{"id":18520,"date":"2022-03-26T10:29:57","date_gmt":"2022-03-26T09:29:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=18520"},"modified":"2022-03-26T10:29:59","modified_gmt":"2022-03-26T09:29:59","slug":"deutschland-reduziert-den-gas-import-aus-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/03\/26\/deutschland-reduziert-den-gas-import-aus-russland\/","title":{"rendered":"DEUTSCHLAND REDUZIERT DEN GAS-IMPORT AUS RUSSLAND"},"content":{"rendered":"\n<p>Stadtwerke oder Energieversorger, die sich mit Gas aus Russland beliefern lassen wollen, m\u00fcssten ihre Finanzierungsbank demn\u00e4chst um Zahlung mit der russischen W\u00e4hrung bitten. Die Bank w\u00fcrde sich anschlie\u00dfend um die Beschaffung k\u00fcmmern und w\u00e4re letztendlich auf die russische Zentralbank angewiesen, welche den Rubel herausgibt. Doch diese unterliegt gegenw\u00e4rtig den Wirtschaftssanktionen. Der russische Pr\u00e4sident hat der Zentralbank nach seiner Ank\u00fcndigung, dass Gas-Lieferungen an \u201eunfreundliche Staaten\u201c nur noch in Rubel abgerechnet werden sollen, etwas Zeit einger\u00e4umt, um die Bedingungen f\u00fcr die Zahlungen auszuarbeiten. Die Finanzierungsbanken k\u00f6nnten den Rubel alternativ aber auch \u00fcber Zwischengesch\u00e4fte mit China beschaffen. Inzwischen hat Bundeskanzler Scholz die Forderung des russischen Pr\u00e4sidenten jedoch zur\u00fcckgewiesen. Vertraglich sei eine Zahlung in Dollar oder Euro festgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die USA wollen in diesem Jahr gemeinsam mit internationalen Partnern zus\u00e4tzliches verfl\u00fcssigtes Erdgas in die EU liefern, um russische Importe zu ersetzen. Langfristig soll die Menge erh\u00f6ht werden, bis schlie\u00dflich etwa ein Drittel der derzeitigen Gasimporte aus Russland ersetzt werden k\u00f6nnen. Bislang konnte der Anteil russischen Erdgases am gesamten deutschen Verbrauch von 55 % auf 40 % gesenkt werden. Das Gas aus den USA ist allerdings mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entlastungsma\u00dfnahmen, welche die Regierungskoalition wegen der hohen Energiekosten angek\u00fcndigt hat, w\u00fcrden voraussichtlich fr\u00fchestens ab Juni 2022 in Kraft treten. Notwendig sind Beschl\u00fcsse des Bundestages und des Bundesrates.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Lieferstopp aus Russland h\u00e4tte derzeit schwerwiegende Folgen f\u00fcr die Wirtschaft und den sozialen Frieden in Deutschland. Dennoch mehren sich die Forderungen hiernach. Bereits seit Januar 2022 werden Abschaltungspl\u00e4ne f\u00fcr bestimmte Industriezweige sowie Notfallstrukturen unter Einsatz der Bundeswehr ausgearbeitet bzw. vorbereitet. Lediglich die Begr\u00fcndung \u00e4ndert sich: Anstatt Arbeitsausf\u00e4lle in der kritischen Infrastruktur aufgrund des Corona-Virus SARS-CoV-2, sind es nun Lieferengp\u00e4sse aufgrund des Russland-Ukraine Konflikts, die in dem durchgespielten Szenario zu einer Minderversorgung in Deutschland f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bundestag beschloss am 25. M\u00e4rz 2022 ein Gesetz zur Sicherung der Gasreserven. Anfang November m\u00fcssen die Speicher zu 90 %, und im Februar noch mindestens zu 40 % gef\u00fcllt sein. Gleichzeitig bem\u00fcht sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck um den Abschluss neuer Liefervertr\u00e4ge. Hierzu reiste er gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation nach Norwegen, Saudi Arabien und Katar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Stadtwerke oder Energieversorger, die sich mit Gas aus Russland beliefern lassen wollen, m\u00fcssten ihre Finanzierungsbank demn\u00e4chst um Zahlung mit der russischen W\u00e4hrung bitten. 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