{"id":22334,"date":"2023-01-05T14:12:18","date_gmt":"2023-01-05T13:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=22334"},"modified":"2023-01-05T14:12:19","modified_gmt":"2023-01-05T13:12:19","slug":"sinkende-rohstoffpreise-und-verfehlte-emissionsziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/01\/05\/sinkende-rohstoffpreise-und-verfehlte-emissionsziele\/","title":{"rendered":"SINKENDE ROHSTOFFPREISE UND VERFEHLTE EMISSIONSZIELE"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Preise f\u00fcr Einfuhren nach Deutschland sind \u00fcberraschend stark gesunken, n\u00e4mlich um 4,5 % im November 2022, verglichen mit dem Vormonat. Laut dem Statistischen Bundesamt hat es einen R\u00fcckgang in dieser H\u00f6he bislang noch nicht gegeben. Weil Deutschland viele Vorprodukte und Rohstoffe aus anderen L\u00e4ndern bezieht, werden sich die gesunkenen Preise in einigen Wochen auch bei den Verbrauchern bemerkbar machen. Im Zuge der konjunkturellen Abk\u00fchlung ist im laufenden Jahr mit weiteren R\u00fcckg\u00e4ngen zu rechnen, sofern keine unerwarteten Ereignisse eintreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sinkende Preise vermelden inzwischen auch die Energiem\u00e4rkte, obgleich es unwahrscheinlich ist, dass Industrie und Endverbraucher davon profitieren werden. Denn dadurch w\u00fcrde sich letztendlich der Konsum erh\u00f6hen, und folglich auch der CO\u2082-Aussto\u00df, was die Politik in Deutschland in ein Dilemma br\u00e4chte. Die mit einem Preis belegten und immer teurer werdenden CO\u2082-Emissionen lassen eine R\u00fcckkehr in das bisherige Wirtschaftsmodell nicht zu, obwohl der Druck vielerorts wegen der existenzgef\u00e4hrdenden Lage zunimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df einer Studie der Denkfabrik \u201eAgora Energiewende\u201c wurden die Klimaziele in Deutschland im Jahr 2022 verfehlt, obwohl der Energieverbrauch um fast 5 % gesunken ist. Der Grund ist der Einsatz von Kohle und \u00d6l. Dadurch produzierte Deutschland mit 761 Millionen Tonnen Treibhausgas fast genauso viel wie 2021. Die Obergrenze f\u00fcr 2022 wurde um rund f\u00fcnf Millionen Tonnen verfehlt. Der Ausbau der sogenannten erneuerbaren Energien geht zugleich deutlich langsamer voran, als es den Berechnungen nach erforderlich w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist in der EU eine Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Bereiche geplant. Noch vor dem Jahr 2030 m\u00fcssen im Staatenbund mehr als 75 % des CO\u2082-Aussto\u00df mit einem Preis belegt werden. Das bedeutet, Unternehmer und Verbraucher m\u00fcssen immer mehr Geld f\u00fcr den CO\u2082-Aussto\u00df zahlen. Wer CO\u2082 emittieren m\u00f6chte, muss Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten erwerben. \u201eCO\u2082-Zertifikate sind an den Energieb\u00f6rsen handelbar, wodurch das CO\u2082-Emissionsrecht einen Marktpreis bekommt\u201c, erkl\u00e4rt die Bundesregierung. Durch eine Verknappung der Zertifikate werden diese mit der Zeit immer teurer. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) ist f\u00fcr den Vollzug des nationalen Emissionshandels und des Europ\u00e4ischen Emissionshandels in Deutschland zust\u00e4ndig. Die Leipziger Energieb\u00f6rse EEX ist von der DEHSt mit den Ver\u00e4u\u00dferungen und Versteigerungen beauftragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutschen Auktionserl\u00f6se aus dem Europ\u00e4ischen Emissionshandel (EU-ETS) beliefen sich im Jahr 2022 auf \u00fcber 6,8 Milliarden Euro; die Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6se aus dem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) f\u00fcr W\u00e4rme und Verkehr lagen bei rund 6,4 Milliarden Euro. Aus beiden Systemen konnte der Bund so 13,2 Milliarden Euro einnehmen. Das Geld kommt vollst\u00e4ndig dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) zugute. Es handelt sich um einen neuen H\u00f6chstwert. Dieser Fonds dient zur Finanzierung von klima-, energie- und transformationspolitischer Vorhaben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Preise f\u00fcr Einfuhren nach Deutschland sind \u00fcberraschend stark gesunken, n\u00e4mlich um 4,5 % im November 2022, verglichen mit dem Vormonat. 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