{"id":23769,"date":"2023-03-22T18:26:50","date_gmt":"2023-03-22T17:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=23769"},"modified":"2023-03-22T18:28:24","modified_gmt":"2023-03-22T17:28:24","slug":"welche-moeglichkeiten-eroeffnet-der-geplante-globale-pandemievertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/03\/22\/welche-moeglichkeiten-eroeffnet-der-geplante-globale-pandemievertrag\/","title":{"rendered":"WELCHE M\u00d6GLICHKEITEN ER\u00d6FFNET DER GEPLANTE GLOBALE PANDEMIEVERTRAG?"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die 194 Mitgliedsstaaten der WHO handeln derzeit untereinander einen globalen Pandemievertrag aus. Es liegt bereits ein Entwurf vor. Zudem werden die Internationalen Gesundheitsvorschriften \u00fcberarbeitet. Die WHO gibt vor, k\u00fcnftig besser auf Pandemien reagieren zu wollen. Kritiker f\u00fcrchten, dass Impfungen einen h\u00f6heren Stellenwert als Grundfreiheiten und wirtschaftliche Existenzgrundlagen erhalten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem in der Diskussion zum Ursprung von SARS-CoV-2 zuletzt die Labor-Theorie st\u00e4rker im Fokus stand, r\u00fcckt ein Artikel in der Zeitschrift \u201eThe Atlantic\u201c nun wieder die Tiermarkt-These in den Vordergrund. Der bekannte Berliner Virologe Christian Drosten st\u00fctzt diese und \u00e4u\u00dferte sich j\u00fcngst hierzu \u00f6ffentlichkeitswirksam.<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftler in Europa, Nordamerika und Australien seien zuf\u00e4llig auf unbekannte chinesische Daten gesto\u00dfen, die Forscher des Zentrums f\u00fcr Seuchenkontrolle und Seuchenpr\u00e4vention vor einigen Tagen in die frei zug\u00e4ngliche Genomdatenbank \u201eGisaid\u201c eingestellt h\u00e4tten. Darin bef\u00e4nden sich genetische Sequenzen, die mit Ausrufung der Pandemie aus Abstrichen von Marktproben vom \u201eHuanan Seafood Wholesale Market\u201c in Wuhan gewonnen worden sein sollen. Nach bisheriger Darstellung ging dort das Virus auf den Menschen \u00fcber. Viele der positiv getesteten Proben stammten vom Marderhund, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt allerdings auch Hinweise, dass SARS-CoV-2 deutlich fr\u00fcher in Umlauf gewesen sein k\u00f6nnte. Nachtr\u00e4gliche Untersuchungen von Blutspenden f\u00fcr das \u201eAmerican Red Cross\u201c in den USA vom Dezember 2019 legen dies nahe. Festgestellt wurden IgG bzw. IgM-Antik\u00f6rper in etwa 1,4 % bis 2 % der Proben.<\/p>\n\n\n\n<p>Skeptiker vermuten einen neuen Vorsto\u00df f\u00fcr rigidere Impfprogramme und unterstellen der WHO, in bestimmten Bereichen die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion kontrollieren zu wollen. F\u00fcr die beabsichtige Pandemiepr\u00e4vention seien umfassende Ma\u00dfnahmen und Impfprogramme f\u00fcr Menschen und Tiere geplant. Die WHO arbeite hierzu an einem Vertrag, der ihr weitreichende Kontroll- und \u00dcberwachungsbefugnisse einr\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>Geplant sind ein globaler Pandemievertrag und eine Reform der Internationalen Gesundheitsvorschriften, IHR, von 2005. Hierbei handelt es sich um ein verbindliches Regelwerk. Doch bislang gibt es lediglich verschiedene \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge zu den neuen Internationalen Gesundheitsvorschriften. Die f\u00fcr den globalen Pandemievertrag zust\u00e4ndige Verhandlungsgruppe wird ihre&nbsp;Empfehlungen im Jahre 2024 vorstellen. Ein erster Entwurf wurde bereits erarbeitet. Im Juli 2023 soll ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden. Es folgt eine Ratifizierung durch den Deutschen Bundestag; erst dann w\u00e4re die Umsetzung in \u00dcbereinstimmung mit nationalem Recht