{"id":24113,"date":"2023-04-07T16:47:38","date_gmt":"2023-04-07T14:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=24113"},"modified":"2023-04-07T16:47:40","modified_gmt":"2023-04-07T14:47:40","slug":"ein-folgenschwerer-nebenpassus-im-geg-entwurf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/04\/07\/ein-folgenschwerer-nebenpassus-im-geg-entwurf\/","title":{"rendered":"EIN FOLGENSCHWERER NEBENPASSUS IM GEG-ENTWURF"},"content":{"rendered":"\n<p>In Deutschland wird in weniger 3 % aller Haushaltungen mit W\u00e4rmepumpen geheizt. In jedem zweiten wird Erdgas verwendet, und in einem Viertel der Energietr\u00e4ger \u00d6l. Bei den heute neueingebauten Anlagen haben Gasheizungen einen Anteil von 70 %. Derweil \u00fcberlegen viele Eigent\u00fcmer, ob sie die Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Gesetze nicht nutzen und noch schnell eine Gasheizung einbauen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das urspr\u00fcngliche Ansinnen des Bundesministers f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz war es, die Nutzung von Gas- und \u00d6lheizungen in Zukunft zu verbieten. Nach langen Auseinandersetzungen mit den Koalitionspartnern SPD und FDP ist man zu einer \u00dcbereinkunft gekommen. Demnach wird es ein derart offensichtliches Verbot oder eine Austauschpflicht f\u00fcr Heizungen, die mit fossilen Energietr\u00e4gern betrieben werden, nicht geben. Ab 2024 muss stattdessen m\u00f6glichst jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 % mit sogenannten erneuerbaren Energien betrieben werden. Vorgesehen sind in dem neuen Entwurf f\u00fcr ein reformiertes Geb\u00e4udeenergiegesetz auch Ausnahmen und \u00dcbergangsfristen. Au\u00dferdem sind F\u00f6rdergelder geplant. Es handelt sich nun um eine gestaffelte Vorgehensweise, die aber letztendlich zum urspr\u00fcnglich angedachten Ziel f\u00fchrt. Sp\u00e4testens am 31. Dezember 2044 ist das Heizen ausschlie\u00dflich mit \u00d6l und Gas verboten. Denn ab dem Jahre 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Nahezu alles, was auf eine Verbrennung basiert, ist dann nicht mehr gestattet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz sch\u00e4tzt den Erf\u00fcllungsaufwand auf 9,1 Milliarden Euro bis 2028 j\u00e4hrlich. Gemeint ist die Summe, die die B\u00fcrger in neue Anlagen investieren m\u00fcssten, um dem geplanten Gesetz gerecht zu werden. Nach 2028 soll der j\u00e4hrliche Erf\u00fcllungsaufwand auf f\u00fcnf Milliarden Euro sinken. Kai Warnecke, Pr\u00e4sident von Haus &amp; Grund Deutschland, sagte, j\u00e4hrlich m\u00fcssten zwei Millionen Wohnungen durchsaniert werden. Immobilienexperten warnen aber, dass W\u00e4rmepumpen einen weiteren Sanierungsaufwand zur Folge haben, die Kosten also viel h\u00f6her ausfallen werden und sich dieser Aufwand in vielen F\u00e4llen nicht lohnt, da die Kosten den Gesamtwert des Hauses \u00fcbersteigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut der Bild-Zeitung droht das Ende der Gasheizungen sogar zehn Jahre fr\u00fcher. Der \u00fcberarbeitete Gesetzesentwurf enthalte einen Nebenpassus, der dies erm\u00f6gliche. Gem\u00e4\u00df Paragraph 71k m\u00fcssen Gasheizungen ab dem 1. Januar 2035 zu 50 % mit sogenannten gr\u00fcnen Gasen betrieben werden. Bis 2025 sollen es 65 % sein. Gemeint sind Gase, die aus Wasserstoff gewonnen werden. Die bisherigen Gasheizungen k\u00f6nnen diese nicht verwerten und m\u00fcssten abgeschaltet werden. Die FDP warnt nun vor einer bevorstehenden Verschrottungsorgie und vermutet, Habecks Ziel sei es, die Gasnetze schnellstm\u00f6glich zu beseitigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>In Deutschland wird in weniger 3 % aller Haushaltungen mit W\u00e4rmepumpen geheizt. In jedem zweiten wird Erdgas verwendet, und in einem Viertel der Energietr\u00e4ger \u00d6l. 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