{"id":18077,"date":"2022-02-15T11:09:18","date_gmt":"2022-02-15T10:09:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=18077"},"modified":"2022-02-15T11:12:35","modified_gmt":"2022-02-15T10:12:35","slug":"die-jahresbilanz-im-bereich-stadtentwicklung-bau-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/02\/15\/die-jahresbilanz-im-bereich-stadtentwicklung-bau-umwelt\/","title":{"rendered":"DIE JAHRESBILANZ IM BEREICH STADTENTWICKLUNG\u2014BAU\u2014UMWELT"},"content":{"rendered":"\n<p>Wo steht das Dezernat f\u00fcr Stadtentwicklung, Bau und Umwelt zu Beginn des neuen Jahres? Leiter Michael Sonntag und die rund 250 Mitarbeiter in sechs \u00c4mtern blicken auf ein ereignisreiches 2021 zur\u00fcck, gepr\u00e4gt durch eine Vielzahl an Neuerungen und wichtigen Weichenstellungen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIch bin stolz und dankbar, was im letzten Jahr trotz der insgesamt nicht einfachen Rahmenbedingungen f\u00fcr unsere Stadt Gera erreicht werden konnte. Mein besonderer Dank gilt neben den vielen Partnern, beauftragten Planungsb\u00fcros und Firmen insbesondere meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Dezernat, die in jedem Amt neben den organisatorischen und vielfach auch personellen Ver\u00e4nderungen pandemiebedingte Zusatzbelastungen gemeistert haben. Die Liste der geschafften oder in Umsetzung befindlichen Ma\u00dfnahmen und Projekte ist lang, wenn auch mit dem Tietz-Kaufhaus ein f\u00fcr die Innenstadt besonders wichtiges Vorhaben nicht zum Erfolg gef\u00fchrt werden konnte. Umso mehr freue ich mich, dass wir als Stadt Gera in das neue Bundesprogramm \u201aZukunftsf\u00e4hige Innenst\u00e4dte und Zentren\u2018 aufgenommen wurden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der vom Stadtplanungsamt erfolgreich eingebrachte Antrag auf F\u00f6rdermittel aus dem erw\u00e4hnten Bundesprogramm verspricht die Bezuschussung des Aufbaus eines urbanen Zukunftsmanagements f\u00fcr Gera in H\u00f6he von 1,6 Millionen Euro. Entsprechend zuversichtlich zeigt sich Geras Baudezernent:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eBeginnend in diesem Jahr k\u00f6nnen wir unsere Innenstadt konzeptionell und strategisch neu aufstellen, damit sie attraktiver und zunehmend als Herz der Stadt auch Motor der Stadtentwicklung wird.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Neubesetzung wichtiger Schl\u00fcsselpositionen<\/strong><br>Zu den priorit\u00e4ren Aufgaben 2021 geh\u00f6rte f\u00fcr Michael Sonntag das L\u00f6sen personeller Engp\u00e4sse im Dezernat, um zukunftsstabile Arbeitsteams schaffen und entwickeln zu k\u00f6nnen. So wurden im letzten Jahr in verschiedenen \u00c4mtern wichtige Schl\u00fcsselpositionen neu besetzt. Seit Juni 2021 verantwortet der promovierte Diplomingenieur Stadtplanung und geb\u00fcrtige Geraer Thomas Prill das Stadtplanungsamt, das sich derzeit unter anderem der \u00dcberarbeitung und Aktualisierung des Fl\u00e4chennutzungsplans widmet, mit dem f\u00fcr die kommenden 15 bis 20 Jahre die Ansiedlung von Industrie, Gewerbe und Wohnraum sowie die Verkehrsfl\u00e4chen und Gr\u00fcnbereiche weitgehend festgelegt werden. Mit der Aufhebung der Sanierungsgebiete \u201eParkstra\u00dfe\u201c und \u201eElsteraue-Hofwiesen\u201c erfuhr der Bereich Stadterneuerung innerhalb des Stadtplanungsamtes eine entscheidende Neuausrichtung: \u00dcber zwei Jahrzehnte war das Areal des Hofwiesenparks