{"id":16516,"date":"2021-09-20T09:01:00","date_gmt":"2021-09-20T07:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16516"},"modified":"2021-09-19T11:18:09","modified_gmt":"2021-09-19T09:18:09","slug":"archaeologie-zwischen-johannisplatz-und-stadtgraben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/09\/20\/archaeologie-zwischen-johannisplatz-und-stadtgraben\/","title":{"rendered":"ARCH\u00c4OLOGIE ZWISCHEN JOHANNISPLATZ UND STADTGRABEN"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine Voraussetzung f\u00fcr den Bau des Campus war eine arch\u00e4ologische Ausgrabung vor Baubeginn. Mit der Grabung konnte erstmals ein Quartier im Bereich der Altstadt vollst\u00e4ndig arch\u00e4ologisch untersucht werden. Die thematische Studioausstellung im Stadtmuseum, welche vom 12. September bis 28. November 2021 besucht werden kann, wurde vom Th\u00fcringischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie konzipiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten arch\u00e4ologischen Funde wurden im Jahre 1884 beim Abbruch des alten Gymnysiums geborgen. F\u00fcr die Arch\u00e4ologen waren die j\u00fcngsten Grabungen besonders bedeutsam, da das Gebiet zwischen der ehemaligen Kirche St. Johannis und der sogenannten \u201eH\u00e4selburg\u201c als ein wichtiger Ausgangspunkt der Stadtentwicklung gilt. Der Fund eisenzeitlicher Keramikscherben beeindruckte, da diese von einer Siedlung rund 500 Jahre vor Christus zeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im zehnten Jahrhundert gr\u00fcndeten Menschen auf diesem Gel\u00e4nde erneut ein Dorf, das zum Ausgangspunkt der Stadtentstehung im 13. Jahrhundert wurde. Erste st\u00e4dtische Siedlungsstrukturen wurden f\u00fcr das 13. Jahrhundert mit Mauern und Kellergruben dokumentiert. Nachgewiesen werden konnte auch ein Altarm der Wei\u00dfen Elster, welcher vom Bereich des heutigen Kulturhauses \u201eH\u00e4selburg\u201c zur Gr\u00fcnfl\u00e4che \u201eVogelinsel\u201c verlief. Etwa um 1200 begann man, Erde abzutragen. Diese wurde \u00fcber den damals vorhandenen relativ steilen Elsterhang verkippt, wodurch ein ebener Bauplatz geschaffen und das Plateau erweitert werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt zudem Hinweise auf eine romanische Dorfkirche. In einer Urkunde des Bischofs Engelhard von Naumburg, ausgestellt am 5. Oktober 1234, wird erstmals eine Pfarrkirche St. Johannis genannt. Gem\u00e4\u00df einer Urkunde aus dem Jahre 1238 war sie Johannes dem T\u00e4ufer geweiht. 1450 im s\u00e4chsichen Bruderkrieg zerst\u00f6rt, begann 1467 ihr Wiederaufbau im Stile der Sp\u00e4tgotik. Nach der Fertigstellung im Jahre 1488 wurde sie schlie\u00dflich neu geweiht. Es folgte ein Brand am 14. April 1639, verursacht durch schwedische Soldaten, welche in den Scheunen vor den Stadttoren Feuer gelegt hatten. Dieses griff auf die Stadt \u00fcber und zerst\u00f6rte 110 H\u00e4user und die Kirche. Die Gottesdienste wurden daraufhin zwei Jahre lang im Rittersaal des Kanzleigeb\u00e4udes abgehalten. Unmittelbar nach dem Brand wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, sodass am 2. Mai 1641 in dem noch nicht ganz fertiggestellten Geb\u00e4ude der erste Gottesdienst stattfinden konnte. 1780 fiel sie schlie\u00dflich dem gro\u00dfen Stadtbrand zum Opfer. Wegen Einsturzgefahr wurde ein Teil der Brandruine im Jahre 1805 abgerissen, und bis 1824 alle wesentlichen Reste. Aus den \u00fcbriggebliebenen Fundamenten dieses zerst\u00f6rten Bauwerkes konnten beeindruckende Werksteine des Vorg\u00e4ngerbaus geborgen werden. Auch zum Regierungsgeb\u00e4ude aus dem 18. Jahrhundert, dem ehemaligen Sitz des reu\u00dfischen Landtages, brachte die arch\u00e4ologische Untersuchung neue Erkenntnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ummauerte Bauwerk an der S\u00fcdwestecke der damaligen Stadt, welches den Eindruck einer Burg erweckte und sp\u00e4ter als Altes Schloss bzw. Stadtschloss bezeichnet wurde, war einst der Amtssitz des vom Stift Quedlinburg eingesetzten Schulthei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLEN: STADTVERWALTUNG\/STADTARCHIV\/BIBLIOTHEK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Eine Voraussetzung f\u00fcr den Bau des Campus war eine arch\u00e4ologische Ausgrabung vor Baubeginn. Mit der Grabung konnte erstmals ein Quartier im Bereich der Altstadt vollst\u00e4ndig arch\u00e4ologisch untersucht werden. 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