{"id":17609,"date":"2022-01-05T01:13:37","date_gmt":"2022-01-05T00:13:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=17609"},"modified":"2022-01-05T01:13:39","modified_gmt":"2022-01-05T00:13:39","slug":"die-stadtbibliothek-blickt-zurueck-auf-das-jahr-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/01\/05\/die-stadtbibliothek-blickt-zurueck-auf-das-jahr-2021\/","title":{"rendered":"DIE STADTBIBLIOTHEK BLICKT ZUR\u00dcCK AUF DAS JAHR 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stadt- und Regionalbibliothek&nbsp;blickt auf ein herausforderndes Jahr 2021 zur\u00fcck. \u201eGanz wesentlich und positiv betonen m\u00f6chte ich: Die Lust auf B\u00fccher ist ungebrochen. Das beweist die hohe Zahl an kontaktloser Ausleihe und die Vielzahl an Nutzerinnen und Nutzern in unseren R\u00e4umlichkeiten. Das freut uns sehr und gibt den Mitarbeitenden in der aktuellen Zeit der Pandemie einen enormen Motivationsschub\u201c, bedankt sich Rainer Schmidt, Leiter der Bibliothek, f\u00fcr die Nutzertreue.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlie\u00dfzeiten und Regelungen aufgrund der Corona-Verordnungen pr\u00e4gten in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten ma\u00dfgeblich den Bibliotheksalltag. So blieb die Einrichtung bereits zu Jahresbeginn aufgrund der Corona-Situation geschlossen. Zwischen dem 26. Mai und dem 22. November 2021 waren die Bibliothek am Puschkinplatz sowie die Stadtteilbibliothek in Lusan f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich. Um den Nutzern w\u00e4hrend der Schlie\u00dfzeiten dennoch das Ausleihen von B\u00fcchern, Filmen, Tonies, H\u00f6rb\u00fcchern oder Zeitschriften zu erm\u00f6glichen, wurde bereits im Januar ein Abholservice eingerichtet. \u00dcber das Netz oder per Telefon konnten die entsprechenden Medien im Vorfeld ausgew\u00e4hlt oder sich \u00dcberraschungspakete nach jeweiligem Interesse von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengestellt werden. Dieser besondere Service ist auch weiterhin bis zur Wiederer\u00f6ffnung aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positive Resonanz auf digitale Angebote<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Geraer Bibliothek bietet seit langem ein sehr vielf\u00e4ltiges digitales Bildungsangebot. Dieses wurde auch in 2021 sehr gut nachgefragt: So erlebte die digitale Medienausleihe \u00fcber die Th\u00fcringer Onlinebibliothek Thuebibnet einen enormen Aufschwung. Weiterhin wurde der erst im Dezember 2020 geschaffene Zugang zur Online-Enzyklop\u00e4die Brockhaus, eine multimediale\u00a0 Wissens- und Lernplattform mit speziellem Kinder- und Jugendlexikon, rege genutzt. Den Service erweiterten seit Mai 2021 au\u00dferdem eine neu geschaffene Digitalbar und die digitale Erstausstattung f\u00fcr den Makerspace, die von der Sparkasse Gera-Greiz und dem F\u00f6rderverein \u201eBuch und Leser\u201c finanziell unterst\u00fctzt wurden. Das Online-Presseportal Press-Reader, in dem seit November mehr als 7000 Zeitungen, Magazine und Zeitschriften aus 120 L\u00e4ndern in 60 Sprachen lesbar sind, erfreute sich ebenfalls gro\u00dfer Nachfrage. Da das Thema digitale Bildung 2021 eine bedeutende Rolle in der Bibliotheksarbeit einnahm und auch weiterhin spielen wird, ist die Bibliothek von Beginn an Teil des im Sommer gegr\u00fcndeten