{"id":16812,"date":"2021-10-20T12:33:05","date_gmt":"2021-10-20T10:33:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16812"},"modified":"2021-10-20T12:39:57","modified_gmt":"2021-10-20T10:39:57","slug":"40-jahre-kultur-und-kongresszentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/10\/20\/40-jahre-kultur-und-kongresszentrum\/","title":{"rendered":"40 JAHRE KULTUR- UND KONGRESSZENTRUM"},"content":{"rendered":"\n<p>Vierzig Jahre alt ist das Kultur- und Kongresszentrum am 2. Oktober 2021 geworden. Das Jubil\u00e4um des \u201eHauses der Kultur\u201c, wie sich die Einrichtung fr\u00fcher nannte, wurde am 13. Oktober intern mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten gefeiert. Zugleich erschien das Architekturbuch \u201eHdK \u2014 Haus der Kultur Gera\u201c. Eine \u00f6ffentliche Jubil\u00e4umsveranstaltung ist f\u00fcr April 2022 geplant.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unsere Rubrik \u201eRegionalkunde\u201d haben wir einmal nachgeschaut, wie vor 40 Jahren \u00fcber die Er\u00f6ffnung des Hauses der Kultur in den Zeitungen berichtet wurde. Nachfolgend finden Sie eine Chronik, Artikel aus den Zeitungen \u201eVolkswacht\u201c, \u201eWochenpost\u201c und \u201eTh\u00fcringer Neueste Nachrichten\u201c sowie weitere Angaben zum gr\u00f6\u00dften Veranstaltungshaus Ostth\u00fcringens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1977<\/strong><br>Auf dem Gel\u00e4nde beginnen die Bauarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1978<\/strong><br>Der Grundstein wird gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Oktober 1981<\/strong><br>Das Haus der Kultur wird mit der Er\u00f6ffnungsgala \u201eHerzlich willkommen\u201c den Geraer B\u00fcrgern \u00fcbergeben. Diese Veranstaltung war auch die erste Eigenproduktion. Eine Besonderheit des Hauses waren die eigenen Werkst\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>31. Oktober 1981<\/strong><br>Die erste Fernsehproduktion \u201eEin Kessel Buntes\u201c findet statt. In den Jahren darauf folgten der \u201eTh\u00fcringer Bauernmarkt\u201c und \u201eZwischen Fr\u00fchst\u00fcck und G\u00e4nsebraten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00e4rz 1982<\/strong><br>Das Frauenmagazin \u201eKompliment f\u00fcr Sie\u201c startet. Es ist die erfolgreichste Fernsehproduktion des Hauses der Kultur. Auch die anderen Produktionen erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit, zum Beispiel die \u201eShows\u201c in den Jahren 1981 bis 1989, die j\u00e4hrlichen \u201eWeihnachtsrevuen\u201c, \u201eVerliebt in meine Stadt\u201c, \u201eTh\u00fcringer Kirmes\u201c, \u201eOstercocktails\u201c und \u201eDisko, Daten, Dimensionen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>30. April 1982<\/strong><br>Die Studiob\u00fchne \u201eTreffpunkt\u201c wird er\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. bis 6. Februar 1983<\/strong><br>Das Festival \u201eGoldener Spatz\u201c findet zum ersten Mal im Haus der Kultur statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1987<\/strong><br>Die gesellschaftskritische \u201eTreffpunkt\u201c-Reihe \u201eKlartext\u201c wird ins Leben gerufen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>November 1989 bis M\u00e4rz 1990<\/strong><br>Das Diskussionsforum \u201eDialoge\u201c findet im gro\u00dfen Saal statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00e4rz 1991<\/strong><br>Das Haus der Kultur wird umbenannt in \u201eKultur- und Kongresszentrum\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr\u00fchjahr 1992<\/strong><br>F\u00fcr