{"id":16850,"date":"2021-10-29T09:03:01","date_gmt":"2021-10-29T07:03:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=16850"},"modified":"2021-10-29T09:03:02","modified_gmt":"2021-10-29T07:03:02","slug":"ueber-das-stadtgruen-und-weitere-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/10\/29\/ueber-das-stadtgruen-und-weitere-herausforderungen\/","title":{"rendered":"\u00dcBER DAS STADTGR\u00dcN UND WEITERE HERAUSFORDERUNGEN"},"content":{"rendered":"\n<p><em>J\u00f6rg Kirschnick-Werner, Leiter des Geraer Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn, spricht \u00fcber seine ersten Arbeitswochen und zuk\u00fcnftige Herausforderungen des Bereichs.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>St\u00e4dtisches Gr\u00fcn entscheidet ma\u00dfgeblich \u00fcber die urbane Lebensqualit\u00e4t und geh\u00f6rt damit zu den wichtigsten \u00f6ffentlichen R\u00e4umen in einer Stadt. Attraktive Parks und Gr\u00fcnfl\u00e4chen sind ein hohes Gut f\u00fcr B\u00fcrger und entscheidendes Kriterium bei der Wohnortwahl. Viele wissen nicht, dass Gera \u00fcber den gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Stadtwald in Th\u00fcringen verf\u00fcgt, und damit zu den gr\u00fcnen St\u00e4dten des Freistaates geh\u00f6rt. F\u00fcr die Unterhaltung und Bewirtschaftung dieses rund 850 Hektar gro\u00dfen Areals, sowie wie unter anderem auch f\u00fcr die Parkanlagen und Spielpl\u00e4tze im Stadtgebiet, ist das Geraer Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn zust\u00e4ndig. Seit einem Monat verantwortet J\u00f6rg Kirschnick-Werner die Arbeit der insgesamt rund 60 Mitarbeiter. Gegen\u00fcber der Stadtverwaltung sprach der 39-j\u00e4hrige studierte Natursch\u00fctzer und Landschaftsplaner unter anderem \u00fcber die Besonderheiten urbaner Gr\u00fcnfl\u00e4chen in Gera, seine neuen Aufgaben sowie die Herausforderungen der Urbanisierung und des Klimawandels f\u00fcr die st\u00e4dtische Gr\u00fcnpflege.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>I. Herr Kirschnick-Werner, wie haben Sie die ersten Wochen in der Geraer Stadtverwaltung erlebt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich komme ja aus der freien Wirtschaft und war daher sehr neugierig auf das, was mich erwartet. Das immer noch vielerorts verbreitete Vorurteil der eingestaubten Verwaltung kann ich nicht best\u00e4tigen. Im Gegenteil: Ich bin \u00fcberw\u00e4ltigt von der Herzlichkeit des Kollegiums. Die Unterst\u00fctzung und Offenheit der Menschen machen mir das Ankommen leicht und ich bin sehr dankbar daf\u00fcr. Dadurch konnte ich mir bereits einen guten \u00dcberblick \u00fcber die vielen Aufgabenbereiche verschaffen und das Amt kennenlernen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>II. Ganz konkret: Welche zentralen Aufgaben haben Sie und Ihre Mitarbeitenden vom Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn hier in Gera?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stadtgr\u00fcn ist viel mehr als Gr\u00fcn und Rasenschnitt. Neben der klassischen Pflege und Entwicklung der Parks und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, k\u00fcmmern wir uns um alle st\u00e4dtischen Spielpl\u00e4tze, Brunnen und auch die Kunst im \u00f6ffentlichen Raum. In unserem Aufgabenbereich fallen zudem die kommunalen B\u00e4ume im Stadtgebiet, derzeit rund 40&#8217;000 an der Zahl, und die Bewirtschaftung des Stadtwaldes. Was vielen nicht bewusst ist: Einen erheblichen Anteil der Arbeit des Amtes macht das Friedhofs- und Bestattungswesen aus. Das beinhaltet zum einen Betrieb und Pflege der 13 \u00f6ffentlichen Anlagen. In kommunaler Regie ist dar\u00fcber hinaus das Krematorium. Der damit verbundene Arbeitsumfang hat mich auch \u00fcberrascht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>III. Inwiefern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt sechs Mitarbeitende tragen neben der Friedhofsverwaltung die Verantwortung f\u00fcr den w\u00fcrdevollen letzten Weg der Verstorbenen. Dazu geh\u00f6ren neben der Ein\u00e4scherung und Beisetzung zum Beispiel auch der Versand von Urnen sowie die Urnenaufbereitung im Falle einer Umbettung. Diese Aufgaben sind sehr