Netzwerkes Digitale Bildung, einem Zusammenschluss unterschiedlichster Geraer Bildungsanbieter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellungen und\u00a0Veranstaltungen erst in der zweiten Jahresh\u00e4lfte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem st\u00e4dtischen Kulturangebot nicht mehr wegzudenken sind die vielen Lesungen, Ausstellungen und weiteren Veranstaltungen, die von der Bibliothek initiiert werden. Diese konnten pandemiebedingt im ersten Halbjahr nicht stattfinden. Besonderes Augenmerk galt zum Beispiel der Vorbereitung des im Mai geplanten bundesweiten Lesefestes StadtLesen, welches kurzfristig wie schon im Jahr zuvor, erneut abgesagt wurde. Nach der \u00d6ffnung der Einrichtung Ende Mai, konnten in den R\u00e4umlichkeiten am Puschkinplatz zumindest wieder Ausstellungen gezeigt werden. Frank Schreier und Monique Justine Funke pr\u00e4sentierten dort ab dem 31. Mai die Ausstellung &#8222;Das Experiment &#8211; Malerei trifft Fotografie\u201c, die abgel\u00f6st wurde von Uwe Hentschels Landschaften in Pastell- und \u00d6lpastellkreide mit dem Titel &#8222;Spiegelbilder der Melancholie&#8220;. Vom September bis Anfang November konnte das deutsch-polnische Fotoprojekt &#8222;N\u00e4he und Distanz&#8220; mit einer tollen Ausstellung verwirklicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Juli konnten unter strengen Hygieneauflagen wieder erste \u00f6ffentliche Veranstaltungen stattfinden. In der Kinderbibliothek wurden nach der \u00d6ffnung t\u00e4glich Veranstaltungen und Bibliothekseinf\u00fchrungen durchgef\u00fchrt. Ein besonderer H\u00f6hepunkt war der Ferienkursus &#8222;Sei kreativ &#8211; probiere dich aus an neuen Medien&#8220; als\u00a0Teil des Projekts \u201eTotal Digital! Lesen und erz\u00e4hlen mit digitalen Medien&#8220; des Deutschen Bibliotheksverbands. Neben der Bibliothek als Initiator und dem Th\u00fcringer Medienbildungszentrum war hier der Bibliotheksf\u00f6rderverein \u201eBuch und Leser&#8220; Projektpartner. Frank R\u00fcdiger stellte seinen neuen Bildband \u201eGera\u201c und Ulla Sp\u00f6rl \u201eJunges Blut: ein Laufsteg-Krimi aus Gera\u201c vor. Der erste \u201eTreffpunkt Bibliothek\u201c mit der Mentaltrainerin Manuela M\u00fcller wurde aufgrund der hohen Nachfrage sogar wiederholt. Ab September gab es mit \u201eLesenswert\u201c ein neues Veranstaltungsangebot, bei dem sich die Besuchenden aktiv einbrachten, indem sie den weiteren G\u00e4sten ihre gelesenen B\u00fccher weiter empfahlen und dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch kamen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst folgte eine Vielzahl an Veranstaltungen: Zur Erinnerung an&nbsp;Esther Bejarano zeigte die Bibliothek den Film \u201eWo der Himmel aufgeht&#8220; und lud zum anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4ch mit dem Produzenten und Regisseur Tobias Kriele ein. Es folgten Lesungen mit Michael Kleim, Dirk Neubauer, Landolf Scherzer und Hans-Dieter Sch\u00fctt. Heike Hahn entf\u00fchrte die Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer nach China und Annett und Michael Rischer weckten das Interesse an einem nahezu vergessen Land: Albanien. Auch die Lesungen aus den B\u00fcchern \u201eDDR f\u00fcr Klugschei\u00dfer&#8220; von Mirko Kr\u00fcger , \u201eDie Brehms in Th\u00fcringen&#8220; von Jochen