{"id":2069,"date":"2017-10-15T11:50:42","date_gmt":"2017-10-15T09:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=2069"},"modified":"2017-10-15T11:51:46","modified_gmt":"2017-10-15T09:51:46","slug":"zwei-hebraeische-kammeropern-in-gera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/10\/15\/zwei-hebraeische-kammeropern-in-gera\/","title":{"rendered":"ZWEI HEBR\u00c4ISCHE KAMMEROPERN IN GERA"},"content":{"rendered":"<p>TPT bringt in Zusammenarbeit mit den Achava-Festspielen Th\u00fcringen und dem Lehrstuhl f\u00fcr Geschichte der j\u00fcdischen Musik der Hochschule f\u00fcr Musik Franz Liszt Weimar sowie Deutschlandfunk Kultur im Haus der B\u00fchne am Park Gera die beiden hebr\u00e4ischen Kammeropern \u201eSaul in Ein Dor\u201c und \u201eDie Jugend Abrahams\u201c heraus. F\u00fcr die 1922 entstandene Oper \u201eDie Jugend Abrahams\u201c ist es die Urauff\u00fchrung! Premiere ist am Freitag, den 10. November 2017, um 19.30 Uhr.<\/p>\n<p>Die St\u00fccke werden in hebr\u00e4ischer Sprache mit deutschen \u00dcbertiteln aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Chefdramaturg Felix Eckerle ist es gelungen, die Arbeitsgemeinschaft Musiktheater der Dramaturgischen Gesellschaft f\u00fcr dieses Projekt zu interessieren. Am 11. November von 10 Uhr bis 16 Uhr findet ein Symposium in der B\u00fchne am Park statt, das auch der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Bereits am 4. November um 11 Uhr k\u00f6nnen sich Interessierte auf einer Matinee im Haus der B\u00fchne am Park bei freiem Eintritt vorab informieren und erste musikalische Eindr\u00fccke gewinnen.<\/p>\n<p>Eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung sind die Besucher zu einer Einf\u00fchrung im Obergeschoss der B\u00fchne am Park eingeladen.<\/p>\n<p><strong>Saul in Ein Dor<\/strong><br \/>\n&#8211; Opera Concertante mit Musik von Josef Tal<br \/>\n&#8211; Text: Samuel I, 28:3-25<\/p>\n<p>Saul in Ein Dor wurde 1955 uraufgef\u00fchrt. Die Opera Concertante schildert die Begegnung des ersten K\u00f6nigs Israels mit der Wahrsagerin von Ein Dor, die ihm ein tragisches Schicksal prophezeit. \u201eDie Bibel als Opernlibretto zu verwerten, war riskant. Judaisten sahen die Gefahr weltlicher Profanierung. Das Gegenteil stellte sich heraus: Zu h\u00f6ren war j\u00fcdische Musik ohne jedes Melodiezitat aus traditioneller Liturgie, israelische Musik ohne nationale Symbole und obendrein in modernistischer Atonalit\u00e4t\u201c, berichtet Tal in seiner Autobiografie.<\/p>\n<p>Josef Tal (1910-2008) musste 1934 vor dem nationalsozialistischen Terror nach Pal\u00e4stina fliehen und avancierte dort nach dem II. Weltkrieg zu einem Mitbegr\u00fcnder der israelischen klassischen Musik. Zur Premiere in Gera wird der Sohn des Komponisten Etan Tal aus Tel Aviv erwartet.<\/p>\n<p><strong>Die Jugend Abrahams<\/strong><br \/>\n&#8211; Kammeroper in drei Szenen nach den Legenden aus der Aggada<br \/>\n&#8211; Musik von Michail Gnesin \u00b7 Orchestriert von Boris Filanovsky<br \/>\n&#8211; Urauff\u00fchrung<\/p>\n<p>Die symbolisch aufgeladene Geschichte \u00fcber die Jugend des Stammvaters Israels und dessen Streben nach Welterkenntnis diente Michail Gnesin (1883-1957) als Inspirationsquelle f\u00fcr seine Kammeroper. 1922 komponierte er den gr\u00f6\u00dften Teil des Werks in Pal\u00e4stina und beendete den Klavierauszug der Oper Anfang Januar 1923 in Moskau. Jascha Nemtsov hat das Manuskript dieser bislang nicht aufgef\u00fchrten, ersten explizit j\u00fcdischen Oper in hebr\u00e4ischer Sprache in einem Moskauer Archiv wiederentdeckt. Nemtsov: \u201eGnesins Grundgedanke zum Wesen der Musik besteht darin, dass die musikalische Sprache einerseits geeignet ist, au\u00dfermusikalische Bilder plastisch vorstellbar zu gestalten, und dass sie andererseits einen stark ausgepr\u00e4gten philosophischen Aspekt beinhaltet.\u201c<\/p>\n<p>Die Musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Regie f\u00fchrt Michael Dissmeier. F\u00fcr B\u00fchne und Kost\u00fcme zeichnet Hilke F\u00f6rster verantwortlich. <\/p>\n<p>Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Jascha Nemtsov von der Hochschule f\u00fcr Musik \u201eFranz Liszt\u201c Weimar<\/p>\n<p>Neben den beiden S\u00e4ngern aus dem Musiktheaterensemble J\u00e1nos Ocsovai (Saul\/Abraham) und Alejandro L\u00e1rraga Schleske (Samuel\/Terach, Abrahams Vater) agiert als Gast die in Israel geborene Mezzosopranistin Ayala Zimbler-Hertz (Die Frau). Den Part des Sprechers hat der Schauspieler Peter Prautsch. Mitglieder der j\u00fcdischen Gemeinde Erfurt \u00fcbernehmen Aufgaben als Statisten.<\/p>\n<p>Weitere Auff\u00fchrungen gibt es am:<br \/>\n&#8211; Sonntag, den 19. November 2017, 18 Uhr<br \/>\n&#8211; Samstag, den 25. November 2017, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Donnerstag, den 7. Dezember 2017, 19.30 Uhr<br \/>\n&#8211; Sonntag, den 21. Januar 2018, 18 Uhr<\/p>\n<p>Am 6. Januar 2018 um 20.03 Uhr \u00fcbertr\u00e4gt Deutschlandfunk Kultur einen Mitschnitt der Kammeropern.<\/p>\n<p>Eintrittskarten an der Theaterkasse unter der Rufnummer 0365 8279105 erh\u00e4ltlich und k\u00f6nnen unter www.tpthueringen.de gebucht werden.<\/p>\n<p>Das Titelbild zeigt den Holzschnitt von Jakob Steinhardt f\u00fcr den Original-Klavierauszug \u201eDie Jugend Abrahams&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>TPT bringt in Zusammenarbeit mit den Achava-Festspielen Th\u00fcringen und dem Lehrstuhl f\u00fcr Geschichte der j\u00fcdischen Musik der Hochschule f\u00fcr Musik Franz Liszt Weimar sowie Deutschlandfunk Kultur im Haus der B\u00fchne am Park Gera die beiden <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/10\/15\/zwei-hebraeische-kammeropern-in-gera\/\" title=\"ZWEI HEBR\u00c4ISCHE KAMMEROPERN IN GERA\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":2,"featured_media":2070,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":{"0":"post-2069","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-theater"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2069"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2069\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2072,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2069\/revisions\/2072"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2070"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}