{"id":17705,"date":"2022-01-15T01:33:33","date_gmt":"2022-01-15T00:33:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=17705"},"modified":"2022-01-15T01:33:34","modified_gmt":"2022-01-15T00:33:34","slug":"das-jahr-2021-an-der-geraer-volkshochschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/01\/15\/das-jahr-2021-an-der-geraer-volkshochschule\/","title":{"rendered":"DAS JAHR 2021 AN DER GERAER VOLKSHOCHSCHULE"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Geraer Volkshochschule \u201eAenne Biermann\u201c zieht eine gemischte Bilanz f\u00fcr das Jahr 2021. \u201eWissensvermittlung als eine unserer Kernaufgaben konnte pandemiebedingt nicht zufriedenstellend umgesetzt werden\u201c, bedauert Petra Meyenberg, Direktorin der Volkshochschule, die Situation. Die Volkshochschule war im vergangenen Jahr zwischen dem 31. Mai und dem 22. November f\u00fcr den normalen Kursbetrieb ge\u00f6ffnet. Begonnen wurde im Mai mit der Fortf\u00fchrung und Beendigung der seit November\/Dezember 2020 unterbrochenen Kurse. Das geplante Fr\u00fchjahrssemester musste auf den Herbst 2021 verlegt werden. Eine Ausnahme bildeten die Kurse zum Erlangen von Bildungsabschl\u00fcssen (Abitur\/Realschule\/Alphabetisierung) und die durch das Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (BAMF) gef\u00f6rderten Integrations- und Berufssprachkurse, die durchgehend stattfinden konnten. In diesen knapp sechs Monaten Kursbetrieb fanden, beeintr\u00e4chtigt durch die Corona-Verordnungen und den damit verbundenen Unterbrechungen, 4362 Unterrichtsstunden statt. 1149 Teilnehmende besuchten insgesamt 257 Kurse. Aufgrund vieler Ungewissheiten waren Kursr\u00fccktritte und Kursabbr\u00fcche keine Seltenheit. Im Vergleich zum Jahr 2019, also vor der Corona-Zeit, ging die Zahl der gehaltenen Unterrichtsstunden um 55 % und die Zahl der Teilnehmer um 75 % zur\u00fcck. Eine Ausfallhilfe f\u00fcr Einrichtungen der Erwachsenenbildung wurde beantragt und mit 31&#8217;000 Euro bewilligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Petra Meyenberg verweist dennoch auf einige H\u00f6hepunkte der vergangenen Monate: \u201eDie Angebote, die wir umsetzen konnten, wurden gut besucht. Bei den Pilzexkursionen oder den Flechtkursen beispielsweise gab es so viele Anmeldungen, dass wir mehrere Folgetermine und Kurse nachgeplant haben.\u201c Die Kurse \u201eZeichnen und Malerei\u201c f\u00fcr Erwachsene, Kinder und Jugendliche liefen ebenfalls sehr gut an. \u201eDie Nachfrage war so gut, dass wir eigentlich im neuen Semester mehr Kurse anbieten wollten. Jedoch m\u00fcssen wir nun erst die noch offenen Kurse aus dem Herbst beenden\u201c, erkl\u00e4rt Petra Meyenberg. Im Sprachbereich wurden beispielsweise Kurse f\u00fcr Chinesisch und Arabisch angeboten, sowie erstmals ein Onlinekurs \u201eDeutsch im Beruf\u201c. Ebenfalls stark ausgelastet waren die Gesundheitskurse.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde das vergangene Jahr genutzt, um die Lern- und Lehrbedingungen in der Volkshochschule nachhaltig sowie inklusiv zu optimieren und damit die richtigen Weichen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Bildungseinrichtung gestellt. So wurde in der Zeit der Schlie\u00dfung der Internetauftritt der Geraer Volkshochschule vollst\u00e4ndig \u00fcberarbeitet und ist seit April im inklusiven Format mit den Optionen \u201aLeichte Sprache\u2018, \u201a\u00dcbersetzungsprogramm\u2018, \u201afarbliche Kontraste\u2018 und \u201aver\u00e4nderbarer Schriftgr\u00f6\u00dfe\u2018 nutzbar.