{"id":16448,"date":"2021-09-13T22:28:27","date_gmt":"2021-09-13T20:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16448"},"modified":"2021-09-13T22:46:03","modified_gmt":"2021-09-13T20:46:03","slug":"rund-3000-besucher-am-tag-des-offenen-denkmals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/09\/13\/rund-3000-besucher-am-tag-des-offenen-denkmals\/","title":{"rendered":"RUND 3000 BESUCHER AM TAG DES OFFENEN DENKMALS"},"content":{"rendered":"\n<p>Beim diesj\u00e4hrigen Tag des offenen Denkmals nutzten rund 3000 Menschen die M\u00f6glichkeit sich \u00fcber Architekturgeschichte in Gera zu informieren. Bereits zur Er\u00f6ffnung am Vormittag hatten sich dutzende Interessierte im Ehrenhof des ehemaligen Reu\u00dfischen Regierungsgeb\u00e4udes eingefunden, wo Oberb\u00fcrgermeister Julian Vonarb den Tag offiziell er\u00f6ffnete. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung dankte der Oberb\u00fcrgermeister all den Denkmaleigent\u00fcmern, die sich f\u00fcr den Erhalt wertvoller Bausubstanz in Gera stark machen: \u201eIch freue mich, den Tag des Offenen Denkmals heute hier vor dieser eindrucksvollen Kulisse er\u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Mit der Teilnahme der Stadt an diesem Aktionstag wollen wir die Bedeutung des Denkmalschutzes st\u00e4rker in das \u00f6ffentliche Bewusstsein r\u00fccken. F\u00fcr Nicht-Fachleute ist dieser Tag eine wunderbare M\u00f6glichkeit, gro\u00dfe und kleine Perlen des kulturellen Erbes unserer Stadt unter fachkundiger F\u00fchrung kennenzulernen. Damit verbunden ist aber auch das Ansinnen, die herausragenden Leistungen von Eigent\u00fcmern in Gera zu w\u00fcrdigen.\u201c Bis 17 Uhr konnten Interessierte eine Vielzahl baukulturelle Denkm\u00e4ler der Stadt besichtigen \u2013 unter ihnen das Sandsteinportal am Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus in der Gro\u00dfen Kirchstra\u00dfe sowie das Fachwerkhaus Gries 5 in Gera Untermhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Sandsteinportal des ehemaligen Hauses Buttermann in der Gro\u00dfen Kirchstra\u00dfe geh\u00f6rt mit seinem reich gegliederten Zierrahmen und dem fig\u00fcrlichen Schmuck zu den opulentesten sp\u00e4tbarocken Portalen in Mitteldeutschland. Bedeutend ist das Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus in der N\u00e4he des Geraer Marktes auch wegen der beispiellosen Gr\u00f6\u00dfe und Formgebung der Gesamtkomposition des Portals.&nbsp;Die beiden Gro\u00dfplastiken \u00fcber dem Dreiecksgiebel von 1721 \u2013 Merkur, der Gott der Kaufleute, und Fortuna, Sinnbild f\u00fcr \u00dcberfluss und Reichtum \u2013 sind in allen Details weitgehend ohne gro\u00dfe sichtbare M\u00e4ngel erhalten geblieben. Dennoch besteht aufgrund der zunehmenden Sch\u00e4den und Abplatzungen an den Pilastern des Portals dringender Instandsetzungsbedarf. \u201eDie Bewahrung des wertvollen Portals als wichtiges Zeugnis der barocken Ausstattung Geras ist f\u00fcr uns Auftrag und Verm\u00e4chtnis zugleich. Deshalb freuen wir uns, dass der F\u00f6rderantrag beim Th\u00fcringer Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie f\u00fcr den hohen denkmalpflegerischen Mehraufwand bewilligt wurde\u201c, so Sabine Schellenberg, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde der Stadt. Zuletzt hatte sich der Baubeginn verz\u00f6gert.<\/p>\n\n\n\n<p>Am sogenannten slawischen Rundling im Gries im heutigen Stadtteil Untermhaus ist ein wertvolles Geb\u00e4ude aus dem fr\u00fchen 17. Jahrhundert erhalten. Bei dem um 1606\/1607 errichteten Fachwerkhaus handelt es sich um ein ehemaliges Umgebindehaus, ein\u00a0besonderer Haustyp, der Blockbau-, Fachwerk- und Massivbauweise miteinander verbindet.\u00a0Der Anbau mit Treppenturm erfolgte 1650. Im westlichen Teil befindet sich ein gro\u00dfer Gew\u00f6lbekeller mit einem Eingang, der mit Sandsteingew\u00e4nden aus der Renaissance eingefasst ist. Nach langem Leerstand wird das Geb\u00e4ude seit 2019 instand gesetzt. Dabei mussten unter anderem ein gro\u00dfer Teil der Au\u00dfenw\u00e4nde neu erstellt werden. Eine Besonderheit im Fachwerkgeb\u00e4ude sind die bemalten Decken im Erd- und Obergeschoss. F\u00fcr ihre holzrestauratorische und farbrestauratorische Bearbeitung wurden nun F\u00f6rdermittel vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie bewilligt. Sabine Schellenberg zeigt sich \u00fcber diese j\u00fcngsten Entwicklungen erleichtert: \u201eDas war Rettung in letzter Minute. Ein gro\u00dfes Dankeschsch\u00f6n gilt Silvio Dietsch, der sich mit viel Engagement der Erhaltung des Fachwerkhauses widmet und auch selbst viel dort arbeitet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 j\u00e4hrlich im September statt und wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days, einer Initiative des Europarats. An diesem Aktionstag k\u00f6nnen auch Kulturdenkmale, die \u00fcblicherweise nicht f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich sind, besucht werden. Damit soll auf die reiche Denkmallandschaft Deutschlands und die wertvolle Arbeit des Denkmalschutzes aufmerksam gemacht werden. In diesem Sinne \u00f6ffnen auch in Gera jedes Jahr im September zahlreiche Kultursch\u00e4tze ihre Pforten. 2019 konnten Interessierte unter anderem die Geb\u00e4ude der ehemaligen Woll- und Seidenweberei Schulenburg und Bessler und der Sch\u00e4ferschen Klinik sowie zahlreiche Wohnh\u00e4user im Bauhausstil\u00a0besichtigen.\u00a02020 fand der Aktionstag wegen der Corona-Einschr\u00e4nkungen im Datennetz und in deutlich reduzierter Form statt.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Beim diesj\u00e4hrigen Tag des offenen Denkmals nutzten rund 3000 Menschen die M\u00f6glichkeit sich \u00fcber Architekturgeschichte in Gera zu informieren. Bereits zur Er\u00f6ffnung am Vormittag hatten sich dutzende Interessierte im Ehrenhof des ehemaligen Reu\u00dfischen Regierungsgeb\u00e4udes eingefunden, <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/09\/13\/rund-3000-besucher-am-tag-des-offenen-denkmals\/\" title=\"RUND 3000 BESUCHER AM TAG DES OFFENEN DENKMALS\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":3,"featured_media":16451,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":{"0":"post-16448","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kultur"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16448"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16448\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16453,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16448\/revisions\/16453"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}