{"id":16430,"date":"2021-09-13T10:49:25","date_gmt":"2021-09-13T08:49:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16430"},"modified":"2021-09-13T11:43:02","modified_gmt":"2021-09-13T09:43:02","slug":"die-kanzlerkandidaten-beim-zweiten-gemeinsamen-auftritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/09\/13\/die-kanzlerkandidaten-beim-zweiten-gemeinsamen-auftritt\/","title":{"rendered":"DIE KANZLERKANDIDATEN BEIM ZWEITEN GEMEINSAMEN AUFTRITT"},"content":{"rendered":"\n<p>Beim zweiten TV-Triell der Kanzlerkandidaten Baerbock, Scholz und Laschet, dominierten erwartungsgem\u00e4\u00df gegenseitige Anw\u00fcrfe und Vorhaltungen, wobei diese am h\u00e4ufigsten zwischen Laschet und Scholz zu beobachten waren, und hier wiederum \u00fcberwiegend von Armin Laschet ausgehend. Zukunftsbezogen \u00e4u\u00dferte sich am h\u00e4ufigsten Annalena Baerbock. Allerdings war das in der 95-min\u00fctigen Sendung behandelte Themenspektrum recht klein. Nicht angesprochen wurden beispielsweise die Europa-, Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, das Thema Afghanistan. Auch die zu erwartenden Auswirkungen der weitreichenden Vorhaben Klimaschutz und Digitalisierung auf die Arbeitswelt und Lebensumst\u00e4nde wurden nicht thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Annalena Baerbock, B\u00fcndnis 90&#8217;Die Gr\u00fcnen, schloss eine Regierungskoalition mit der Linkspartei nicht aus, strebt aber eine f\u00fchrende Rolle an. Sie spricht sich f\u00fcr verpflichtende Tests am Arbeitsplatz aus, sowie f\u00fcr eine Impfpflicht f\u00fcr bestimmte Berufsgruppen. Die Digitalisierung will sie zusammen mit dem Klimaschutz zur Chefsache machen. Letzteres werde eine &#8222;riesengro\u00dfe Kraftanstrengung&#8220; f\u00fcr die Gesellschaft. Deshalb wollten die Gr\u00fcnen j\u00e4hrlich 50 Milliarden Euro zus\u00e4tzlich investieren, zum Beispiel in die Infrastruktur, dem Eisenbahnausbau und Windkraftanlagen. Die sogenannte Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Krankenversicherung will Baerbock beenden und schl\u00e4gt eine B\u00fcrgerversicherung vor. Was die Gesundheit anbelangt, soll die Vorsorge st\u00e4rker in den Blick genommen werden. Bezogen auf steigende Mieten bef\u00fcrwortet sie Obergrenzen mit Festlegungen auf Bundesebene. Das Problem der leeren Rentenkassen k\u00f6nne mit einer Fachkr\u00e4ftezuwanderung gel\u00f6st werden. Zudem will sie die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer pr\u00fcfen und gegen Geldw\u00e4sche vorgehen, zum Beispiel durch Beschr\u00e4nkungen von Bargeldzahlungen beim Kauf einer Immobilie.<\/p>\n\n\n\n<p>Olaf Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, wollte eine Koalition der Linkspartei nicht ausschlie\u00dfen; Bedingung f\u00fcr eine Zusammenarbeit sei unter anderem ein klares Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft und gemeinsamen Auslandseins\u00e4tzen mit der EU und der UN. Angesprochen auf die Razzia beim Bundesfinanzministerium warf er Armin Laschet vor, wohlweislich einen falschen Eindruck erwecken zu wollen. Bei verpflichtenden Corona-Tests am Arbeitsplatz f\u00fcrchtet Scholz f\u00fcrchtet Scholz, das Menschen dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren k\u00f6nnten. Freiwillige Testungen seien ausreichend. Eine Impfpflicht lehnt er ab, rief jedoch dazu auf, sich impfen zu lassen. Den \u00f6ffentlichen Gesundheitsdienst will er besser und moderner aufstellen. Bei der Bepreisung von Kohlenstoffdioxid erachtet Scholz eine moderate Bepreisung als sinnvoll. Denn wegen steigender Kraftstoffpreise werde sich niemand unversehens ein neues Fahrzeug kaufen. Die klimaziele seien erreichbar, wenn mit dem bisherigen Tempo weiter an der Umsetzung gearbeitet werde. Am wichtigsten sei hier die Umstellung der Industrie, da sie k\u00fcftig sehr viel mehr Elektrizit\u00e4t ben\u00f6tigen werde. Wie Baerbock bef\u00fcrwortet auch Scholz eine B\u00fcrgerversicherung, um die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Bereich der Krankenversicherungen zu beenden. Einen Mietendeckel nach Berliner Vorbild lehnt er ab. Er kann sich jedoch ein sogenanntes Mietmoratorium vorstellen, wobei die Entwicklung der Mietpreise an der Inflationsrate orientieren soll. Bezogen auf die Rentenzahlungen versprach er stabile Leistungen auch f\u00fcr Geringverdiener. In seinen Abschlussworten sprach er davon, den &#8222;menschengemachten Klimawandel&#8220; aufhalten zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Armin Laschet, CDU, sagte, die Union werde keinesfalls mit der Linkspartei oder der AFD koalieren. Anschlie\u00dfend \u00e4u\u00dferte sich mit Blick auf Olaf Scholz zur Razzia beim Bundesfinanzministerium und warf ihm unter anderem vor, versagt zu haben. Auch Laschet lehnt eine Impfpflicht ab, ruft aber ebenfalls dazu auf, sich impfen zu lassen. Er wolle ein Digitalisierungsministerium einrichten und setzt auf Innovation und Forschung, was den Klimaschutz anbetrifft. Hier solle es nicht um Gesetze, Verbote und Vorschriften gehen, sondern es m\u00fcsse eine Dynamik entstehen, durch welche jeder Lust daran versp\u00fcrt, etwas neues entstehen zu lassen. Die angesprochene B\u00fcrgerversicherung betreffend meinte Laschet, dass alle L\u00e4nder mit dieser einheitlichen Regelung ein schlechteres Gesundheitssystem h\u00e4tten. Der Vorschlag sei deshalb abwegig. Er verteidigte das gegenw\u00e4rtige System, bestehend aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Beim zweiten TV-Triell der Kanzlerkandidaten Baerbock, Scholz und Laschet, dominierten erwartungsgem\u00e4\u00df gegenseitige Anw\u00fcrfe und Vorhaltungen, wobei diese am h\u00e4ufigsten zwischen Laschet und Scholz zu beobachten waren, und hier wiederum \u00fcberwiegend von Armin Laschet ausgehend. 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