neben Teilen von Alt-Untermhaus Schwerpunkt der st\u00e4dtebaulichen Erneuerung in Gera. Nun sollen vor allem das Stadtzentrum sowie das Ostviertel\/s\u00fcdliche Innenstadt in den Mittelpunkt der Sanierungsanstrengungen r\u00fccken. Die Verl\u00e4ngerung der entsprechenden Sanierungssatzungen bis zum Jahr 2036 wurde durch den Stadtrat im November beschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2021 \u00fcbernahm der studierte Natursch\u00fctzer und Landschaftsplaner J\u00f6rg Kirschnick-Werner die Leitungsaufgaben im Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn, das f\u00fcr die Unterhaltung und Bewirtschaftung des rund 850 Hektar gro\u00dfen Stadtwaldes ebenso zust\u00e4ndig ist wie unter anderem auch f\u00fcr Parkanlagen sowie Spielpl\u00e4tze im Stadtgebiet. Ein wichtiges Ziel f\u00fcr die kommenden Jahre sieht J\u00f6rg Kirschnick-Werner in einem st\u00e4rker \u00f6kologisch und klimafreundlich ausgerichteten Gr\u00fcnfl\u00e4chenmanagement. Zu den gr\u00f6\u00dften Investitionen des Amtes geh\u00f6rte 2021 der Ankauf eines 13 Hektar gro\u00dfen Waldgrundst\u00fcckes in Pforten im Naturschutzgebiet \u201eLasur und Eichberg\u201c zur St\u00e4rkung des Kommunalwaldreviers und des Naturschutzes in Gera, der im Dezember durch den Stadtrat beschlossen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der Gr\u00fcnpflege war das vergangene Jahr durch vielf\u00e4ltige Bau- und Sanierungsarbeiten gepr\u00e4gt. Die popul\u00e4rste Bauma\u00dfnahme im Verantwortungsbereich des Amtes f\u00fcr Stadtgr\u00fcn war die Sanierung des Piratenschiffs und die Aufwertung der Anlage des Themenspielplatzes am Gries im Stadtteil Untermhaus. Eine gr\u00f6\u00dfere Umbauma\u00dfnahme erfolgte 2021 auch auf dem Spielplatz in Thr\u00e4nitz. Hier wurde ein Kleinkind-Bereich mit Nestschaukel, Wippe und Sitzsteinen geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein wurde zudem das Umfeld des V\u00f6lkerschlachtdenkmals in Cretzschwitz anl\u00e4sslich der 900-Jahr-Feier des Dorfes neu gestaltet. Federf\u00fchrend setzte sich das Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn gemeinsam mit dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt und dem Verein zur nachhaltigen F\u00f6rderung der Idee der Buga Gera-Ronneburg 2007 e. V. f\u00fcr die Reaktivierung des Theaterbrunnens ein, der zur Bundesgartenschau im Jahr 2007 erbaut wurde und letztmalig im Sommer 2009 sprudelte. Im Zuge des Umbaus des R\u00fccklaufbeckens und der Installation einer verbesserten Elektrik konnten die attraktiven Wassers\u00e4ulen im Eingangsbereich des Theatergeb\u00e4udes Ende 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Damit steht der saisonalen Nutzung des Wasserspiels ab Ostern 2022 nichts mehr im Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzt wurde die Ma\u00dfnahme aus F\u00f6rdermitteln des Freistaates Th\u00fcringen in H\u00f6he von 20&#8217;000 Euro. Besonders erfreut waren Uwe Schleicher und seine Mitarbeiter der Gr\u00fcnpflege \u00fcber die Auszeichnung der Stadt Gera, Amt f\u00fcr Stadtgr\u00fcn als \u201eErfolgreicher Ausbildungsbetrieb\u201c im Berufsbild G\u00e4rtner der Fachrichtung Garten und Landschaftsbau f\u00fcr das Jahr 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach \u00fcber zwei Jahrzehnten verabschiedete sich der \u201eewige\u201c Tierparkleiter Ulrich Fischer im Mai 2021 in den Ruhestand. F\u00fcr seine