den I. Geraer Autofr\u00fchling wird auch das Kultur- und Kongresszentrum genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>August 1992<\/strong><br>Die I. Geraer Gesundheitstage finden im Kultur- und Kongresszentrum statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>seit 1996<\/strong><br>Die Handwerkskammer Ostth\u00fcringen nutzt das Haus f\u00fcr die j\u00e4hrlich stattfindende Meisterfreisprechung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>seit 1996<\/strong><br>Zum Veranstaltungsplan geh\u00f6ren ein Reisemarkt und eine Urlaubsmesse.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>seit 1997<\/strong><br>Die Bildungsmesse \u201eBerufe aktuell\u201c der IHK Ostth\u00fcringen wird j\u00e4hrlich im Kultur- und Kongresszentrum veranstaltet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>November 2006<\/strong><br>Die Geraer Gesundheitstage erleben ihre 15. Auflage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2007<\/strong><br>Das Haus geh\u00f6rt nun zum Eigenbetrieb Kultur- und Veranstaltungsmanagement.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_BILD\/volkswacht.gif\" alt=\"\" \/><figcaption>Samstag, 3. Oktober 1981<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Das Haus der Kultur in Gera gestern festlich er\u00f6ffnet<\/strong><\/p><p>St\u00e4tte der Kultur und der Lebensfreude f\u00fcr die Werkt\u00e4tigen \u00fcbergeben \/ Ausdruck der guten Bilanz unserer Politik zum Wohle des Volkes \/ Kurt Hager und Herbert Ziegenhahn bei der Er\u00f6ffnung herzlich begr\u00fc\u00dft \/ Bauarbeiter erste G\u00e4ste der Er\u00f6ffnungsveranstaltung<\/p><p>In der Bezirksstadt wurde gestern das Haus der Kultur seiner Bestimmung \u00fcbergeben. Die Er\u00f6ffnung wenige Tage vor dem 32. Geburtstag unserer Republik und im Jahr des X. Parteitages ist ein Ausdruck unserer guten Bilanz, die auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens unter F\u00fchrung der Partei der Arbeiterklasse erzielt wurde. Das moderne und zweckm\u00e4\u00dfige Haus der Kultur ist Zeugnis unserer erfolgreichen, auf das Wohl des Volkes und die Sicherung des Friedens gerichteten Politik. Hier wurde eine St\u00e4tte geschaffen, in der alle Werkt\u00e4tigen und B\u00fcrger hervorragende M\u00f6glichkeiten des Erlebens und Mitgestaltens unserer lebensbejahenden Kultur und Kunst haben, eine St\u00e4tte des politischen und gesellschaftlichen Lebens der Arbeiterklasse und aller Werkt\u00e4tigen, der Bildung, des Frohsinns und der Freude, ein Haus der Werkt\u00e4tigen. Die Bauarbeiter und Werkt\u00e4tige aus Gera und dem Bezirk waren auch die ersten G\u00e4ste des Hauses. Herzlich begr\u00fc\u00dften sie bei der Er\u00f6ffnungsveranstaltung in ihrer Mitte Kurt Hager, Mitglied des Politb\u00fcros und Sekret\u00e4r des Zentralkomitees der SED; Herbert Ziegenhahn, Mitglied des Politb\u00fcros und 1. Sekret\u00e4r der Bezirksleitung Gera der SED; Ursula Ragwitz, Mitglied des Zentralkomitees, Leiter der Abteilung Kultur des ZK der SED; die Mitglieder des Sekretariats der Bezirksleitung; Karlheinz Fleischer, Vorsitzender des Rates des Bezirkes; Karl Schmiechen, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Bauwesen; Kurt L\u00f6ffler, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Kultur; W. I. Kutusow, amtierender Generalkonsul der UdSSR in Karl-Marx-Stadt, und Oberst Krylow vom Gardegro\u00dfverband Nohra der sowjetischen Streitkr\u00e4fte.