anspruchsvoll. Aus meiner Sicht kommt die \u00f6ffentliche Wahrnehmung dessen, was im Krematorium jeden Tag geleistet wird, zu kurz. Eine wichtige Aufgabe f\u00fcr das kommende Jahr ist im \u00dcbrigen die Erneuerung und Modernisierung der Technik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>IV. Was hat Sie bewogen, sich f\u00fcr die Nachfolge von Matthias Mittenzwey zu bewerben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mich reizt das Thema Stadtgr\u00fcn, denn es bietet mir die M\u00f6glichkeit mich zu verwirklichen. Hier verbinden sich zwei meiner Leidenschaften: der Naturschutz und die Arbeit mit Menschen. Parks und Gr\u00fcnanlagen sowie ein gr\u00fcnes und attraktives Wohnumfeld bedeuten Lebensqualit\u00e4t und Vitalit\u00e4t, und das sowohl in \u00f6kologischer als auch kultureller Sicht. Stadtgr\u00fcn f\u00f6rdert Erholung und Gesundheit und erm\u00f6glicht Begegnung und Teilhabe. Hinzu kommt, dass Stadtw\u00e4lder und gro\u00dfe Parkanlagen mit altem Baumbestand zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebens- und R\u00fcckzugsraum bieten und damit zum Erhalt des Artenreichtums beitragen. Diese Liste lie\u00dfe sich noch weiterf\u00fchren. Als Leiter des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn habe ich die M\u00f6glichkeit an der Gestaltung dieses so wichtigen \u00f6ffentlichen Raums mitzuwirken und das in einem h\u00f6chst vielseitigem und verantwortungsvollem Amt. Hinzu kommt, dass ich aus der Region stamme und mit meiner Familie hier fest verwurzelt bin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V. Wie bewerten Sie die Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Geras Gr\u00fcnfl\u00e4chen? Welche Besonderheiten fallen Ihnen hier auf?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gera geh\u00f6rt zu den gr\u00fcnsten St\u00e4dten in der Region. \u00dcber das gesamte Stadtgebiet verteilt finden sich besondere Perlen: Deutschlands erster<br>Dahlienschaugarten, der Stadtwald in seiner Gr\u00f6\u00dfe und die denkmalgesch\u00fctzten Friedh\u00f6fe sind Alleinstellungsmerkmale der Stadt. Erw\u00e4hnenswert ist auch die vergleichsweise hohe Zahl an st\u00e4dtischen Spielpl\u00e4tzen; derzeit verantworten wir siebzig Areale mit einer Gesamtfl\u00e4che von rund 100&#8217;000 Quadratmetern. Durch die Initiative und Kompetenz der Mitarbeitenden des Bereichs Gr\u00fcnpflege konnten hier viele Sch\u00e4tze, wie beispielsweise die \u201eGr\u00fcne Mulde\u201c und viele Spielpl\u00e4tze, bewahrt und auch geschaffen werden.<br>Die wahrgenommene Qualit\u00e4t von Stadtgr\u00fcn wiederum ist abh\u00e4ngig von der Gestaltung, dem Nutzungswert und dem Pflegezustand. Eine sachgem\u00e4\u00dfe Pflege erm\u00f6glicht ja erst die vielen Funktionen, die das Stadtgr\u00fcn f\u00fcr Mensch und Natur hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>VI. Welche Art der Pflege ist denn sachgem\u00e4\u00df?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier gehen die Vorstellungen auseinander. Grunds\u00e4tzlich ist es so, dass eine sachgem\u00e4\u00dfe Pflege nicht zwingend \u00fcberall intensiv sein muss. In Teilen des Stadtgr\u00fcns bietet sich die sogenannte qualifizierte Extensivierung der Pflege an. Qualifiziert bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Natur nicht g\u00e4nzlich selbst \u00fcberlassen bleibt. Vielmehr wird die H\u00e4ufigkeit des M\u00e4hens so herabgesetzt wird, dass sich Gr\u00e4ser und Wildblumen ungehindert entwickeln k\u00f6nnen. Das wiederum verbessert das Mikroklima und schafft Lebensraum und Nahrung f\u00fcr unterschiedliche Insektenarten. Man k\u00f6nnte hier auch von einer kultivierten Wildnis sprechen. Daf\u00fcr braucht es aber auch das richtige Equipment. Es ist ein gro\u00dfer Unterschied, ob das Gras eine Wuchsh\u00f6he von 15 Zentimetern oder von \u00fcber einem Meter hat. Daher muss unser Technikpark in der n\u00e4chsten Zeit entsprechend angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>VII. Was sind aus Ihrer Sicht die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen mit Blick auf den Erhalt und die Pflege des Stadtgr\u00fcns in Gera und wie wollen Sie ihnen