{"id":22106,"date":"2022-12-21T14:28:34","date_gmt":"2022-12-21T13:28:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=22106"},"modified":"2022-12-21T14:28:36","modified_gmt":"2022-12-21T13:28:36","slug":"die-infrastruktur-ist-das-rueckgrat-der-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2022\/12\/21\/die-infrastruktur-ist-das-rueckgrat-der-stadt\/","title":{"rendered":"\u201eDIE INFRASTRUKTUR IST DAS R\u00dcCKGRAT DER STADT\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Stadtverwaltung sprach mit Silvio Heymann, dem neuen Leiter der Abteilung Ingenieurbau.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Silvio Heymann konnte die Stadt im Sommer eine wichtige Schl\u00fcsselposition im Tiefbau- und Verkehrsamt neu besetzen k\u00f6nnen: Seit dem 1. Juli 2022 ist der geb\u00fcrtige Dresdner f\u00fcr Geras Ingenieurbauten verantwortlich, zu denen unter anderem Br\u00fccken, Tunnel oder auch Treppenanlagen geh\u00f6ren. Im Gespr\u00e4ch mit der Stadtverwaltung \u00e4u\u00dferte sich der Diplom-Ingenieur f\u00fcr Bauingenieurwesen dar\u00fcber, wieso er nach Gera gekommen ist, welche Ziele er in den kommenden Jahren verfolgen will und warum die Bauwerkspr\u00fcfung dabei eine besondere Rolle spielt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>I. Welche Ziele haben Sie sich pers\u00f6nlich f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeit gesteckt?<\/strong><br>Die Infrastruktur ist das R\u00fcckgrat der Stadt. Nur wenn sie intakt ist, wenn sie stabil und zuverl\u00e4ssig steht, kann das st\u00e4dtische Leben in all seinen Facetten stattfinden. Es ist daher mein Ziel daf\u00fcr zu sorgen, dass die Infrastruktur funktionsf\u00e4hig ist. Es geht dabei aber nicht nur um das Jetzt, wir m\u00fcssen perspektivisch denken und weiter in die Ferne blicken. Und damit komme ich auch direkt zu meinem zweiten Ziel, das ich mir f\u00fcr meine T\u00e4tigkeit in der Stadtverwaltung gesteckt habe: Ich m\u00f6chte gern in den n\u00e4chsten Jahren ein Team aufbauen, dass nicht nur reagiert, sondern langfristig Geras Zukunft in diesem Bereich gestalten kann. Daf\u00fcr m\u00fcssen vor allem mehrere Stellen wieder neu besetzt werden, die aktuell vakant sind. F\u00fcr eine Schl\u00fcsselposition ist uns das bereits gelungen: Im Januar tritt ein neuer Sachbearbeiter f\u00fcr Bauwerkspr\u00fcfungen seinen Dienst an. Das ist ein wichtiger Schritt, doch es gibt eben noch andere zu gehen, um dieses \u201eZukunfts-Team\u201c aufbauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>II. Welche Projekte sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?<\/strong><br>Jedes Projekt hat seine Berechtigung und ist damit auch wichtig. Oberste Priorit\u00e4t hat aktuell die Br\u00fccke in der N\u00fcrnberger Stra\u00dfe. Sie ist immerhin ein wichtiger Knotenpunkt f\u00fcr die Anbindung des Stadtteils an den \u00f6ffentlichen Verkehr. Zu den aktuellsten Projekten z\u00e4hlt unter anderem auch die Sanierung des Langenberger Elsterstegs sowie die St\u00fctzwand am Nordufer der Wipse, an der durch Hochwasser entstandene Sch\u00e4den repariert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>III. Worin sehen Sie derzeit Ihre vordringlichste Aufgabe?