<\/p><p>Die \u00dcbergabe des Hauses der Kultur an die Werkt\u00e4tigen der Stadt und des Bezirkes Gera gestaltete sich zu einem stimmungsvollen gesellschaftlichen Ereignis in unserer Bezirksstadt. Hunderte Geraer Einwohner hatten sich zu den fr\u00f6hlichen Kl\u00e4ngen des Bezirksmusikkorps der FDJ auf dem mit Springbrunnen, Plastiken und Gr\u00fcnfl\u00e4chen gestalteten Platz vor dem Haus der Kultur eingefunden, wo sie gemeinsam mit den Bauschaffenden der feierlichen Schl\u00fcssel\u00fcbergabe beiwohnten. Den Weihespruch trug der Maurerbrigadier Frank F\u00fclle vor. Er \u00fcbergab damit im Namen all der erfahrenen und flei\u00dfigen Erbauer das im Herzen unserer traditionsreichen Arbeiterstadt errichtete neue Bauwerk. Die Bauschaffenden haben ihren Auftrag termingerecht und in hoher Qualit\u00e4t erf\u00fcllt. Mit dem symbolischen Schl\u00fcssel wurde die Verpflichtung an den Direktor Peter Voigt und alle Mitarbeiter des Hauses der Kultur weitergegeben, nun ihrerseits alles zu tun, damit diese neue, sch\u00f6ne kulturelle Einrichtung im Sinne der Beschl\u00fcsse des X. Parteitages tagt\u00e4glich zur Freude und Erbauung der Werkt\u00e4tigen mit Leben erf\u00fcllt wird. Peter Voigt dankte im Namen der Mitarbeiter des Hauses, der Bauarbeiter und Werkt\u00e4tigen der Partei der Arbeiterklasse f\u00fcr ihre gute Politik zum Wohle des Volkes, die den Bau des Hauses der Kultur erst m\u00f6glich machte, und bat Genossen Kurt Hager unter dem Beifall der Versammelten, diesen Dank Genossen Erich Honecker und dem Zentralkomitee der SED zu \u00fcbermitteln.<\/p><p>Das Haus der Kultur wird sich im Ensemble der anderen kulturellen und k\u00fcnstlerischen Einrichtungen der Stadt und des Bezirkes Gera zu einem politischen und geistig-kulturellen Zentrum der Werkt\u00e4tigen entwickeln: Mit seinen vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen und den vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten kultureller und k\u00fcnstlerischer Selbstbet\u00e4tigung bietet es allen Werkt\u00e4tigen, allen B\u00fcrgern \u2014 ob jung oder alt \u2014 ein reiches Erlebnis- und Bet\u00e4tigungsfeld. Einen Eindruck von der Vielschichtigkeit der Veranstaltungen und Bildungsm\u00f6glichkeiten gaben bereits die sich der feierlichen Schl\u00fcssel\u00fcbergabe anschlie\u00dfenden ersten Veranstaltungen, die ausschlie\u00dflich all den Werkt\u00e4tigen vorbehalten waren, die mit Leidenschaft, Ideenreichtum und Sch\u00f6pferkraft am Entstehen und Vollenden dieses Bauwerks pers\u00f6nlichen Anteil haben.<\/p><p>Verdiente W\u00fcrdigung und Anerkennung ihrer Leistungen kam auch in der Festansprache zum Ausdruck, die Karlheinz Fleischer, Vorsitzender des Rates des Bezirkes, hielt. Unsere uneingeschr\u00e4nkte Hochachtung geb\u00fchrt allen flei\u00dfigen Bauschaffenden, so erkl\u00e4rte er, den Bau- und Montagearbeitern, den Meistern, Ingenieuren, Architekten, den Werkt\u00e4tigen aller Industriezweige und Zulieferbetriebe sowie den Bauleuten aus den St\u00e4dten Gera und Jena und aus den Kreisen unseres Bezirkes. Eine ausgezeichnete Arbeit haben auch die 25 bildenden K\u00fcnstler aus der Republik und dem Bezirk Gera vollbracht, die mit der Wandgestaltung des Foyers ein eindrucksvolles Kunstwerk geschaffen haben. Unser herzlicher Dank gilt vor allem den Mitarbeitern des Kollektivs der Aufbauleitung und seinem Leiter, Genossen J\u00fcrgen Behrens.