begegnen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Gera erh\u00f6hen Urbanisierung und Verst\u00e4dterung den Nutzungsdruck, der tendenziell zu mehr Fl\u00e4chenversiegelungen und \u00dcberbauung f\u00fchrt. Hinzu kommt der Klimawandel und damit verbunden vermehrte Trockenheits- und Sturmsch\u00e4den, die das Gr\u00fcn anf\u00e4lliger f\u00fcr Parasiten machen. Wir wissen heute: Intakte Gr\u00fcnfl\u00e4chen leisten in der Stadt einen wichtigen Beitrag, um dem Klimawandel und der \u00dcberhitzung von St\u00e4dten zu begegnen. Stadtnatur dient beispielsweise der Frischlufterzeugung, dem Regenr\u00fcckhalt aber auch der Beschattung im Sommer. Eine sinnvolle Ma\u00dfnahme k\u00f6nnte daher die gezielte Entsiegelung von Fl\u00e4chen sein, wodurch zus\u00e4tzliche st\u00e4dtische Gr\u00fcnfl\u00e4chen gewonnen werden. Aber auch die Ansiedlung neuer, hitzebest\u00e4ndiger Baum- und Pflanzenarten sowie das Zulassen von Stadtwildnis geh\u00f6ren dazu. Dies ist jedoch nur unter der Bedingung einer angemessenen Pflege sinnvoll. In diesem Zusammenhang liegt eine wichtige Aufgabe f\u00fcr mich darin, sowohl Entscheidungstr\u00e4ger als auch die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr eine ausk\u00f6mmliche Finanzierung zu sensibilisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>VIII. Haben Sie schon konkrete Vorstellungen f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gr\u00fcngestaltung und -pflege in Gera?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus meiner Sicht ist es wichtig, f\u00fcr Gera \u00fcber ein st\u00e4rker \u00f6kologisches und klimafreundliches Gr\u00fcnfl\u00e4chenmanagement nachzudenken und sich auch vor unkonventionellen Ans\u00e4tzen nicht zu scheuen. Hier kann man sich viel bei anderen Kommunen abschauen: Bamberg setzt beispielsweise auf artenreiches und extensiv gepflegtes Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn. Spannend ist auch Bad Saulgau: Hier wurde bereits vor mehr als 20 Jahren auf eine extensive Pflege umgestellt. Heute sind alle innerst\u00e4dtischen Gr\u00fcnfl\u00e4chen der Stadt mit Ausnahme von Sport- und Spielpl\u00e4tzen naturnahe Fl\u00e4chen mit gro\u00dfer Artenvielfalt. Das macht sich auch finanziell im st\u00e4dtischen Haushalt bemerkbar. Die Kosten f\u00fcr die Gr\u00fcnpflege in Bad Saulgau sind seit Jahren auf einem vergleichsweise moderaten Niveau. In Gera wollen wir die zielgerichtete Entwicklung von Bl\u00fchwiesen weiterf\u00fchren, wie etwa in Bieblach-Ost und auf dem Biermannplatz. Denn von allen fl\u00e4chendeckenden Elementen sind Bl\u00fchwiesen die mit den meisten Vorteilen. Sie sind vergleichsweise g\u00fcnstig in der Unterhaltung und es bestehen in Gr\u00fcnanlagen und im Stra\u00dfenraum erhebliche Fl\u00e4chenpotenziale. Zudem haben Wiesen anders als Rasen wichtige regulierende Funktionen, erh\u00f6hen also die Lebensqualit\u00e4t und f\u00f6rdern den Artenreichtum. Entscheidend f\u00fcr die erfolgreiche Umsetzung einer \u00f6kologischen, artenreichen und klimaangepassten Gestaltung und Pflege des Stadtgr\u00fcns ist jedoch, dass die \u00d6ffentlichkeit in Gera die neuen Ans\u00e4tze mittr\u00e4gt und sich auch aktiv einbringt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>IX. Wie kann das gelingen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zeitgem\u00e4\u00dfe Stadtgr\u00fcnpflege weicht von traditionellen Pflegevorstellungen ab. Es ist wichtig, die Menschen hier mitzunehmen, etwa durch eine verst\u00e4rkte \u00d6ffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Gleichzeitig geht es darum, die Einwohnerinnen und Einwohner bei der Gr\u00fcnentwicklung oder beim Schutz und Erhalt der Arten einzubeziehen, etwa in Form des urbanen Gartenbaus. Damit ist die gemeinsame Produktion gesunder Lebensmittel auf kleinen st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen innerhalb von Siedlungsgebieten oder im direkten Umfeld gemeint. Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr ein solches Projekt sind die Prinzessinneng\u00e4rten in Berlin. Auf einer j\u00e4hrlich von der Stadt angemieteten Brachfl\u00e4che entstand 2009 ein Nutzgarten f\u00fcr die urbane Landwirtschaft, der von Anwohnerinnen und Anwohnern betrieben wird. Mittlerweile gibt es hier Spielm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder, ein Gartencaf\u00e9 und \u00fcber 400 Beete. Die zahlreichen verschieden menschlichen Nutzungen von Gr\u00fcn in St\u00e4dten, etwa in Form von \u00f6ffentlichen und privaten Gartenanlagen, schaffen eine sehr kleinr\u00e4umige Lebensraumstruktur. Diese erm\u00f6glicht eine gr\u00f6\u00dfere Vielfalt an Arten als in der freien Landschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>X. Geben Sie uns noch einen Einblick in Ihren Werdegang! Wo kommen Sie privat und beruflich her?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine Wurzeln liegen in der Region, genauer in Schm\u00f6lln. Mein Herz geh\u00f6rt jedoch Gera. Mit der Stadt bin ich seit vielen Jahren eng verbunden, insbesondere, weil meine beiden S\u00f6hne hier geboren wurden. Deshalb beabsichtige ich mit meiner Familie auch hierher zu ziehen. Das hat den Vorteil, dass meine t\u00e4gliche Arbeit f\u00fcr mich dann auch greifbarer ist. Zur Stadt\u00f6kologie und dem Naturschutz bin ich tats\u00e4chlich \u00fcber Umwege gekommen. Nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann war ich zun\u00e4chst f\u00fcr einige Jahre bei der Luftwaffe. Nachdem ich in Gera meine Fachhochschulreife nachgeholt hatte, entschied ich mich f\u00fcr ein Studium im Bereich Naturschutz und Landschaftsplanung an der Hochschule Anhalt in Bernburg. Zuletzt war ich Leiter einer \u201eNatura 2000\u201c Station in Th\u00fcringen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>XI. Was ist die Aufgabe einer solchen Station?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Natura 2000 ist das gr\u00f6\u00dfte, grenz\u00fcberschreitende Schutzgebietsnetz der Welt. Die insgesamt zw\u00f6lf Stationen in Th\u00fcringen haben die allgemeine Aufgabe, den Artenreichtum zu bewahren. Sie sind auch rechtlich ein fester Bestandteil des Naturschutzes im Freistaat. Dahinter stehen in den Regionen t\u00e4tige Vereine und Verb\u00e4nde. Die Station bildet hier quasi eine Schnittstelle zwischen beh\u00f6rdlichen und ehrenamtlichen Naturschutz. Hinzu kommen eine aktive Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit und die Durchf\u00fchrung von Bildungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>XII. Amtsleiter setzen meist auch individuelle Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Haben Sie schon Ideen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mir ist es ein wichtiges Anliegen, die Leistungen des Amtes st\u00e4rker in den \u00f6ffentlichen Fokus zu r\u00fccken. Das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn ist aus meiner Sicht vielseitiger als es wahrgenommen wird und seine Bereiche sind elementar mit der Attraktivit\u00e4t, Lebensqualit\u00e4t und auch der Zufriedenheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger verbunden. Gerade im Bereich des Friedhofs- und Bestattungswesen habe ich den Eindruck, dass die Arbeit mehr Wertsch\u00e4tzung und Aufmerksamkeit verdient. Hier k\u00f6nnte ich mir beispielsweise vorstellen, den Menschen die Bedeutung des Naturraums Friedhof n\u00e4her zu bringen, etwa in Form von F\u00fchrungen. Unsere Friedh\u00f6fe sind ja nicht nur Orte der letzten Ruhe, sondern ein wunderbares St\u00fcck Natur mitten in der Stadt, Parklandschaften zum Innehalten und ein wichtiger R\u00fcckzugsraum f\u00fcr Tiere. Aus biologischer Sicht sind sie kleine Oasen, etwa f\u00fcr verschiedene Vogelarten und Flederm\u00e4use, die man sonst nirgendwo in der Stadt trifft. Gleichzeitig m\u00f6chte ich neue Ans\u00e4tze f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Miteinander von Verwaltung und der Stadtbev\u00f6lkerung schaffen und die Menschen dazu anregen, sich aktiv an der Entwicklung, Gestaltung und Pflege von Geras Gr\u00fcn zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>J\u00f6rg Kirschnick-Werner, Leiter des Geraer Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn, spricht \u00fcber seine ersten Arbeitswochen und zuk\u00fcnftige Herausforderungen des Bereichs. 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