Nachfolge bewarben sich rund 20 Interessenten. Die Wahl fiel auf den Naturschutzbiologen und ausgebildeten Wildtiermanager Dr. Florian Weise, der in Zukunft vor allem den Bildungsauftrag des Geraer Tierparks st\u00e4rken will, indem moderne Formen des Naturerlebens wie etwa ein Baumwipfelpfad, unterirdische G\u00e4nge und mehr begehbare Gehege f\u00fcr die Besucherinnen und Besucher geschaffen werden. Ein bedeutendes Ereignis des Tierparkjahres war der Bezug des teilsanierten Raubtiergeheges durch das L\u00f6wentrio Sari, Mali und Mufassa im M\u00e4rz, der auch \u00fcberregional f\u00fcr Schlagzeilen sorgte. Das L\u00f6wenm\u00e4nnchen und seine beiden Schwestern aus dem Magdeburger Zoo sind eine Rarit\u00e4t: Im Unterschied zu ihren braunen Artgenossen bestechen sie durch ein wei\u00df- bis cremefarbenes, helles Fell. Bis Jahresende lockten die neuen Bewohner rund 191&#8217;000 G\u00e4ste in den Geraer Tierpark \u2014 ein neuer Rekord!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wichtige Bauprojekte im Jahr 2021<\/strong><br>Ein Highlight des Amtes Hochbau und Liegenschaften unter der Leitung von Sven-Gunnar Diener war die Baufertigstellung des \u201eCampus Rutheneum\u201c, der in den letzten f\u00fcnf Jahren am westlichen Rand der Geraer Altstadt zwischen Burgstra\u00dfe und Reichsstra\u00dfe entstand und unweit vom historischen Markt und Rathaus entfernt ist. In drei zusammenh\u00e4ngenden Schulh\u00e4usern f\u00fchrt der Komplex die bisher in der Stadt verteilten Schulstandorte des Gymnasiums \u201eRutheneum seit 1608\u201c zusammen. Gleichzeitig treffen historische Geb\u00e4ude auf moderne Entw\u00fcrfe und vereinen sich zu einem stimmigen, einzigartigen Gesamtbild. Dar\u00fcber hinaus schaffen die neuen, durchl\u00e4ssigen Freianlagen mit den vier Campusterrassen eine funktionelle Verbindung zwischen Schule und Altstadt. Der Campus ist damit mehr als ein Schulgel\u00e4nde; er ist ein Stadtplatz, der zur Belebung des Stadtbildes beitr\u00e4gt und die Identit\u00e4t Geras fortschreibt. Das Ergebnis des rund 20-Millionen-Euro teuren, vollendeten Bauprojektes geht auf einen im Jahr 2011 durchgef\u00fchrten Planungswettbewerb zur\u00fcck. Nach dem Konzept des Wettbewerbssiegers Schulz &amp; Schulz Architekten Leipzig wurde das bestehende Ensemble des urspr\u00fcnglichen Schulhauses Rutheneum von 1884\/1887 im Stil der Neurenaissance und des angrenzenden denkmalgesch\u00fctzten ehemaligen Regierungsgeb\u00e4udes des F\u00fcrstenhauses Reu\u00df j\u00fcngere Linie von 1722 um einen funktionalen Neubau und eine Sporthalle erg\u00e4nzt und verdichtet. Der Freifl\u00e4chenentwurf stammt von Pola Landschaftsarchitekten Berlin. Mit Beginn des Schuljahres 2021\/2022 wurde der Unterricht am neuen Campus aufgenommen. Stadt und Schule verliehen dem Ereignis mit einer gemeinsamen feierlichen Er\u00f6ffnung am 17. September 2021 den entsprechenden Rahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sanierungs- und Neubauma\u00dfnahmen an der Ostschule Gera \u2013 Europaschule geh\u00f6rten neben dem \u201eCampus Rutheneum\u201c auch 2021 zu den gr\u00f6\u00dften Projekten des Geraer Schulbauprogramms. Zahlreiche Gewerke wurden bis Ende des Jahres fertiggestellt, darunter s\u00e4mtliche Rohbauleistungen, die Fassade f\u00fcr Schule und Neubau mit Fenstern, Putz, Maler- und Abdichtungsarbeiten, die Aufzugsanlage und Glasfassade des Mittelbaus, alle