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>DAS KUK IN ZAHLEN<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gesamtbesucherzahl von 1981 bis 2011: 7,3 Millionen<\/li><li>Veranstaltungen bis 2011: 8500<\/li><li>Besch\u00e4ftigte 1981: 180<\/li><li>Besch\u00e4ftigte 2011: 23<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.studiogera.de\/001_BILD\/wochenpost.gif\" alt=\"\" \/><figcaption>Freitag, 16. Oktober 1981 \u2014 Heft 42<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Was des Volkes H\u00e4nde schufen<\/strong><\/p><p>Am 2. Oktober 1981, Punkt 16 Uhr, \u00fcbergab der Maurerbrigadier Frank F\u00fclle in einem kurzen feierlichen Akt den Schl\u00fcssel zum Haus der Kultur in Gera an Genossen Peter Voigt, den Direktor. Hunderte von Geraern hatten sich dazu auf dem Zentralen Platz eingefunden. Ihr Beifall galt den Erbauern, galt dem Mitglied des Politb\u00fcros und Sekret\u00e4r des ZK der SED, Kurt Hager, dem 1. Sekret\u00e4r der SED-Bezirksleitung Gera, Herbert Ziegenhahn \u2014 Repr\u00e4sentanten der Partei, deren Politik zum Wohl des Volkes mit dem sch\u00f6nen und zweckm\u00e4\u00dfigen Haus im Zentrum der traditionsreichen Arbeiterstadt ein weiteres Mal sichtbaren Ausdruck fand.<\/p><p>Frank F\u00fclle \u2014 f\u00fcnfundzwanzig Jahre alt, nach einer Lehre als Baufacharbeiter mit Abitur im W\u00e4rmeger\u00e4tewerk Elsterberg t\u00e4tig, seit sechs Monaten an der Spitze einer Initiativbrigade beim Bau des Hauses der Kultur, am Tage vor der Schl\u00fcssel\u00fcbergabe ausgezeichnet als Aktivist der sozialistischen Arbeit\u2026 Warum war gerade ihm die Ehre zuteil geworden, das Werk der Bauleute symbolisch denen zu \u00fcbergeben, die es mit Leben f\u00fcllen sollen?<br>Auf unsere Frage hob Frank die Schultern. Er hatte seine Arbeit gemacht. Er war gemeinsam mit den anderen mit allen Schwierigkeiten fertig geworden \u2014 ob nun Material nicht zur rechten Zeit am rechten Fleck lag oder ob es Unstimmigkeiten in der Brigade gab. Er hatte bei alledem nicht auf die Uhr geschaut, mit seinen M\u00e4nnern gearbeitet, bis die jeweilige Aufgabe gel\u00f6st war. Und solche wie ihn hatte es viele gegeben.<\/p><p>Sie waren aus allen Kreisen des Bezirkes Gera gekommen. Zu Sonderschichten am Wochenende, f\u00fcr vierzehn Tage zun\u00e4chst, und als sich das als nicht effektiv erwies, f\u00fcr ein Vierteljahr und l\u00e4nger \u2014 freigestellt von ihren Betrieben. Auch was dort geleistet wurde, um mit jeweils zwei, drei Kollegen weniger die anstehenden Arbeiten durchzuf\u00fchren, die Pl\u00e4ne zu erf\u00fcllen, geh\u00f6rt zur Baugeschichte des Hauses der Kultur.<\/p><p>Die Kollegen der Bauabteilung in der Stahlgie\u00dferei Silbitz hatten ihren stellvertretenden Brigadier Ernst Arnold nach Gera deligiert. Das sist einer, der an seiner Arbeit h\u00e4ngt. Der mauert, Ger\u00fcste baut, D\u00e4cher deckt. Der wei\u00df, was seine Arbeit wert ist, und entsprechend arbeitet, der unter seinen H\u00e4nden vielerlei fertigwerden sah und, wenn er durchs Werk geht, entsprechende Freude daran hat. Dreifacher Aktivist. F\u00fcr so einen war das Haus der Kultur eine Herausforderung. \u201eVor der Arbeit habe ich mich nie gef\u00fcrchtet\u201d, sagte er, und Arbeit gab&#8217;s f\u00fcr ihn und seine Brigade: Fundamente mu\u00dften gemauert, Treppenh\u00e4user geputzt, Fahrst\u00fchle eingebaut werden, es mussten Vorarbeiten f\u00fcr Klempner, Heizungsmonteure, Stahlbauer geleistet werden. Ein Vierteljahr lang versetzte er beim Bau der L\u00fcftersch\u00e4chte 1000 bis 1500 Steine pro Schicht\u2026 \u2014 \u201eWir machten alles, was nottat!