugsweise gro\u00dfen zusammenh\u00e4ngenden Fl\u00e4chenkomplexe wie etwa zuk\u00fcnftig in Bieblach-Ost nur einmal im Jahr einer Mahd unterzogen werden. Damit k\u00f6nnen sich Gr\u00e4ser und Wildblumen ungehindert entwickeln. Das wiederum\u00a0verbessert das Mikroklima und schafft Lebensraum und Nahrung f\u00fcr unterschiedliche Insektenarten.\u201c Gleichzeitig w\u00fcrden durch die j\u00e4hrliche Mahd sogenannte \u201eSukzessionsprozesse\u201c, also das schrittweise Entstehen eines herk\u00f6mmlichen Mischwaldes verhindert.\u00a0\u201eTechnisch betrachtet kommen bei einer extensiven Pflege ganz andere Maschinen zum Einsatz. Es ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob das Gras eine Wuchsh\u00f6he von 15 Zentimeter oder von \u00fcber einem Meter hat. Daher muss unser Technikpark entsprechend erweitert werden\u201c, f\u00fchrt Uwe Schleicher weiter aus.\u00a0Eine mehrmalige Mahd auf den ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen erfolge k\u00fcnftig ausschlie\u00dflich in den etwa eine M\u00e4herbreite tiefen Randbereichen zu Gehwegen und Stra\u00dfen. Damit soll verhindert werden, dass der Bewuchs, welcher H\u00f6hen von 1,2 Meter bis 1,5 Meter erreichen kann, bei Starkregen auf die Verkehrswege f\u00e4llt. Das aktuell gemeldete Fl\u00e4chenpotential betr\u00e4gt rund 14 Hektar.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Best\u00e4tigung des Projektvorschlags kann die zur Bewirtschaftung ben\u00f6tigte Technik wie etwa Hochgras- und Gestr\u00fcppm\u00e4her um bis zu neunzig Prozent gef\u00f6rdert werden. Die Laufzeit des Programms ist auf zun\u00e4chst f\u00fcnf Jahre festgeschrieben. \u00dcber den Fortgang der Ma\u00dfnahmen erfolgen Fotodokumentationen und ein Monitoring zur Entwicklung der Artenvielfalt. Langfristiges Ziel ist es, weitere Grundst\u00fccke einzubeziehen. Mit der Entscheidung \u00fcber die Teilnahme der Stadt Gera am Wettbewerb wird im September 2021 gerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zum Projekt sind abrufbar unter &#8222;https:\/\/umwelt.thueringen.de\/themen\/natur-artenschutz\/foerderung\/mehr-natur-in-dorf-stadt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Gegenw\u00e4rtig stehen sowohl die Stadtgr\u00fcn-G\u00e4rtner als auch die beauftragten Fremdfirmen bei der Pflege der Gr\u00fcn- und Parkanlagen sowie des Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcns vor enormen Herausforderungen. 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