{"id":16244,"date":"2021-08-20T20:37:08","date_gmt":"2021-08-20T18:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16244"},"modified":"2021-08-20T20:37:09","modified_gmt":"2021-08-20T18:37:09","slug":"stadt-gera-draengt-auf-zweigleisigen-ausbau-der-mdv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/08\/20\/stadt-gera-draengt-auf-zweigleisigen-ausbau-der-mdv\/","title":{"rendered":"STADT GERA DR\u00c4NGT AUF ZWEIGLEISIGEN AUSBAU DER MDV"},"content":{"rendered":"\n<p>Die j\u00fcngste Entscheidung des Landes Th\u00fcringen gegen die Forderung der Deutschen Bahn zur Bereitstellung von rund 180 Millionen Euro f\u00fcr den zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung bedeuten aus Sicht der Stadt Gera einen empfindlichen R\u00fcckschlag f\u00fcr ihre jahrzehntelangen Bem\u00fchungen um eine bessere Anbindung Ostth\u00fcringens an den Fern- und G\u00fcterverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Michael Sonntag, Leiter des Dezernates f\u00fcr Stadtentwicklung, Bau und Umwelt \u00e4u\u00dferte sich entsprechend kritisch:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie zuk\u00fcnftige Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standortes Gera wie der gesamten Region Ostth\u00fcringen ist zu gro\u00dfen Teilen abh\u00e4ngig von einem modernen Schienenverkehr. Auch wenn es sich bei dem Entschluss nicht um eine grunds\u00e4tzliche Entscheidung gegen den Ausbau handelt und die angef\u00fchrten Gr\u00fcnde legitim sind, schafft er Unsicherheiten und tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich dazu bei, dass auf der zentralen Th\u00fcringer Achse der umweltfreundliche Schienenverkehr gegen\u00fcber dem individuellen Stra\u00dfenverkehr auf unbestimmte Zeit auch weiterhin benachteiligt bleibt. Die Mobilit\u00e4tswende ist in Deutschland in aller Munde, doch weder Freistaat noch die Deutsche Bahn handeln entsprechend der damit verbundenen Ziele. Der Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung muss f\u00fcr das Land Th\u00fcringen Priorit\u00e4t haben und wir h\u00e4tten uns hier ein anderes Signal von der Landesregierung gew\u00fcnscht, etwa indem man es zum Gemeinschaftsprojekt von Bund und Freistaat erkl\u00e4rt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Demnach habe eine Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar und G\u00f6\u00dfnitz, die bis Dezember 2028 vorgesehen ist, ohne den zweigleisigen Ausbau der Abschnitte zwischen Jena und Gera kaum nennenswerten Einfluss auf die Leistungsf\u00e4higkeit der Strecke. Erst durch ihren Ausbau w\u00e4ren die Verdichtung des Verkehrs auf der Mitte-Deutschland-Verbindung und die Anbindung an den G\u00fcterverkehr m\u00f6glich und realistisch. Bleibt die Eingleisigkeit zwischen Papierm\u00fchle und Hermsdorf sowie zwischen T\u00f6ppeln und dem Geraer Hauptbahnhof hingegen bestehen, k\u00f6nne wie bisher maximal ein Zug pro halbe Stunde und Fahrtrichtung zwischen Weimar und G\u00f6\u00dfnitz fahren. Eine Erh\u00f6hung der Taktung des Fernverkehrs ginge dann zu Lasten des Nahverkehrs (Regionalexpress und Regionalbahn). Ebenso w\u00e4re die mit der Elektrifizierung erwartete Aufnahme des G\u00fcterverkehrs nur in Schwachlastzeiten m\u00f6glich. Hinzu kommt, dass sich Versp\u00e4tungen weiterhin direkt auf den Zugverkehr der Gegenrichtung auswirken w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas wir brauchen ist eine leistungsf\u00e4hige Strecke mit G\u00fcterverkehr im stadtnahen Bereich, mit Fernz\u00fcgen, die im Zwei-Stunden-Takt zwischen Dresden und dem Ruhrgebiet \u00fcber Chemnitz, Gera und Erfurt verkehren, und mit einem eng getakteten Nahverkehr, der Pendlern Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glicht. Das geht nur mit der durchg\u00e4ngigen Zweigleisigkeit.\u201c Sonntag hat daher auch eine klare Erwartungshaltung an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger auf Landes- und Bundesebene wie auch an die Deutsche Bahn: \u201eEs ist wichtig, dass das Land Th\u00fcringen schnellstm\u00f6glich auf das Bundesverkehrsministerium zugeht und sich f\u00fcr die Finanzierung des Vorhabens stark macht. Gleichzeitig w\u00fcnschen wir uns sowohl vom Bund als auch von der Deutschen Bahn ein klares Bekenntnis zum Vorhaben und dessen Priorisierung \u2014 f\u00fcr die St\u00e4rkung des mitteldeutschen Raumes im Allgemeinen und Ostth\u00fcringens im Besonderen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den 1990er Jahren engagiert sich die Stadt Gera f\u00fcr den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar, Gera und G\u00f6\u00dfnitz. Dabei geht es um drei zentrale Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die rund 115 Kilometer lange Strecke, durch deren Realisierung die Regionen Ostth\u00fcringens und Westsachsens langfristig gest\u00e4rkt werden: der infrastrukturelle Ausbau der Strecke durch deren durchg\u00e4ngige Elektrifizierung, der zweigleisige Ausbau des Abschnittes zwischen Jena und Gera sowie die Wiederaufnahme eines eng getakteten Fernverkehrs. W\u00e4hrend die Elektrifizierung wie vorgesehen kommen soll, sind die Pl\u00e4ne zur Sicherstellung der Zweigleisigkeit derzeit gestoppt. Dies ist auf die j\u00fcngste Entscheidung des Landes Th\u00fcringen zur\u00fcckzuf\u00fchren, das die Finanzierung des Vorhabens mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro ablehnt. Begr\u00fcndet wurde dieser Entschluss unter anderem damit, dass dem Freistaat eine solche Summe nicht zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde und die Verantwortung beim Bund liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die j\u00fcngste Entscheidung des Landes Th\u00fcringen gegen die Forderung der Deutschen Bahn zur Bereitstellung von rund 180 Millionen Euro f\u00fcr den zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung bedeuten aus Sicht der Stadt Gera einen empfindlichen R\u00fcckschlag f\u00fcr <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/08\/20\/stadt-gera-draengt-auf-zweigleisigen-ausbau-der-mdv\/\" title=\"STADT GERA DR\u00c4NGT AUF ZWEIGLEISIGEN AUSBAU DER MDV\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":16246,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-16244","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-lokal"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16244","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16244"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16247,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16244\/revisions\/16247"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}