\u201d<\/p><p>Aber zur Arbeit geh\u00f6rte mehr: Partei- und Aufbauleitung hatten mit Nachdruck darauf orientiert, so billig wie irgend m\u00f6glich zu bauen. F\u00fcr Ernst Arnold und seine Brigade hie\u00df das: Was an Masse geliefert wird, wird auch verbaut \u2014 keine Schluderei! Wo Schwierigkeiten auftreten, werden sie sofort gel\u00f6st, aus eigener Kraft oder, wenn n\u00f6tig, mit Hilfe von Partei- und Aufbauleitung \u2014 keine Zeitvergeudung! Nicht jeder, der zur Baustelle Haus der Kultur kam, war diese Disziplin, das hohe Bautempo gew\u00f6hnt \u2014 der Brigadier mu\u00dfte dranbleiben, mu\u00dfte deutlich werden, wenn der eine oder andere nicht mitzog. \u201eAber die meisten zogen durch!\u201d sagt Ernst Arnold. Der Meisterbereich Lux mit den Brigaden Arnold und Wilschewski kam im Komplexwettbewerb im 2. Quartal 1981 auf Platz 1. Ernst Arnold wurde am 6. Oktober 1981 mit der Verdienstmedaille der DDR geehrt.<\/p><p>Jeden Donnerstag sa\u00dfen die Mitarbeiter und Brigadiere um den Tisch von J\u00fcrgen Behrens, dem Direktor der Aufbauleitung. Erhielten ihre Auftr\u00e4ge, brachten Probleme zur Sprache. Von allem, was sie aus den Beratungen mitnahmen, war eins das vielleicht wichtigste, wirkt eins am l\u00e4ngsten nach: das Beispiel des ersten Mannes auf dem Bau. \u201eWir besch\u00e4ftigen uns nicht damit, warum was nicht geht, sondern damit, wie es geht!\u201d sagt J\u00fcrgen Behrens. Das sagt sich leicht hin. Aber hinter den Worten des Genossen Behrens stehen zweiunddrei\u00dfig Jahre Erfahrung im Bauwesen \u2014 als j\u00fcngster Direktor eines Betriebes im BMK Nord in Rostock, wo damals der \u00dcberseehafen, das Faserplattenwerk Ribnitz-Damgarten entstanden, die Warnowwerft und das Fischkombinat ausgebaut wurden, 1972 bis 1976 als Auftragsleiter in Zawierce, wo eine deutsch-polnische Baumwollspinnerei errichtet wurde, dann als Bauleiter der Zellstoff-Fabrik in Blankenstein, wo er Betriebe aus zw\u00f6lf L\u00e4ndern zu Partnern hatte.<\/p><p>Was konnte es f\u00fcr einen Mann wie J\u00fcrgen Behrens noch Neues am Bau geben? Eine ganze Menge, und das meiste davon l\u00e4\u00dft sich unter der \u00dcberschrift \u201eMinimierung\u201d zusammenfassen: die Erf\u00fcllung der Bauaufgabe mit dem mindestm\u00f6glichen Aufwand. Der Forderung der Partei- und Staatsf\u00fchrung war nur nachzukommen mit unkonvetionellen L\u00f6sungen, auch mit Experimenten. Der Einsatz von Initiativbrigaden aus allen Kreisen des Bezirkes Gera geh\u00f6rt ebenso dazu wie die direkte Zusammenarbeit mit einer F\u00fclle kleiner Betriebe im ganzen Bezirk, wie der Einsatz ausschlie\u00dflich heimischer Werkstoffe\u2026 Die Probleme, die sich in tausend Details daraus ergaben, die Ideen, die Beispiele von Einsatzbereitschaft und Hingabe an die Arbeit, mit denen sie von allen unmittelbar und mittelbar am Bau beteiligten gel\u00f6st wurden \u2014 \u201eIch k\u00f6nnte ein Buch dar\u00fcber schreiben!\u201d sagt J\u00fcrgen Behrens. Ich bin sicher, er schreibt&#8217;s nicht \u2014 sein n\u00e4chster Einsatz ist schon abgemachte Sache. Also wollen wir wenigstens die Quintessenz seiner Geraer Erfahrungen mitteilen: \u201eMan kann auch unter schwierigsten Bedingungen Kollektive formieren und zu hohen Leistungen f\u00fchren, wenn die Aufgabe fest umrissen ist, wenn man den Auftrag klar formuliert und wenn man einen Termin vorgibt, der nur unter Aufbietung des kollektiven Ideenreichtums zu erf\u00fcllen ist!\u201d Was ja nicht nur auf das Bauwesen zutrifft!<\/p><p>Brigadier Frank F\u00fclle hat den Schl\u00fcssel zum Haus der Kultur termingetreu an Direktor Peter Voigt \u00fcbergeben! Eine Stunde sp\u00e4ter f\u00fcllten die Bauleute als erste Besucher des neuen Hauses den Gro\u00dfen Saal mit seinen fast 1700 Pl\u00e4tzen. In einem Festakt wurde zum Erlebnis, wie tief das kulturelle und k\u00fcnstlerische Leben im Sozialismus in den humanistischen Traditionen unseres Volkes wurzelt &#8211; die Friedensode von Georg Friedrich H\u00e4ndel, der 4. Satz mit Schlu\u00dfchor \u201eAn die Freude&#8220; aus der IX. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gewannen in diesem Zusammenhang geradezu programmatischen Charakter. Und im gleichen Geist wirkt die bildk\u00fcnstlerische Gestaltung der Foyerwand, von der sich in einer Pause ganze Gruppen bildeten: F\u00fcnfundzwanzig K\u00fcnstler unserer Republik haben, geleitet von Professor Jo Jastram, vierzig bildhauerische Arbeiten geschaffen, die aus der 350 Quadratmeter gro\u00dfen Kalksteinverkleidung gleichsam herauswachsen. \u201eDas Lied des Lebens\u201d ist das \u00fcbergreifende Thema, unter dem plastische Interpretationen von Liedern und Gedanken Walthers von der Vogelweide, Heinrich Heines, Berthold Brechts, Pablo Nerudas, Maxim Gorkis, von Volks- und Arbeiterkampfliedern zusammengefasst und h\u00f6chst wirkungsvoll gegliedert sind.<\/p><p>Und dann ging als erste Produktion des neuen Hauses \u201eHerzlich Willkommen\u201d \u00fcber die B\u00fchne: reichlich zwei Stunden gute Unterhaltung mit Volksk\u00fcnstlern, f\u00fchrenden K\u00fcnstlern unseres Landes und aus dem Ausland, mit der M\u00e4dchenband und dem Kindergesellschaftstanzkreis des Hauses der Kultur\u2026<\/p><p>Ja, M\u00e4dchenband und Gesellschaftstanzkreise gibt es schon, Jugendballett und Jugendchor sind im Aufbau begriffen. Es gibt Klubs zur Pflege revolution\u00e4rer Traditionen, f\u00fcr Alleinstehende, f\u00fcr Musikanten, f\u00fcr Touristen, einen Drushba-Klub \u2014 die Aufz\u00e4hlung mu\u00df unvollst\u00e4ndig bleiben! Es gibt \u2014 und darauf kommt es an \u2014 mit dem Haus der Kultur eine F\u00fclle neuer M\u00f6glichkeiten zu kultureller und k\u00fcnstlerischer Freizeitgestaltung, zu Gedankenaustausch und Geselligkeit, f\u00fcr Veranstaltungen im kleinen Kreis wie f\u00fcr B\u00e4lle, Sinfoniekonzerte und Gastspiele ausl\u00e4ndischer Ensembles im Gro\u00dfen Saal. \u201eNat\u00fcrlich werden wir mit Programmen unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfenordnung dem gewachsenen Bed\u00fcrfnis nach gutklassiger Unterhaltung Rechnung tragen\u201d, sagte Siegfried Mei\u00dfgeier, der als k\u00fcnstlerischer Leiter des Hauses Verantwortung f\u00fcr die obengenannten Unternehmungen tr\u00e4gt, \u201enicht minder aber kommt es uns darauf an, ein vielf\u00e4ltiges, abwechslungsreiches, niveauvolles Klubleben zu entwickeln, das sich an den weitverzweigten Interessen der Werkt\u00e4tigen unseres Bezirkes orientiert. Da wollen wir nicht schlechthin eine Heimstatt bieten, da wollen wir aktivieren und mit neuen Ideen, mit neuen Programmformen und Methoden Erfahrungen sammeln, die auch den anderen kulturellen Einrichtungen im Bezirk zugutekommen.\u201d<\/p><p>Die Werkt\u00e4tigen des Bezirkes Gera haben mit ihren hohen Produktionserfolgen die Voraussetzungen f\u00fcr ihr Haus der Kultur geschaffen. Auch was sie dort erleben, sich leisten und unternehmen k\u00f6nnen, soll ihnen best\u00e4tigen: Es hat sich gelohnt. Der Maurer Ernst Arnold hat seinen Garten am Haus, hat 6 H\u00fchner und 20 Kaninchen, mit dem, was er gelernt hat, hilft er \u00f6fter mal bei Freunden und Bekannten. \u201eAber meine Frau und ich, wir sind auch gern mal unter Leuten, im Restaurant\u201d \u2014 wovon das neue Haus gleich f\u00fcnf bietet \u2014 \u201eoder in einer bunten Veranstaltung. Was ich mir f\u00fcr unser Haus der Kultur w\u00fcnsche? Da\u00df wir alle m\u00f6glichst viel Sch\u00f6nes dort erleben! Und da\u00df es von allen in Ehren gehalten wird!