{"id":17376,"date":"2021-12-21T12:52:17","date_gmt":"2021-12-21T11:52:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=17376"},"modified":"2021-12-21T12:52:19","modified_gmt":"2021-12-21T11:52:19","slug":"rueckblick-auf-geras-kulturjahr-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/12\/21\/rueckblick-auf-geras-kulturjahr-2021\/","title":{"rendered":"R\u00dcCKBLICK AUF GERAS KULTURJAHR 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Geraer Kultur blickt 2021 auf einen erfolgreichen Sommer zur\u00fcck: Die Kulturtage durchbrachen die Einsamkeit in der Corona-Phase und boten eine noch nie dagewesene Mischung aus Konzert, Kleinkunst, Theater, Lesung und Videokunst im gesamten Innenstadtbereich \u00fcber einen Zeitraum von vier Wochen. Neue Formate, wie die Couchkonzerte, der Poetry Slam und das Sommernachtskino erg\u00e4nzten die Veranstaltungshighlights. Weiterhin durften 2021 zwei Jubil\u00e4en gefeiert werden \u2014 30 Jahre H\u00f6hlerfest und 40 Jahre Haus der Kultur mit der Premiere des Films \u201e40 Jahre Haus der Kultur\u201c. Zum HDK-Jubil\u00e4um erschien die Publikation \u201eHaus der Kultur\u201c, die mit dem International Architectural Book Award, einer der renommiertesten Preise f\u00fcr B\u00fccher der Sparte Architektur, ausgezeichnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Ausstellungen wie z. B. \u201ePolyphon. Mehrstimmigkeit in Bild und Ton.\u201c Und \u201eErnst Barlach \u2014 Spiegel des Lebens\u201c lie\u00dfen Gera international strahlen. Ernst Barlach vereint 315 Werke der gr\u00f6\u00dften Meister der Klassischen Moderne. \u201eSchloss Osterstein. Facetten einer Residenz\u201c und die Ausstellung zum 13. Aenne-Biermann-Preis sind nur eine Auswahl des Ausstellungsangebotes des Jahres. Zudem konnte die Privatsammlung des Kunstsammlers Niescher f\u00fcr zehn Jahre nach Gera geholt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die st\u00e4dtischen Museen sahen sich dennoch grundlegend auch im Jahr 2021 infolge der Corona-Ma\u00dfnahmen vor besondere Herausforderungen gestellt. Aufgrund der Verf\u00fcgung aus dem Jahr 2020 waren die Museen bis zum 9. Juni 2021 dauerhaft f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Betrieb geschlossen. Mit der Wiederer\u00f6ffnung der Museen konnten diese mit herausragenden Ausstellungsprojekten aufwarten und fanden, nach verhaltenem Beginn, regen Zuspruch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErst allm\u00e4hlich entwickelte sich das Besucherverhalten wieder tendenziell steigend, wobei die Zahlen der Vorjahre nicht erreicht werden konnten. Die gesamtgesellschaftliche Situation spiegelte sich im Besucherverhalten auch in den Museen wider, z. B. Verunsicherungen, was ist ge\u00f6ffnet, was nicht oder welche Auflagen bestehen aktuell\u201c, erkl\u00e4rt die Kulturamtsleiterin Dr. Claudia Tittel. Es folgten knapp 25 Wochen Ausstellungsbetrieb, in denen die Museen dank herausragender Ausstellungsprojekte gut nachgefragt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 29. November 2021 wurden die Museen erneut geschlossen, bedingt durch neue Verordnungen, die erneute Schlie\u00dfung der Museen. Vorbereitete Projekte mussten verschoben oder gestrichen werden oder fanden ganz ohne Publikum statt. In einigen F\u00e4llen erlaubten digitale Varianten von Ausstellungsrundg\u00e4ngen dem interessierten Publikum zumindest einen kleinen Einblick in die geschlossenen Ausstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jahresres\u00fcmee des Museums f\u00fcr Naturkunde und des Botanischen Gartens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Museum f\u00fcr Naturkunde Gera war vom 8. Juni bis zum 21. November 2021 ge\u00f6ffnet. Die Besucherzahlen in der halbj\u00e4hrigen \u00d6ffnung des Museums f\u00fcr Naturkunde Gera waren verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut. So besuchten das Museum z. B. im August 2021 1.526 Besucher und Besucherinnen. Im August 2020 waren es zum Vergleich 880. Themen der Sonder- und Kabinettausstellungen waren 2021 \u201eT\u00f6dliche Sch\u00f6nheiten\u201c, \u201eSpuren im Wald\u201c und \u201eDer Steinbruch Kahlleite\u201c. In der st\u00e4ndigen Ausstellung des Museums wurde das Ausstellungsensemble \u201ePohlitzer Meteorit\u201c eingebaut und