<\/p>\n\n\n\n<p>In 2021 wurde zudem weiter an der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie gearbeitet. So wird seit August im gesamten Geb\u00e4ude die digitale Infrastruktur ausgebaut. F\u00fcr die Datenvernetzung wurden mehrere F\u00f6rderantr\u00e4ge beim Ministerium f\u00fcr Bildung, Jugend und Sport gestellt und mit insgesamt 51&#8217;300 Euro bewilligt. Perspektivisch wird das gesamte Schulgeb\u00e4ude \u00fcber W-LAN verf\u00fcgen. Weiterhin wurden F\u00f6rdermittel zur Anschaffung zus\u00e4tzlicher Ger\u00e4te wie Tablets oder Notebooks beantragt, um den digital gest\u00fctzten Unterricht sicher zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurde zwischen Mai und Dezember ein Personenaufzug in das Hauptgeb\u00e4ude in der Talstra\u00dfe eingebaut. Diese bauliche Ma\u00dfnahme erm\u00f6glicht zuk\u00fcnftig Menschen mit Behinderung einen verbesserten Zugang zu dem vielf\u00e4ltigen Kursangebot. Alle 15 Kursr\u00e4ume und die Verwaltung sind nun barrierefrei erreichbar. Diese Inklusionsma\u00dfnahme wurde durch das Land Th\u00fcringen mit insgesamt 250&#8217;000 Euro gef\u00f6rdert. Aufgrund dieser umfangreichen Bauma\u00dfnahmen standen im Geb\u00e4ude der Volkshochschule lediglich drei R\u00e4ume f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Kursbetrieb von Mai bis November zur Verf\u00fcgung. Daher fand dieser \u00fcberwiegend in Ausweichr\u00e4umen statt, womit gro\u00dfe logistische Herausforderungen verbunden waren. So wurden unm\u00f6blierte R\u00e4umlichkeiten in der Tonhalle in der Clara-Zetkin-Stra\u00dfe sowie in der Rudolf-Diener-Stra\u00dfe 1 genutzt. Hierf\u00fcr war ein aufw\u00e4ndiger Umzug f\u00fcr das notwendige Mobiliar von der Volkshochschule in die Ausweichquartiere und wieder zur\u00fcck erforderlich. Zudem wurden die Regionalbibliothek und die Berufsschule Eduard Amthor genutzt, um den Kursbetrieb aufrecht zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr das kommende Jahr hat die Geraer Volkshochschule \u201eAenne Biermann\u201c viel vor. F\u00fcr 2022 ist eine Renovierung des gesamten Schulgeb\u00e4udes geplant, wobei der Lehrbetrieb so wenig wie m\u00f6glich beeintr\u00e4chtigt werden soll.\u00a0 Ziel ist die Gestaltung aller Kursr\u00e4ume und Flure in einem inklusiven Farbkonzept. Hierunter ist unter anderem eine kontrastreiche Farbgestaltung zu verstehen, damit sich W\u00e4nde, Decken und B\u00f6den deutlicher voneinander abheben. Sehbehinderten Menschen erleichtert dies die Orientierung innerhalb des Geb\u00e4udes. Auch Bewegungsmelder und eine ad\u00e4quate Beschilderung mit Blindenschrift sollen in den Fluren und im Treppenhaus nachger\u00fcstet werden. Dar\u00fcber hinaus wird der gr\u00f6\u00dfte Kursraum der Geraer Volkshochschule zur Verbesserung der Akustik mit einer Lochdecke ausgestattet werden. Die Dachfenster im Anbau erhalten Blendschutzrollos. Zur Finanzierung dieser Bauma\u00dfnahmen wurden Mittel aus der Richtlinie Inklusion des Th\u00fcringer Erwachsenenbildungsgesetztes in H\u00f6he von 130&#8217;000 Euro beantragt. Eine Bewilligung wird im ersten Quartal 2022 erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit ist das Fr\u00fchjahrsprogramm 2022 in Planung. Das Programmheft wird mit neuem Layout, gr\u00f6\u00dferer Schrift und besserer Orientierung aufgesetzt; in diesem Jahr aufgrund m\u00f6glicher Verschiebungen digital, perspektivisch wieder in gedruckter Version. Eine Ver\u00f6ffentlichung ist f\u00fcr den 31. Januar 2022 auf der Internetseite der Geraer Volkshochschule geplant. Unverbindliche Platzreservierungen f\u00fcr das reichhaltige Programm sind ab diesem Tag m\u00f6glich. Jedoch werden nach einer m\u00f6glichen \u00d6ffnung der Volkshochschule erst die unterbrochenen Kurse des letzten Herbstsemesters beendet. \u201eWir verstehen uns als Ort der Begegnung und k\u00f6nnen es kaum erwarten, wieder gemeinsam mit unseren Teilnehmenden zu lernen, kreativ und aktiv zu sein. Daher hoffen wir, dass wir zumindest bald eine Perspektive anbieten k\u00f6nnen, wie es mit unserem Bildungsangebot weitergehen wird\u201c, blickt Petra Meyenberg optimistisch ins neue Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Geraer Volkshochschule \u201eAenne Biermann\u201c zieht eine gemischte Bilanz f\u00fcr das Jahr 2021. \u201eWissensvermittlung als eine unserer Kernaufgaben konnte pandemiebedingt nicht zufriedenstellend umgesetzt werden\u201c, bedauert Petra Meyenberg, Direktorin der Volkshochschule, die Situation. 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