{"id":15756,"date":"2021-07-09T16:05:31","date_gmt":"2021-07-09T14:05:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=15756"},"modified":"2021-07-09T16:05:32","modified_gmt":"2021-07-09T14:05:32","slug":"klimawandel-ueber-verbote-und-das-ende-der-pressefreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/07\/09\/klimawandel-ueber-verbote-und-das-ende-der-pressefreiheit\/","title":{"rendered":"KLIMAWANDEL \u2014 \u00dcBER VERBOTE UND DAS ENDE DER PRESSEFREIHEIT"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist zwar die Meinung eines Einzelnen, doch sie k\u00f6nnte von Bedeutung sein. Graeme Maxton, \u00d6konom und Autor des Buches \u201eChange \u2014 Warum wir eine radikale Wende brauchen\u201c besch\u00e4ftigt sich mit der Zukunft der Menschheit und sprach bereits im Oktober 2018 in der Sendung \u201eSternstunde Philosophie\u201c des Senders SRF Kultur dar\u00fcber, was nun zu tun sei. Als Mitglied im \u201eClub of Rome\u201c entwickelt er Ideen und Handlungsvorschl\u00e4ge, die sich auf Zukunftsszenarien beziehen. Heute, zwei Jahre nach dem Gespr\u00e4ch, scheint die hier beschriebene Wende unmittelbar bevorzustehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Die d\u00fcstere Zukunft der Menschheit \u2013 Graeme | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/c9EK9X597KM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Klimakatastrophe k\u00f6nne nur verhindert werden, wenn sich Wirschaftssystem, Lebensstil und Werte \u00e4ndern. Es blieben noch zwanzig Jahre, um die Menschheit vor dem Untergang zu retten, sagt der \u201eClub of Rome\u201c, dessen Generalsekret\u00e4r Maxton bis 2018 war. In der Sendung wird er konkret: Die meisten Menschen seien nicht gewillt, ihren Lebensstil zu \u00e4ndern, sondern m\u00fcssten durch Regulierungen dazu gebracht werden. Diese Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen auch nicht nach den Spielregeln des freien Marktes erfolgen. Maxton, der einst im Bankenwesen t\u00e4tig war, spricht von einem Lebensstil wie in den 1970er oder 1960er Jahren. Nur wenige bes\u00e4\u00dfen beispielsweise ein Automobil. Denn das Wirtschaftswachstum sei die Wurzel des \u00dcbels. Dabei kritisiert er auch das sogenannte gr\u00fcne Wachstum und fordert nicht nur, dass jeder mit dem Auto j\u00e4hrlich maximal 3000 Kilometer fahren darf, sondern auch einen internationalen Strafgerichtshof f\u00fcr umweltsch\u00e4digendes Verhalten. Der Moderator bringt den Begriff \u201e\u00d6kodiktatur\u201c an, und Maxton sieht eine Situation, die eine Kriegsmentalit\u00e4t erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die andere Hauptursache f\u00fcr den Klimawandel sei das Bev\u00f6lkerungswachstum. Wenn wir dieses Problem nicht vorher l\u00f6sen, werde es die Natur tun, ist Maxton \u00fcberzeugt, und schl\u00e4gt auch ein Amt f\u00fcr Medien und deren Beaufsichtigung vor. Man m\u00fcsse dar\u00fcber so nachdenken, als w\u00fcrden wir auf einen drohenden Krieg reagieren. Die Medien m\u00fcssen dazu beitragen, den Menschen zu erkl\u00e4ren, wie notwendig diese Ver\u00e4nderungen seien. W\u00fcrden in den Nachrichten, der Werbung und den Medien dagegen beide Seiten der Argumentation pr\u00e4sentiert, verwirre das die Leute. Und das sei in dieser Situation nicht hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz seien ein guter Ort, um zu beginnen. Als Vorbild erw\u00e4hnt Maxton China. Da sie sich dort nicht um Demokratie k\u00fcmmern m\u00fcssten, k\u00f6nnten sie Ver\u00e4nderungen viel einfacher umsetzen. Die gro\u00dfe Herausforderung aber werde von mentaler Natur sein. Es sei eine amerikanische Vorstellung, dass wir ein Happy End brauchen. Tats\u00e4chlich werde das Leben in den n\u00e4chsten zwanzig Jahren schwierig werden. Der Lebensstandard werde nicht besser, die L\u00f6hne nicht steigen; man werde schwierige Entscheidungen treffen m\u00fcssen, und das Klima werde den Menschen mehr Angst einjagen. \u00dcber Aufkl\u00e4rung, Fortschritt, Freiheit, Demokratie und Eigentum m\u00fcsse neu gedacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Freiheit d\u00fcrfe nicht mit extremem Individualismus gleichgesetzt werden. Auch die Demokratie m\u00fcsse als Grundwert \u00fcberpr\u00fcft werden, denn sie sei Teil des Problems. Irgendwann in 50 Jahren w\u00fcrden sich sonst die Menschen fragen, warum China mehr f\u00fcr mehr Menschen erreicht habe, als Europa, obwohl es nicht demokratisch ist. Denn wenn wir f\u00fcr die L\u00f6sung des Klimaproblems die Zustimmung aller Menschen br\u00e4uchten, dauere es zu lange. Heute sei das demokratische System ein Hindernis f\u00fcr diese notwendigen Ver\u00e4nderungen. Man brauche eine Gruppe von Technokraten, um sie durchsetzen zu k\u00f6nnen. Der Freiheitsbegriff m\u00fcsse neu definiert werden, und das Umdenken m\u00fcsse so sein, als kehrten wir zu Wirtschaftsformen aus der R\u00f6merzeit zur\u00fcck, sagt Graeme Maxton, der einst f\u00fcr die Technologieberatung Booz Allen Hamilton, f\u00fcr die Citigroup und American Express arbeitete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Es ist zwar die Meinung eines Einzelnen, doch sie k\u00f6nnte von Bedeutung sein. 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