\u201d<\/p><p>Bernhard H\u00f6nig<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>PROFIL 1981 BIS 1990<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Gro\u00dfer Saal mit maximal 1687 Pl\u00e4tzen<\/li><li>Foyers mit Kalksteinkollage \u201eLied des Lebens\u201d<\/li><li>Klub der Werkt\u00e4tigen<\/li><li>Studiotheater \u201eTreffpunkt\u201d<\/li><li>Schallplattenklub \u201eSaphir\u201d<\/li><li>Galerie im Foyer<\/li><li>Th\u00fcringengrill (sp\u00e4ter Restaurant \u201eAmbiente\u201c)<\/li><li>Stadtkrug (sp\u00e4ter \u201eCaf\u00e9 Egal\u201c)<\/li><li>Milchbar\/Galeriecaf\u00e9 (sp\u00e4ter Restaurant \u201ePodium\u201c)<\/li><li>Imbissbar (sp\u00e4ter Schnellrestaurant \u201eMc Donald&#8217;s\u201c)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Spielst\u00e4tten \u201eTreffpunkt\u201d, Plattenklub \u201eSaphir\u201d und die Bowlinganlage mit Gastst\u00e4tte mussten wegen Abriss bzw. Umprofilierung in den 1990er Jahren geschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>TH\u00dcRINGER NEUESTE NACHRICHTEN<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Aufbauleiter J\u00fcrgen Behrens:<br>Haus der Kultur \u2014 ein Dank an die Werkt\u00e4tigen<\/p><p>TNN: \u201eHerr Behrens, w\u00fcrden Sie uns bitte die Gr\u00fcnde erl\u00e4utern, warum Gera solch ein Haus der Kultur erh\u00e4lt?\u201d<\/p><p>J\u00fcrgen Behrens: \u201eDas Haus der Kultur ist nicht nur schlechthin ein Haus, in dem man selbstverst\u00e4ndlich Veranstaltungen erleben kann. Sondern es ist auch ein Haus, in dem man sich selbst k\u00fcnstlerisch bet\u00e4tigen kann. Daf\u00fcr wird das Haus der Kultur in Gera im Stadtzentrum gebaut. Und mit dem Wort Stadtzentrum erkl\u00e4re ich Ihnen, da\u00df dazu ein Beschlu\u00df zum Abschlu\u00df der Arbeiten im Stadtzentrum der Bezirksstadt besteht. Das Haus der Kultur ist als eine architektonische Dominate in der Verbindung zwischen dem Altbau und dem Neubau geschaffen worden.\u201d<\/p><p>TNN: \u201eWie wurde es nun m\u00f6glich, das Haus der Kultur in Gera zu bauen?\u201d<br>J\u00fcrgen Behrens: \u201eIm Rahmen der Wirtschafts- und Sozialpolitik unseres Staates steht das Wohnungsbauprogramm als Kernst\u00fcck im Vordergrund zur L\u00f6sung der Wohnungsfragen bis 1990. Aber parallel dazu ist es notwendig, da\u00df nicht nur die Wohnungen errichtet werden, sondern da\u00df dazu auch kulturelle Einrichtungen gebaut werden, wie eben das Haus der Kultur in Gera. Die Werkt\u00e4tigen des Bezirkes Gera haben viele Jahre schon Steigerungsraten in der materiellen Produktion mit \u00fcber 7 % gebracht, die beispielgebend in der gesamten Wirtschaft der DDR sind. Ein Dank an die Werkt\u00e4tigen des Bezirkes ist sichtlich die Errichtung des Hauses der Kultur, mit dem ihre Anstrengungen und Bem\u00fchungen \u00fcber die vielen Jahre hinaus belohnt werden sollen.\u201d<\/p><p>TNN: \u201eUnd wie sind denn nun die Werkt\u00e4tigen und die Bauschaffenden des Bezirkes an diesen Bau herangegangen?\u201d<\/p><p>J\u00fcrgen Behrens: \u201eGrundlegende Voraussetzung war der Beschlu\u00df der Partei zur Erh\u00f6hung der Effektivit\u00e4t von Investitionen. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie ein solches Haus der Kultur in Gera unter den gegenw\u00e4rtigen au\u00dfenwirtschaftlichen Belastungen f\u00fcr uns errichtet werden kann. So haben wir die urspr\u00fcngliche Konzeption des Hauses der Kultur nocheinmal \u00fcberarbeitet. \u00dcberarbeitet im Hinblick darauf, da\u00df wir m\u00f6glichst viel Material und Kosten einsparen wollten. Dabei sind wir darauf gekommen, da\u00df wir mit dem Einsatz einheimischer Rohstoffe durchaus billiger bauen konnten. Und zum anderen haben wir durch den Einsatz von Betrieben des Bezirkes Gera eine weitere Einsparung erzielt.