der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Sommer- und Herbstferien wurde eine gro\u00dfe Menge von \u00f6ffentlichen Veranstaltungen f\u00fcr Kinder, Jugendliche und die ganze Familie angeboten. Die Resonanz der Besucher und Besucherinnen war sehr gut. Museumsinterne Arbeiten wie z. B. die Sammlungsverwaltung, konnten 2021 in Perioden der Schlie\u00dfzeiten verst\u00e4rkt ber\u00fccksichtigt werden. So z\u00e4hlt allein die geologische Sammlung des Museums im Jahr 2021 373 Neuzug\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Fr\u00fchjahr 2021 wurde eine neue Anlage zu Parasiten im Pflanzenreich im Botanischen Garten angelegt. Im Mai wurde in der neuen Anlage ein Pflanzendiebstahl begangen. Das Gew\u00e4chshaus pr\u00e4sentierte im Laufe des Jahres 2021 exotische Nutzpflanzen, vor allem Nachtschattengew\u00e4chse. Des Weiteren konnten im Botanischen Garten 2021 erfolgreich die Liebhaber-Pflanzenb\u00f6rse und das Pflanzenfest durchgef\u00fchrt werden. Allein zur Liebhaber-Pflanzenb\u00f6rse wurden 510 Besucher und Besucherinnen gez\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2022 plant das Museum f\u00fcr Naturkunde Gera nach M\u00f6glichkeit wieder seine klassische Ostereier-Ausstellung. Au\u00dferdem wird die gro\u00dfe Sonderausstellung \u201eGez\u00e4hmte Eilende \u2014 Die Wei\u00dfe Elster und ihr Tal zwischen Greiz und Bad K\u00f6stritz\u201c stattfinden. Themen weiterer Ausstellungen werden das \u201eMineral des Jahres 2022\u201c und \u201eArmf\u00fc\u00dfer-Fossilien aus Gera\u201c und aller Welt sein. Im Botanischen Garten Gera sind auch 2022 eine Liebhaber-Pflanzenb\u00f6rse und ein Erntefest geplant. Im Gew\u00e4chshaus des Botanischen Gartens soll die Vielfalt der Tomaten im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der Sammlung soll 2022 ein erster Schritt zu notwendigen konservatorischen Ma\u00dfnahmen aus eiszeitlichen Knochen der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle durchgef\u00fchrt werden. Auch der Umbau der Museumsklause im Erdgeschoss soll 2022 beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja<strong>hresres\u00fcmee des Stadtmuseums<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der \u00d6ffnung der Museen am 8. Juni konnte auch die Sonderausstellung \u201eSchloss Osterstein\u201c er\u00f6ffnet werden. Nach einem verhaltenen Beginn aufgrund der langen Schlie\u00dfzeit, steigen die Besucherzahlen. Dabei konnte ein Anstieg der Besucherzahlen registriert werden. Sehr gro\u00dfes Interesse wurde an den sonnt\u00e4glichen F\u00fchrungen, durchschnittlich 40 Besucher pro F\u00fchrung, festgestellt. In diesem Jahr fanden 48 museumsp\u00e4dagogische Veranstaltungen mit 1008 Sch\u00fclern statt. Ab 20. Juli 2021 konnten die Abschlussarbeiten der Fotografenklasse der SBBS als Studioausstellung gezeigt werden. Und am 12. September wurde die Studioausstellung \u201eUnter dem Campus. Arch\u00e4ologie zwischen Johannisplatz und Stadtgraben\u201c er\u00f6ffnet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Th\u00fcringer Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Arch\u00e4ologie<\/p>\n\n\n\n<p>Ob und wann die geplanten Ausstellungen 2022 stattfinden k\u00f6nnen, obliegt dem weiteren Verlauf aller Corona-Ma\u00dfnahmen. Geplant sind u. a. eine Sonderausstellung \u201eGeraer Stadtbilder zwischen 1960 und heute (Fotografien von Hans-Joachim Hirsch)\u201c sowie die Sonderausstellung zum Thema des Musikinstrumentenbaus in Gera. Letztere wird voraussichtlich aufgrund des umf\u00e4nglichen Vorbereitungs- und Rechercheaufwandes in das Jahr 2023 verschoben werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jahresres\u00fcmee der Orangerie\/Kunstsammlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kunstsammlung Gera verf\u00fcgt \u00fcber einen ansehnlichen Bestand an Werken der Klassischen, dazu geh\u00f6ren unter anderem wichtige Werkgruppen von bedeutenden K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten wie Otto Dix und Kurt G\u00fcnther, aber auch eine beachtliche Grafiksammlung zur Klassischen Moderne mit K\u00fcnstler des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, die in den letzten Jahren unter unterschiedlichen thematischen Aspekten in Sonderausstellungen pr\u00e4sentiert wurden. Diese langj\u00e4hrige