S\u00fcss,&nbsp; \u201eDer kleine Gartenversager&#8220; von Stefan Schwarz und \u201eWo wir Kinder waren&#8220; von Kati Naumann waren durchweg sehr gut besucht. Eine ganz besondere Veranstaltung mit dem Titel \u201eZwischen den Ufern&#8220; w\u00fcrdigt die Th\u00fcringer Autorin Annerose Kirchner anl\u00e4sslich ihres siebzigsten Geburtstages. Die Veranstaltung mit Maxim Leo \u201eWo wir zu Hause sind&#8220; und die Konzert-Lesung mit Wolfgang Martin und Manuel Schmid \u201eSagte mal ein Dichter: eine Hommage an Holger Biege&#8220; stellten weitere H\u00f6hepunkte dar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinter den Kulissen der Bibliothek<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Bew\u00e4ltigung der Corona-Situation verst\u00e4rkten einige Mitarbeiter den \u00f6rtlichen Krisenstab und das Gesundheitsamt. Dar\u00fcber hinaus wurde die Schlie\u00dfzeit der beiden Einrichtungen f\u00fcr eine Inventur der 150&#8217;000 Medien genutzt, der Bestand auf Aktualit\u00e4t und ihren \u00e4u\u00dferlichen Zustand gepr\u00fcft, sowie neue Medien beschafft. In der Stadtteilbibliothek Lusan wurden lange geplante Maler- und Versch\u00f6nerungsarbeiten durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Stadtrat wurde im Juni ein \u00fcberarbeitetes Bibliothekskonzept f\u00fcr die Zeit von 2021 bis 2025 vorgestellt, welches f\u00fcr weitere Planungssicherheit sorgt. Erfreulich war zudem die Zusage von Bundesf\u00f6rdermitteln in H\u00f6he von 37&#8217;300 Euro aus dem Programm \u201eWissensWandel\u201c des Deutschen Bibliotheksverbands. Mit diesem k\u00f6nnen bis Oktober 2022 Online- und E-Lern-Angebote weiter ausgebaut, ein modernes Bibliothekssystem mit verbesserter Suchfunktion sowie eine barrierefreie, mehrsprachige, endger\u00e4tangepasste Website installiert werden. Dar\u00fcber hinaus hat sich die Stadt- und Regionalbibliothek um das Qualit\u00e4tssiegel \u201eErlesene Bibliothek\u201c beworben. Dieses Pr\u00e4dikat wird Th\u00fcringer Bibliotheken verliehen, die verbindliche Qualit\u00e4tsstandards erf\u00fcllen und sichern eine langfristige finanzielle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin kompliziertes Jahr geht zu Ende, in dem viel Kraft und Engagement investiert wurde. Es ist nat\u00fcrlich toll, dass unsere alternativen Angebote so gut angenommen wurden. Dennoch t\u00e4uscht diese Freude nicht dar\u00fcber hinweg, dass die Bibliothek ihre Aufgabe als Ort der Begegnung nicht erf\u00fcllen konnte. Viele Angebote, von Internetarbeitspl\u00e4tzen \u00fcber Veranstaltungen bis hin zu kreativen Projekten, fanden schlichtweg nicht statt\u201c, spricht Rainer Schmidt die Herausforderungen des vergangenen Jahres an. Gleichzeitig bleibt er optimistisch: \u201eTrotz widriger Umst\u00e4nde konnten Erfolge verzeichnet werden, gab es auch viele Gl\u00fccksmomente. Die Gewissheit bleibt, dass die Bibliothek auch zuk\u00fcnftig\u00a0 f\u00fcr ihre Nutzerinnen und Nutzer da ist\u201c, versichert Rainer Schmidt, Leiter der Regional- und Stadtbibliothek.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Stadt- und Regionalbibliothek&nbsp;blickt auf ein herausforderndes Jahr 2021 zur\u00fcck. \u201eGanz wesentlich und positiv betonen m\u00f6chte ich: Die Lust auf B\u00fccher ist ungebrochen. 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