{"id":20024,"date":"2022-08-01T11:26:48","date_gmt":"2022-08-01T09:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=20024"},"modified":"2022-08-01T11:26:50","modified_gmt":"2022-08-01T09:26:50","slug":"offene-fragen-zum-thema-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/08\/01\/offene-fragen-zum-thema-klimawandel\/","title":{"rendered":"OFFENE FRAGEN ZUM THEMA KLIMAWANDEL"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach Angaben der Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie, einer in Genf ans\u00e4\u00dfigen Sonderorganisation der Vereinten Nationen, schreitet die Erderw\u00e4rmung schneller voran als bisherige Berechnungen vermuten lie\u00dfen. Laut dem im Mai 2022 ver\u00f6ffentlichten Weltklimabericht 2021 waren die vergangenen sieben Jahre die w\u00e4rmsten seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen. Als Ursache werden sogenannte menschengemachte Treibhausgase genannt. Von gro\u00dfer Bedeutung sei hier vor allem Kohlenstoffdioxid, welches die Formel CO\u2082 hat. Aber auch Methan und Lachgas h\u00e4tten einen gro\u00dfen Einfluss auf das globale Klima.<\/p>\n\n\n\n<p>Was den Einfluss des CO\u2082 anbelangt, kommen allerdings zunehmend Fragen auf. Laut dem Deutschen Wetterdienst wird das Klima in der Erdgeschichte von der gegenl\u00e4ufigen Entwicklung im CO\u2082-Gehalt der Atmosph\u00e4re und der Strahlungsenergie der Sonne bestimmt. W\u00e4hrend die Sonnenenergie etwa gleichf\u00f6rmig zunimmt, verl\u00e4uft der R\u00fcckgang im CO\u2082-Gehalt in Sch\u00fcben, verursacht durch Verwitterung, Kalkbildung und biogene CO\u2082-Bindung. Dadurch kommt es im Laufe der Erdgeschichte zu einem mehrmaligen Wechsel von Warm- und Kaltphasen. Ob dabei gro\u00dffl\u00e4chige Vereisungen auftreten k\u00f6nnen, h\u00e4ngt zus\u00e4tzlich von anderen \u00fcberlagernden Klimafaktoren, wie z. B. der Verteilung der Kontinente, ab.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/klimastatusbericht\/publikationen\/ksb2003_pdf\/01_2003.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/klimastatusbericht\/publikationen\/ksb2003_pdf\/01_2003.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Demnach nimmt der CO\u2082-Gehalt in der Atmosph\u00e4re langfristig ab. Derzeit liegt er bei nur noch 0,04 %, wobei der Gro\u00dfteil der Emissionen auf nat\u00fcrliche Prozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Das durch menschliche T\u00e4tigkeiten entstehende CO\u2082 trage am st\u00e4rksten zur Erderw\u00e4rmung bei, schreibt allerdings die Europ\u00e4ische Kommission auf ihrer Internetseite zu den Ursachen des Klimawandels. Bis 2020 sei die CO\u2082-Konzentration in der Atmosph\u00e4re auf einen Wert von 48 % \u00fcber dem vorindustriellen Niveau, gemeint ist die Zeit vor 1750, gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man nur diese kurze Zeitspanne, entsteht der Eindruck, als sei der CO\u2082-Gehalt in der Atmosph\u00e4re gegenw\u00e4rtig ungew\u00f6hnlich hoch. Wird allerdings ein gr\u00f6\u00dferer erdgeschichtlicher Abschnitt in den Blick genommen, zeigt sich das Gegenteil, wie unter anderem den Ausf\u00fchrungen der Freien Universit\u00e4t Berlin zu entnehmen ist. Wie diese schreibt, zeigen die CO\u2082- und O\u2082-Gehalte der Atmosph\u00e4re w\u00e4hrend der letzten 600 Millionen Jahre der Erdgeschichte (Phanerozoikum) im Vergleich mit heutigen Werten, dass wir in einer Phase ungew\u00f6hnlich niedriger CO\u2082-Werte leben, wie sie nur im Jungpal\u00e4ozoikum f\u00fcr etwa 60 Millionen Jahre unterschritten wurde. Der Klimaverlauf der Erde sei durch sich abwechselnde Zyklen von relativ kurzen Kalt- und l\u00e4ngeren Warmzeiten gepr\u00e4gt. Diese korrelierten jedoch nur teilweise mit dem CO\u2082-Gehalt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.fu-berlin.de\/presse\/publikationen\/fundiert\/archiv\/2007_01\/07_01_keupp\/keupp.pdf\">https:\/\/www.fu-berlin.de\/presse\/publikationen\/fundiert\/archiv\/2007_01\/07_01_keupp\/keupp.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Laut der FU Berlin leben wir heute heute im Ausklang einer vor 34 Millionen Jahren eingeleiteten Kaltzeit. Die Beantwortung der &#8222;Schuldfrage&#8220;, also die Erkl\u00e4rung m\u00f6glicher Ursachen des Klimawandels, falle mit Blick auf diese Erkenntnis keineswegs mehr so eindeutig aus. Vielmehr w\u00fcrden aus geologisch-historischer Sicht die Einflussm\u00f6glichkeiten des Homo sapiens deutlich relativiert. Es k\u00f6nne deshalb keineswegs garantiert werden, dass der volkswirtschaftlich sehr teure Aktionismus zur Verminderung der CO\u2082-Produktion, selbst bei zuk\u00fcnftig weit \u00fcber die Ziele des derzeitigen Kyoto-Abkommens hinausgehenden Werten, den gew\u00fcnschten Erfolg erzielen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klimaver\u00e4nderungen sollen an dieser Stelle keineswegs negiert werden, ebenso wenig der Einfluss des Menschen, der das gesamte System nachweislich immer st\u00e4rker belastet. M\u00f6glicherweise bringt dieser aber noch weitere Einflussfaktoren mit. Denkbar w\u00e4ren auch noch unbekannte systemische Zusammenh\u00e4nge, und nicht auszuschlie\u00dfen eine interessengeleitete Wissenschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Nach Angaben der Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie, einer in Genf ans\u00e4\u00dfigen Sonderorganisation der Vereinten Nationen, schreitet die Erderw\u00e4rmung schneller voran als bisherige Berechnungen vermuten lie\u00dfen. 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