Wasser-Abwasserleitungen, die Rohinstallationen Heizung-L\u00fcftung-Sanit\u00e4r sowie die Rigole. Zudem konnte der erste Abschnitt der Au\u00dfenanlagen beendet und die neue Heizungsanlage in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig sah man sich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, so etwa durch die unsachgem\u00e4\u00dfe Ausf\u00fchrung von Malerarbeiten im Innenbereich. Hinzu kamen 2021 ein langer Winter und die allgemein angespannte Marktsituation durch einen hohen Personalkrankenstand bei den Baufirmen, einen Mangel an Materialverf\u00fcgbarkeiten und massive Preissteigerungen, die zu Verschiebungen des Bauablaufplanes f\u00fchrten. Dennoch ist Sven-Gunnar Diener zuversichtlich, den anvisierten Fertigstellungstermin im Sommer 2022 halten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Desweiteren fanden 2021 in der Musikschule \u201eHeinrich Sch\u00fctz\u201c wichtige Bauma\u00dfnahmen statt. Im November wurde der neue Musikpavillon im Garten der Schule seiner Nutzung \u00fcbergeben. Die Planung und Errichtung erfolgten \u00fcber eine F\u00f6rderung des Freistaates Th\u00fcringen f\u00fcr Qualit\u00e4tssicherung und -entwicklung der Musikschule. Die feierliche Einweihung des Pavillons ist im Fr\u00fchjahr oder Sommer 2022 vorgesehen. Zus\u00e4tzlich erhielt die S\u00fcdseite des Hauptgeb\u00e4udes am Biermannplatz einen Sonnenschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur nachhaltigen Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen erhielt die Geraer Volkshochschule im letzten Jahr einen Personenaufzug, der zwischen Mai und Dezember in das Hauptgeb\u00e4ude in der Talstra\u00dfe eingebaut wurde. Damit sind nun alle 15 Kursr\u00e4ume sowie die Verwaltung f\u00fcr Menschen mit Behinderungen barrierefrei erreichbar. Die Inklusionsma\u00dfnahme wurde durch das Land Th\u00fcringen mit insgesamt 250&#8217;000 Euro gef\u00f6rdert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 654&#8217;440 Euro. Zugleich konnte im gesamten Geb\u00e4ude die Datenanlage erneuert werden, so dass das gesamte Schulgeb\u00e4ude perspektivisch \u00fcber WLAN verf\u00fcgen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wurde au\u00dferdem fertiggestellt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Brandschutz in der Kita \u201eGrash\u00fcpfer\u201c und Kita \u201eSonnenblume\u201c<br>&#8211; Sanierung des Sanit\u00e4rbereiches in der Kita \u201eSonnenblume\u201c<br>&#8211; Ausf\u00fchrungsplanung zum Abriss des Geb\u00e4udes des ehemaligen Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Lusan<br>&#8211; Durchf\u00fchrung des europaweiten Vergabeverfahrens der Planungsleistungen f\u00fcr den Bildungscampus Lusan<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den gr\u00f6\u00dften und komplexesten Stra\u00dfenbauprojekten des Geraer Tiefbau- und Verkehrsamtes geh\u00f6rte auch 2021 die Wiesestra\u00dfe. Dabei wurde mit der Inbetriebnahme der Bauabschnitte 1 (Karl-Marx-Allee bis Rudolf-Scheffel-Stra\u00dfe) und 3 (Debschwitzer Stra\u00dfe bis Arminiusstra\u00dfe) im Juli ein wichtiger Meilenstein erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig konnte planm\u00e4\u00dfig mit den Bauarbeiten im finalen Bauabschnitt 2 begonnen werden. Ein besonderer Schwerpunkt dieses Abschnittes ist die Kreuzung Haeckelstra\u00dfe\/Debschwitzer Stra\u00dfe, die komplett neu gestaltet wird. Ziel ist es, in