m\u00f6glich. Obwohl noch nichts feststeht, ist bereits erkennbar, worauf die Arbeit hinauslaufen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem seit Anfang Februar 2023 \u00f6ffentlich bekannten Entwurf wird unter anderem festgestellt, dass \u201edie meisten neu auftretenden Infektionskrankheiten von Tieren, einschlie\u00dflich Wildtieren und domestizierten Tieren, ausgehen und dann auf den Menschen \u00fcbergreifen\u201c. Die Mitgliedsl\u00e4nder verpflichten sich mit ihrer Unterschrift zu pr\u00e4ventiven Ma\u00dfnahmen. Hierzu soll eine \u201eQuadripartite\u201c gegr\u00fcndet werden. Es handelt sich um eine Vierergruppe, bestehend aus der WHO, der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN, der Weltorganisation f\u00fcr Tiergesundheit und dem UN-Umweltprogramm. Diese k\u00f6nnte dann Aufgaben \u00fcbernehmen, f\u00fcr die derzeit noch die jeweiligen Staaten zust\u00e4ndig sind. Im Entwurf hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eZu den kritischen Bereichen, mit denen sich dieses Gremium befasst, geh\u00f6ren die Nahrungsmittelproduktion und Nahrungsmittelverteilung, die Verst\u00e4dterung und die Entwicklung der Infrastruktur, der internationale Reiseverkehr und Handel, Aktivit\u00e4ten, die zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Klimawandel f\u00fchren, sowie solche, die einen erh\u00f6hten Druck auf die nat\u00fcrlichen Ressourcen aus\u00fcben \u2014 all dies kann zum Auftreten von Zoonosekrankheiten f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Ma\u00dfnahmen sollen k\u00fcnftig \u2014 so interpretieren es jedenfalls Kritiker \u2014 nicht mehr \u201eunter uneingeschr\u00e4nkter Achtung der W\u00fcrde, der Menschenrechte und der Grundfreiheiten der Menschen\u201c umgesetzt werden, wie es bislang in Artikel 3 hie\u00df, sondern \u201eauf der Grundlage der Grunds\u00e4tze der Gleichheit, der Inklusivit\u00e4t und der Koh\u00e4renz\u201c. Die Begriffe \u201eMenschenrechte\u201c und \u201eExistenzgrundlagen\u201c werden zwar genannt, jedoch nur in dem Sinne, dass unn\u00f6tige Beeintr\u00e4chtigungen zu vermeiden sind. Zudem geht es nicht mehr nur um \u201eRisiken f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit\u201c, sondern um \u201ealle Risiken, die sich auf die \u00f6ffentliche Gesundheit auswirken k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellt die WHO eine Bedrohung der Gesundheit fest, zum Beispiel durch ein Virus, k\u00f6nnten gem\u00e4\u00df dem neuen Regelwerk Impfungen letztendlich so vorgegeben werden, dass Menschenrechte und Existenzgrundlagen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Das Infektionsschutzgesetz in Deutschland w\u00e4re dann mit den gewonnenen Daten schneller erweiterbar und st\u00fcnde nicht im Widerspruch mit internationalen Vereinbarungen. Ma\u00dfnahmen, wie sie Deutschland w\u00e4hrend der ersten Corona-Phasen erlebt hat, k\u00f6nnten schneller, leichter, und vor allem deutlich fr\u00fcher durchgesetzt werden, f\u00fcrchten Kritiker.<\/p>\n\n\n\n<p>In den offiziellen Mitteilungen hei\u00dft es, man wolle regeln, dass Informationen \u00fcber m\u00f6gliche Bedrohungen so schnell wie m\u00f6glich mit anderen Mitgliedern der WHO ausgetauscht werden k\u00f6nnen. Zudem sei eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten beabsichtigt, und es gehe um eine Lockerung von Patentrechten zu Gunsten \u00e4rmerer L\u00e4nder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die 194 Mitgliedsstaaten der WHO handeln derzeit untereinander einen globalen Pandemievertrag aus. Es liegt bereits ein Entwurf vor. Zudem werden die Internationalen Gesundheitsvorschriften \u00fcberarbeitet. 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