{"id":17244,"date":"2021-12-05T02:19:17","date_gmt":"2021-12-05T01:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=17244"},"modified":"2021-12-05T02:31:07","modified_gmt":"2021-12-05T01:31:07","slug":"ueber-die-erholung-der-erde-nach-dem-verschwinden-der-menschheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/12\/05\/ueber-die-erholung-der-erde-nach-dem-verschwinden-der-menschheit\/","title":{"rendered":"\u00dcBER DIE ERHOLUNG DER ERDE NACH DEM VERSCHWINDEN DER MENSCHHEIT"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Klimapolitik scheint derzeit in ein Dilemma zu geraten, weil die gesetzten Ziele kaum mehr zu erreichen sind. Dazu m\u00fcsste sofort und umfassend gehandelt werden, sagt unter anderem UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres. Doch das h\u00e4tte \u00fcber einen langen Zeitraum drakonische Ma\u00dfnahmen zur Folge, die nicht jeder mittragen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahre 2007 hatte der Autor Alan Weisman mit seinem Buch \u201eDie Welt ohne uns\u201c zu einem Gedankenexperiment eingeladen. Was w\u00e4re, w\u00fcrden die Menschen pl\u00f6tzlich verschwinden? Gedanklich bewegt er sich dabei \u00fcber eine unbev\u00f6lkerte Erde und beschreibt, wie schnell die Bauwerke des Menschen verfallen, und wie leicht die Natur alles zur\u00fcckerobert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt des Gedankenexperimentes ist der Zustand der Erde. Weisman schreibt von verunreinigtem Wasser, belasteten B\u00f6den und warnt, unser ganzer Planet k\u00f6nnte eines Tages einem verwahrlostem Brachland \u00e4hneln. Ebenso problematisch sieht er die Emissionen: Der Mensch baut die Kohlenvorr\u00e4te ab, verbrennt sie, wodurch das darin gebundene CO\u2082 in die Atmosph\u00e4re gelangt. Damit hat er einen Vulkan geschaffen, der sich seit dem 18. Jahrhundert in einer Dauereruption befindet (Seite 55). W\u00fcrde sich die Atmosph\u00e4re allein durch das Wirken des geologischen Kreislaufs regenerieren, br\u00e4uchte es 100&#8217;000 Jahre, bis das CO\u2082 wieder auf demselben Niveau liegt, wie vor der Existenz des Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch was k\u00f6nnte zum Verschwinden der Menschen f\u00fchren? In schier aussichtsloser Lage entfalten sich manchmal kreative Kr\u00e4fte, meint der Autor (Seite 13). Dabei denkt er aber nicht an ein atomares Desaster, einen Asteroideneinschlag oder ein d\u00fcsteres Umweltszenario, welches zur \u201eVernichtung der Menschheit\u201c f\u00fchrt. In seinem \u201ekreativen Gedankenexperiment\u201c sind sie einfach alle \u201epl\u00f6tzlich verschwunden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf verschiedene M\u00f6glichkeiten des Verschwindens geht er sp\u00e4ter aber dennoch ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einzig die Menschen betrifft und alles andere \u00fcbrigbleibt, sch\u00e4tzt er zwar als sehr gering ein, aber dennoch gr\u00f6\u00dfer als null. Im Anschluss schreibt er \u00fcber einen Forscher, der sich mit Krankheitserregern besch\u00e4ftigt, die eine Vielzahl von Menschen ausl\u00f6schen k\u00f6nnten (Seite 324). Aber weder das Ebola- noch das HI-Virus verm\u00f6gen dies zu tun, da sie nicht \u00fcber die Luft \u00fcbertragbar sind. Zudem ist es selbst den t\u00f6dlichsten Grippeviren nicht gelungen, alle Menschen zu beseitigen. Denn diese werden irgendwann immun, wodurch die Pandemie verpufft.<\/p>\n\n\n\n<p>An ein Virus, das wirklich alle Menschen t\u00f6tet, glaubt der Autor also offenbar nicht. Selbst bei einer Ausl\u00f6schung von 99,99 % blieben noch 650&#8217;000 Menschen \u00fcbrig, die von Natur aus immun sind, wie er schreibt, und gibt zu bedenken, dass Epidemien vielmehr der St\u00e4rkung einer Art dienen (Seite 328). Auch Kriege haben nur einen kurzzeitigen R\u00fcckgang der Bev\u00f6lkerungszahl zur Folge. Umso schneller w\u00e4chst sie in der anschlie\u00dfenden Erholungsphase.<\/p>\n\n\n\n<p>Terroristen k\u00f6nnten aber einen Erreger zusammenbasteln, der sich schneller entwickelt, als wir Abwehrkr\u00e4fte aufbieten k\u00f6nnen, indem genetisches Material in das wandlungsf\u00e4hige SARS-Virus eingebaut wird (Seite 325). Auch der Gr\u00fcnder einer \u201eBewegung f\u00fcr das freiwillige Aussterben der Menschheit\u201c kommt in dem Buch zu Wort und meint, dass es naiv war, zu glauben, ungehemmtes Wachstum und Ressourcenknappheit w\u00e4ren vereinbar. Die Menschheit solle ganz allm\u00e4hlich zur \u201eewigen Ruhe\u201c gebettet werden, jedoch ohne ein qualvolles Massensterben auszul\u00f6sen (Seite 329). Danach k\u00f6nnten die Transhumanisten zum Zuge kommen, sich der \u00fcberlebenden Minderheit widmen und auf eine Vereinigung mit neuen Technologien hinwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Time-Magazin k\u00fcrte das Werk zum Sachbuch des Jahres 2007, und auch das Nachrichtenmagazin \u201eDer Spiegel\u201c widmete ihm im August 2007 anerkennende Zeilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich befeuert Weismans Buch seit Beginn der Corona-Zeit auch Spekulationen: Gibt es tats\u00e4chlich hochrangige Personen, die sich mit dem Entv\u00f6lkern der Erde besch\u00e4ftigen, und werden mit den jetzigen Kampagnen und genbasierten Anwendungen bereits die Vorbereitungen f\u00fcr ein solches Unterfangen getroffen? W\u00e4re dann eine \u00f6ffentliche Ank\u00fcndigung wahrscheinlicher oder w\u00fcrde man es so aussehen lassen, als wolle sich die Natur am Menschen r\u00e4chen?<\/p>\n\n\n\n<p>INTERPRETATION<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Klimapolitik scheint derzeit in ein Dilemma zu geraten, weil die gesetzten Ziele kaum mehr zu erreichen sind. Dazu m\u00fcsste sofort und umfassend gehandelt werden, sagt unter anderem UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres. 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