diesem Bereich den Verkehrsfluss durch eine optimierte Stra\u00dfenf\u00fchrung zu verbessern. Nach Abschluss aller Ma\u00dfnahmen wird die Wiesestra\u00dfe \u00fcber eine effiziente Verkehrsf\u00fchrung und barrierefreie Haltestellen verf\u00fcgen. Hochwertige und innovative Baumaterialien sorgen zus\u00e4tzlich f\u00fcr deutlich reduzierten Verkehrsl\u00e4rm. Der zweigleisige Bahnbetrieb soll bis Ende November 2022 hergestellt sein. Circa einen Monat sp\u00e4ter erfolgt dann die Verkehrsfreigabe f\u00fcr den Individualverkehr. Die Gesamtinvestition der Gemeinschaftsbauma\u00dfnahme der GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera mbH, der Stadt Gera, des Zweckverbands Wasser\/Abwasser \u201eMittleres Elstertal\u201c, der Energieversorgung Gera (EGG) und der Telekom bel\u00e4uft sich auf etwa 15,73 Millionen Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Juli 2021 kann die Br\u00fccke auf der B 92 Zoitzbergstra\u00dfe in Lusan wieder ohne Einschr\u00e4nkungen befahren werden. Die Bauarbeiten hatten am 1. Juli 2019 begonnen, \u00fcber ein Jahr nachdem die Br\u00fccke aus Sicherheitsgr\u00fcnden f\u00fcr den LKW-Verkehr gesperrt wurde. Zur Wiederherstellung der Tragf\u00e4higkeit und Standsicherheit des Bauwerks wurde die Br\u00fccke neu errichtet. Eine Sanierung musste von vornherein aus Rentabilit\u00e4tsgr\u00fcnden ausgeschlossen werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 5,7 Millionen Euro; 75 % davon wurden \u00fcber die F\u00f6rderung des Freistaates Th\u00fcringen f\u00fcr kommunalen Stra\u00dfenbau finanziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben gro\u00dfangelegten Schul- und Stra\u00dfenbauma\u00dfnahmen erfolgte 2021 eine Vielzahl wichtiger Sanierungen zum Erhalt historischer Bauwerke im Stadtgebiet Gera. Bei diesen Privatvorhaben von engagierten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie Unternehmen stand die Untere Denkmalschutzbeh\u00f6rde beratend zur Seite.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Sanierung von Kulturdenkmalen, etwa der Fassade des historischen Rathauses im Bereich J\u00fcdengasse, des Eingangsbereichs mit zwei barocken Holztoren des Museums f\u00fcr Angewandte Kunst\/ Ferbersches Haus sowie der Villa Meyer in der Clara-Zetkin-Stra\u00dfe<\/li><li>Instandhaltung von Wohnbauten im Denkmalensemble in der Gagarin-Stra\u00dfe und am Bieblacher Hang sowie der DDR-Plattenbauten Schuhgasse 4 bis 8 durch die GWB Elstertal Geraer Wohnungsbaugesellschaft mbH<\/li><li>denkmalgerechte Sanierung des Fachwerkhauses am Gries 5 mit bemalter Holzdecke und historischem Treppenturm sowie des Portals des barocken Wohn- und Gesch\u00e4ftshauses in der Gro\u00dfen Kirchstra\u00dfe 7<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wurde mit den Sanierungsarbeiten auf dem Areal Schloss Osterstein begonnen. Im August 2021 hatte die Stadt die Baugenehmigung f\u00fcr das Revitalisierungsprojekt erteilt. Der erste Bauabschnitt des Privatvorhabens umfasst die Sanierung des Wohnhauses und die Restauration des unteren Hofes. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der nach jetzigen Pl\u00e4nen 2023 beginnen soll, werden die Remise und das Torhaus erneuert. Ab 2024 ist der Umbau des Terrassencaf\u00e9s geplant. In diesem Zusammenhang muss auch die Sanierung des Reussischen Forsthauses in Gro\u00dfaga durch Prinz Reu\u00df Heinrich XIIII. erw\u00e4hnt werden. Zu den H\u00f6hepunkten des letzten Jahres z\u00e4hlt aus Sicht des Denkmalschutzes die mit dem Th\u00fcringer Denkmalschutzpreis in der Kategorie Einzeldenkmal ausgezeichnete Instandsetzung des \u201eWohnhauses Kratsch\u201c in Gera-Debschwitz. Der Entwurf des Geb\u00e4udes im Bauhaus-Stil stammt von Architekt Thilo Schoder.