{"id":23835,"date":"2023-03-22T19:21:10","date_gmt":"2023-03-22T18:21:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=23835"},"modified":"2023-03-22T19:21:12","modified_gmt":"2023-03-22T18:21:12","slug":"suche-nach-sammlungsteilen-aus-kolonialem-kontext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/03\/22\/suche-nach-sammlungsteilen-aus-kolonialem-kontext\/","title":{"rendered":"SUCHE NACH SAMMLUNGSTEILEN AUS KOLONIALEM KONTEXT"},"content":{"rendered":"\n<p>Derzeit l\u00e4uft im Stadtmuseum Gera der Erstcheck zum Herkunftskontext au\u00dfereurop\u00e4ischer Sammlungsbest\u00e4nde. Als erste Th\u00fcringer Einrichtung nutzt das Stadtmuseum Gera das vom Museumsverbands Th\u00fcringen initiierte und unterst\u00fctzte das Erstcheck-Projekt, um die Hintergr\u00fcnde dieses sensiblen Sammlungsbestandes erforschen zu lassen. \u201eIn unserer eher regional ausgerichteten Sammlung sehen wir zun\u00e4chst wenig Hinweise auf problematische Aneignungsumst\u00e4nde au\u00dfereurop\u00e4ischer Objekte,\u201c so der Museumsleiter Konrad Kessler. Dennoch findet er es wichtig, dass die fraglichen St\u00fccke im Museumsdepot erforscht werden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eZum einen stammen diese zu Teil von Personen die als Forscher und Unternehmer in Kolonien t\u00e4tig waren, zum anderen ist es f\u00fcr uns eine grunds\u00e4tzliche Chance mehr \u00fcber einzelne Sammlungsgegenst\u00e4nde zu erfahren. Die Inventarverzeichnisse enthalten oft nur kurze Angeben zur Art und Herkunft, und f\u00fcr die wichtige und spannende Forschungsarbeit zu konkreten Einzelobjekten bleibt w\u00e4hrend des Museumsalltags kaum Zeit.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neben dem Geraer Stadtmuseum beteiligen sich an dem von Februar bis August 2023 laufendem aktuellen Provenienzforschungsprojekt zu au\u00dfereurop\u00e4ischen Sammlungsbest\u00e4nden das Naturkundemuseum Mauritianum in Altenburg, die Staatliche B\u00fccher- und Kupferstichsammlung Greiz, das Th\u00fcringer Landesmuseum Heidecksburg in Rudolstadt und das Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg. Nach Sch\u00e4tzungen der Museen gibt es insgesamt mehr als 1200 au\u00dfereurop\u00e4ische Objekte an den f\u00fcnf Einrichtungen, die auf m\u00f6gliche unrechtm\u00e4\u00dfige Entz\u00fcge und problematische Erwerbungsumst\u00e4nde hin untersucht werden sollen. Die Ethnologin und Provenienzforscherin Hannah Romstedt f\u00fchrt die Erstchecks in den Museen durch. Als fachkundige Expertin bereist sie die Museen und pr\u00fcft anhand der Objekte, der Inventare und vorhandener Archivalien sowie in Gespr\u00e4chen mit regionalen Akteurinnen und Akteuren erstmals systematisch die au\u00dfereurop\u00e4ischen Sammlungsst\u00fccke auf deren m\u00f6gliche problematische Erwerbsumst\u00e4nde, wie Raub oder Repression. Ziel des Erstchecks ist es, dass die Wissenschaftler Empfehlungen f\u00fcr vertiefende Forschungen geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher wurden sieben Erstchecks bez\u00fcglich Sammlungsteilen aus kolonialem Kontext in Deutschland durchgef\u00fchrt. F\u00f6rdermittel f\u00fcr diesen Bereich stellt das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste seit 2019 zur Verf\u00fcgung. Im Erstcheck \u00fcberpr\u00fcfen externe Wissenschaftler Museumsobjekte nach ersten Verdachtsmomenten kolonialer Entz\u00fcge.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Derzeit l\u00e4uft im Stadtmuseum Gera der Erstcheck zum Herkunftskontext au\u00dfereurop\u00e4ischer Sammlungsbest\u00e4nde. 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