<br>Das Haus der Kultur ist nicht schlechthin ein Objekt, in dem man sich besch\u00e4ftigen l\u00e4\u00dft, sondern auch ein Haus, in dem man sich selbst besch\u00e4ftigen kann.\u201d<\/p><p>TNN: \u201eJa! Nun haben die Werkt\u00e4tigen des Bezirkes Gera durch ihre flei\u00dfige Arbeit die Voraussetzung geschaffen, dieses Haus zu bauen \u2013 wie haben sie sich denn nun daran beteiligt?\u201d<\/p><p>J\u00fcrgen Behrens: \u201eSie haben die Grundlagen geschaffen mit ihrer materiellen Produktion und uns aktiv unterst\u00fctzt. Auf der einen Seite sind auf der Baustelle direkt abgestellte Brigaden und Personen aus den Betrieben des Bezirkes Gera t\u00e4tig. Zum anderen wurden gro\u00dfe Leistungen durch die Kollektive in den Werken selbst erbracht, so zum Beispiel durch die M\u00f6belwerke Zeulenroda, Interform Greiz, Plasttechnik Greiz. Ich k\u00f6nnte eine Vielzahl von Betrieben nennen, die durch aktive, intensive Bet\u00e4tigung ihrer Werkt\u00e4tigen in den Betrieben uns beim Aufbau des Hauses geholfen haben.<br>Konkret haben sich die Betriebe des Bezirkes an der Errichtung von bestimmten Bauteilen beteiligt, die im Haus der Kultur direkt eingebaut wurden. Beispiele: Stahlbau \u00d6lknitz hat den Stahlbau gemacht, M\u00f6belkombinat Zeulenroda fertigt das Gest\u00fchl, f\u00fchrte die gesamten Furnierarbeiten durch, und die \u00d6VW-Betriebe und das Bezirksbauamt haben dann die herrliche Saalwandgestaltung gefertigt. Anderes Beispiel: Die Marmorwerke Saalburg bearbeiteten mit viel Liebe das Material.<br>Selbstverst\u00e4ndlich ist der Bau des Hauses nicht nur mit Betrieben des Bezirkes Gera m\u00f6glich, sondern eine Reihe von Spezialfirmen aus der gesamten DDR, aus Dresden, Leipzig, Halle, sind beim Aufbau des Hauses der Kultur beteiligt. Und all denen, die sich als Aktivisten beim Bau des Hauses erwiesen haben und uns gut unterst\u00fctzten, gilt unser ganz besonderer Dank.\u201d<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>HDK-ENSEMBLES<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Tanzkreis Brillant<\/li><li>Jugendtanzensemble<\/li><li>Ch\u00f6re<\/li><li>M\u00e4dchenmusikgruppe<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Im April 2013 wurde das gr\u00f6\u00dfte Veranstaltungsgeb\u00e4ude Ostth\u00fcringens in das Denkmalbuch des Freistaates eingetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Vierzig Jahre alt ist das Kultur- und Kongresszentrum am 2. Oktober 2021 geworden. Das Jubil\u00e4um des \u201eHauses der Kultur\u201c, wie sich die Einrichtung fr\u00fcher nannte, wurde am 13. Oktober intern mit ausgew\u00e4hlten G\u00e4sten gefeiert. Zugleich <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/10\/20\/40-jahre-kultur-und-kongresszentrum\/\" title=\"40 JAHRE KULTUR- UND KONGRESSZENTRUM\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":16828,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":{"0":"post-16812","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-regionalkunde"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16812"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16812\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16827,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16812\/revisions\/16827"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16828"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}