<\/strong><br>Neben der Bildung eines langfristig agierenden Teams ist es tats\u00e4chlich das Thema Bauwerkspr\u00fcfung, das ich als besonders dringlich erachte. Dieser Bereich muss unbedingt gefestigt werden, gerade auch mit Blick in die Zukunft. Derzeit hat die Stadt keinen eigenen Bauwerkspr\u00fcfer. Damit ist Gera aber nicht allein. Bauwerkspr\u00fcfer sind \u00fcberall Mangelware, es gibt einfach zu wenig Nachwuchs. Daraus ergibt sich aber ein Dilemma: Um eine Stadt langfristig weiterentwickeln zu k\u00f6nnen, ist eine intakte Infrastruktur n\u00f6tig \u2013 und die muss eben auch regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft und gewartet werden. Im Moment sind wir daf\u00fcr auf Fremdfirmen angewiesen, die die entsprechenden Gutachten f\u00fcr uns erstellen. Ein eigener Bauwerkspr\u00fcfer w\u00fcrde die Stadt wieder eigenst\u00e4ndiger und damit unabh\u00e4ngiger machen. Und genau das muss unser Ziel sein. Daher hoffen wir, dass sich der neue Kollege, der im Januar als Sacharbeiter Bauwerkspr\u00fcfung beginnt, perspektivisch zum vollwertigen Bauwerkspr\u00fcfer weiterentwickeln wird. Wenn uns das gelingt, hat Gera einen gro\u00dfen Schritt nach vorn gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>IV. Was hat Sie bewogen, sich um die Stelle des Abteilungsleiters f\u00fcr Ingenieurbau in der Stadtverwaltung Gera zu bewerben?<\/strong><br>Ich war vorher mehrere Jahre als Oberbauleiter in einem gro\u00dfen Bauunternehmen t\u00e4tig, sah aber mit der Zeit keine Perspektive mehr, mich beruflich weiterzuentwickeln. Hinzu kam, dass ich sehr viel Zeit im Auto verbrachte: Die einzelnen Baustellen, f\u00fcr die ich verantwortlich war, waren nicht selten mehrere hundert Kilometer entfernt. Und als Oberbauleiter reicht es nicht aus, sich nur per Telefon nach den aktuellen Stand zu erkundigen. Da muss man regelm\u00e4\u00dfig selbst vor Ort sein, was nat\u00fcrlich hei\u00dft, dass man sehr viel Zeit auf der Autobahn verbringt. Am Ende nahm dieser Part doch zu viel von meinem Arbeitsalltag ein, daher entschloss ich mich, mich neu zu orientieren.<br>Als ich dann meine M\u00f6glichkeiten sondiert habe, habe ich festgestellt, dass die Stelle in Gera zu dem passte, was ich mir f\u00fcr meine berufliche Zukunft vorgestellt habe. Ich wollte vor allem wieder mehr Zeit zum Planen und Konzipieren, zum Entwerfen und Weiterentwickeln einzelner Projekte haben. Gera hat mir die Chance daf\u00fcr er\u00f6ffnet. Jetzt bin ich f\u00fcr 130 Br\u00fccken, 81 Durchl\u00e4sse, 71 St\u00fctzbauwerke, 83 Treppenanlagen, 15 Verkehrszeichenbr\u00fccken, sechs L\u00e4rmschutzw\u00e4nde und einige andere Ingenieurbauwerke der Stadt verantwortlich. Hinzu kommen nat\u00fcrlich alle k\u00fcnftigen Projekte dieser Art, die realisiert werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>V. Wie waren Ihre ersten Monate als Abteilungsleiter Ingenieurbau? Welche ersten Eindr\u00fccke haben Sie gewonnen, vom Team und den Kollegen, von der Arbeit in der Geraer Stadtverwaltung?<\/strong><br>Die ersten Monate in der Geraer Stadtverwaltung waren sehr abwechslungsreich. Das betrifft nicht nur die verschiedenen Projekte, die nun auf meinem Schreibtisch liegen, sondern auch die Strukturen an sich. Eine Verwaltung arbeitet doch ganz anders als Unternehmen in der freien Wirtschaft. Diese Abl\u00e4ufe kennenzulernen und zu verstehen, ist nicht immer ganz einfach, doch ich bin hier in ein tolles Team gekommen, das nie m\u00fcde wird, mir aufkommende Fragen zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Stadtverwaltung sprach mit Silvio Heymann, dem neuen Leiter der Abteilung Ingenieurbau. Mit Silvio Heymann konnte die Stadt im Sommer eine wichtige Schl\u00fcsselposition im Tiefbau- und Verkehrsamt neu besetzen k\u00f6nnen: Seit dem 1. 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