Ausstellungst\u00e4tigkeit hat den Anlass geboten, der Kunstsammlung Gera eine umfangreiche Privatsammlung als Dauerleihgabe zu \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dauerleihgabe umfasst ein Konvolut von ca. 515 Werken, darunter Gem\u00e4lde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken von K\u00fcnstlern wie Paul Gauguin, Arestide Maillol, Auguste Renoir, Lovis Corinth, Ernst Barlach, Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka, Paul Klee, Lyonel Feininger, Karl Hofer, Otto Dix, George Grosz, Georg Kolbe, Ren\u00e9e Sintenis Gerhard Marcks u. a., die in den letzten 60 Jahren nur vereinzelt oder noch nie \u00f6ffentlich ausgestellt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jahresres\u00fcmee des Otto-Dix-Hauses<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Jubil\u00e4um gab es f\u00fcr das Geraer Otto-Dix Haus. Dieses wurde 1991 er\u00f6ffnet und besteht bereits drei Jahrzehnte. In diesem Sommer fand eine deutliche Erweiterung der Sammlung im Otto Dix Haus statt. Die Kunstsammlung Gera hat eine umfangreiche zehnj\u00e4hrige Dauerleihgabe aus Privatbesitz erhalten. Es handelt sich um eine Sammlung von 518 Gem\u00e4lden, Zeichnungen, Aquarellen und Plastiken von 15 verschiedenen K\u00fcnstlern, darunter bedeutende Namen wie Ernst Barlach, Paul Klee, Lyonel Feininger und Carl Hofer. Sie stammt von den Erben des Chemnitzer Unternehmers Fritz Niescher, der die Werke \u00fcber viele Jahrzehnte zusammengetragen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Fritz Niescher hatte bereits in 1920er Jahren Arbeiten von Dix in Ausstellungen gesehen und erwarb 1932 die erste Zeichnung. Im August 1933 besuchte Niescher den K\u00fcnstler in seinem Dresdner Atelier und aus dieser Begegnung erwuchs ein lebenslange freundschaftliche Beziehung und Begeisterung f\u00fcr das Werk von Dix. In unterschiedliche Etappen, aber \u00fcber Jahre hinweg, erwarb Fritz Niescher Gem\u00e4lde, Zeichnungen und Grafiken von Dix, darunter 6 Gem\u00e4lde, die die st\u00e4ndige Pr\u00e4sentation im Otto Dix-Haus erweitern. Bei der Dauerleihgabe wird nicht nur das sorgsame Bewahren fokussiert. Mit den Werken der Sammlung Niescher verbindet sich ein \u00f6ffentliches Interesse. Die Arbeiten bieten die M\u00f6glichkeit in den n\u00e4chsten Jahren eigene themenspezifische Ausstellungen zu zeigen. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Werke auch innerhalb Deutschlands an bedeutende Museumsinstitutionen verleihen und somit Partner im nationalen Leihverkehr werden. Das er\u00f6ffnet der Kunstsammlung Gera die M\u00f6glichkeit, die kunsthistorische Forschung zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jahresres\u00fcmee des Museums f\u00fcr Angewandte Kunst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Museum f\u00fcr Angewandte Kunst wartete neben hochkar\u00e4tigen Ausstellungen vor allem mit abwechslungsreichen Begleitprogrammen auf, die die Inhalte der Ausstellungen auf eine moderne Weise vermitteln und den k\u00fcnstlerischen Gedanken in vielen Facetten pr\u00e4sentierte. Dazu geh\u00f6rten die Ausstellung \u201eGlanz &amp; Eleganz. Juwelenschmuck im Barock\u201c, die Ausstellung \u201ePolyphon\u201c und die Ausstellung zum 13. Aenne-Biermann-Preis.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geraer Kultur blickt 2021 auf einen erfolgreichen Sommer zur\u00fcck: Die Kulturtage durchbrachen die Einsamkeit in der Corona-Phase und boten eine noch nie dagewesene Mischung aus Konzert, Kleinkunst, Theater, Lesung und Videokunst im gesamten Innenstadtbereich <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2021\/12\/21\/rueckblick-auf-geras-kulturjahr-2021\/\" title=\"R\u00dcCKBLICK AUF GERAS KULTURJAHR 2021\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":16702,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":{"0":"post-17376","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kultur"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17376"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17376\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17377,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17376\/revisions\/17377"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16702"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}