{"id":20249,"date":"2022-08-20T19:08:38","date_gmt":"2022-08-20T17:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=20249"},"modified":"2022-08-20T19:08:40","modified_gmt":"2022-08-20T17:08:40","slug":"neue-erkenntnisse-zur-lindenthaler-hyaenenhoehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/08\/20\/neue-erkenntnisse-zur-lindenthaler-hyaenenhoehle\/","title":{"rendered":"NEUE ERKENNTNISSE ZUR LINDENTHALER HY\u00c4NENH\u00d6HLE"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Montag, den 25. Juli 2022, gab die Universit\u00e4t K\u00f6ln das im September 2020 entliehene Knochenmaterial eiszeitlicher Tierarten aus der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle zur\u00fcck an das Museum f\u00fcr Naturkunde in Gera. Die untersuchten Geraer Knochen lieferten Wissenschaftlern unter anderem zahlreiche Informationen \u00fcber das Alter und die Ern\u00e4hrung von Tierarten wie Wollhaarnashorn, Wisent, Rentier und Pferd. Herr Florian Sauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universit\u00e4t K\u00f6ln, berichtete zum Pressetermin anl\u00e4sslich der R\u00fcckgabe der Fundst\u00fccke von den bisher erfolgten Untersuchungen und Ergebnissen. Au\u00dferdem informierte der K\u00f6lner Wissenschaftler \u00fcber fortf\u00fchrende Studien zur speziellen Rolle der Knochen aus der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle sowie zum Gesamtbild des Forschungsprojektes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lindentaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle wurde im Sp\u00e4therbst 1874 im Kreuzungsbereich der Pfortener Stra\u00dfe und der Robert-Blum-Stra\u00dfe entdeckt. Sie bestand aus zwei Felsspalten und war mit zahlreiche Knochen, Knochensplittern und Z\u00e4hnen gef\u00fcllt. Die Geraer H\u00f6hle war vor vielen tausend Jahren ein sogenannter Hy\u00e4nenhorst, der von H\u00f6hlenhy\u00e4nen zum Fressen der Beute und h\u00f6chstwahrscheinlich zum Aufziehen der Jungen genutzt wurde. Im Falle der Lindentaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle enthielt das Lockermaterial in den Felsspalten Knochenreste von mehr als drei\u00dfig eiszeitlichen Tierarten. Auch wurden viele Reste der H\u00f6hlenhy\u00e4nen selbst gefunden, darunter sehr junge, aber auch alte Tiere mit verkn\u00f6chertem Kiefer und bis auf die Wurzel abgenutzten Z\u00e4hnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6lner Forscher untersuchen gemeinsam mit Leiter Professor J\u00fcrgen Richter die Menschheits- und Umweltgeschichte w\u00e4hrend der Entstehung der anatomisch modernen Menschen vor 190&#8217;000 Jahren in Afrika. Au\u00dferdem analysiert die Forschergruppe die dazugeh\u00f6rige Einwanderung nach Europa, vor allem die dort stattgefundenen Ausbreitungs- und R\u00fcckzugsbewegungen pr\u00e4historischer Populationen. Aus diesem Grund war auch das Interesse an Knochenmaterial vom typischen Jagdwild des Neandertalers f\u00fcr die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den hohen Proteinanteil in den Knochen und Z\u00e4hnen aus der Fundstelle in Gera konnte unter anderem eine erfolgreiche Altersbestimmung mittels Radiocarbondatierung im Curt-Engelhorn-Zentrum f\u00fcr Arch\u00e4ometrie gGmbH in Mannheim durchgef\u00fchrt werden. Im Ergebnis wurde das Alter von sechs Fundst\u00fccken recht pr\u00e4zise festgestellt. Beispielsweise wurden zwei Proben vom Pferd mit jeweils 46&#8217;000 bis 44&#8217;000 und 41&#8217;000 bis 40&#8217;000 Jahren vor heute datiert. Noch etwas \u00e4lter ist das Ergebnis der Datierung eines Wollhaarnashornknochens mit 47&#8217;000 bis 46&#8217;000 Jahren vor heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2024 ist das 150-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Entdeckung der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle. Dies wird im Rahmen einer Sonderausstellung gew\u00fcrdigt. Dabei wird auch das Knochen- und Zahnmaterial der eiszeitlichen Tiere aus der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am Montag, den 25. Juli 2022, gab die Universit\u00e4t K\u00f6ln das im September 2020 entliehene Knochenmaterial eiszeitlicher Tierarten aus der Lindenthaler Hy\u00e4nenh\u00f6hle zur\u00fcck an das Museum f\u00fcr Naturkunde in Gera. 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