<\/p>\n\n\n\n<p>Im November 2021 konnte nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit der Hochwasserschutz auf der linken Uferseite zwischen der Untermh\u00e4user B\u00fccke und der Cubabr\u00fccke fertiggestellt werden. Dabei wurde im Auftrag der Th\u00fcringer Landesgesellschaft und unter fachlicher Begleitung der Unteren Wasserbeh\u00f6rde des Geraer Umweltamtes eine Stahlbetonmauer mit Natursteinverkleidung errichtet. Der Neubau entlang der Uferstra\u00dfe war aufgrund der Instabilit\u00e4t und unzureichenden Materialbeschaffenheit der vorhandenen Konstruktion notwendig geworden und erfolgte ab Mai 2020. Damit verbunden ist das Ziel, den Schutz f\u00fcr ein hundertj\u00e4hrliches Hochwasserereignis f\u00fcr Wohngebiete, wie sie sich in unmittelbarer Umgebung befinden, sicherzustellen. Bereits 2012 hatte dazu eine umfangreiche Untersuchung der Wei\u00dfen Elster im gesamten Bereich des Freistaates Th\u00fcringen stattgefunden, deren Erkenntnisse in eine erste Planung f\u00fcr den konkreten Ma\u00dfnahmenbereich einflossen. In Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbeh\u00f6rde wurden die historischen Grauwackesteine der alten Mauer zur Verkleidung der neuen mitverwendet. Die Baukosten der Schutzma\u00dfnahme belaufen sich insgesamt auf rund 2,3 Millionen Euro. Mit dem Neubau erfuhr das Areal als Ganzes eine Aufwertung. So wurde parallel zur Hochwasseranlage die Rampe an der Untermh\u00e4user Br\u00fccke zum Mohrenplatz im Auftrag des st\u00e4dtischen Tiefbau- und Verkehrsamtes instand gesetzt und ein Metallgel\u00e4nder nach historischem Vorbild gefertigt. Dar\u00fcber hinaus erfolgte ab der Cuba-Br\u00fccke eine Verl\u00e4ngerung des angrenzenden Radwegs \u2014 ein Teilst\u00fcck des 250 Kilometer langen Wei\u00dfe Elster-Radwegs. An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Gera sollen 2022 wichtige Vorbereitungsarbeiten f\u00fcr weitere Ma\u00dfnahmen zum Hochwasserschutz im Auftrag des Freistaats Th\u00fcringen erfolgen, etwa zwischen Zw\u00f6tzen und Liebschwitz und in Geras Stadtmitte zwischen Heinrichsbr\u00fccke und Omega.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wo steht das Dezernat f\u00fcr Stadtentwicklung, Bau und Umwelt zu Beginn des neuen Jahres? Leiter Michael Sonntag und die rund 250 Mitarbeiter in sechs \u00c4mtern blicken auf ein ereignisreiches 2021 zur\u00fcck, gepr\u00e4gt durch eine Vielzahl <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/02\/15\/die-jahresbilanz-im-bereich-stadtentwicklung-bau-umwelt\/\" title=\"DIE JAHRESBILANZ IM BEREICH STADTENTWICKLUNG\u2014BAU\u2014UMWELT\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":13046,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-18077","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-lokal"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18077"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18077\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18078,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18077\/revisions\/18078"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}