{"id":24153,"date":"2023-04-11T18:05:14","date_gmt":"2023-04-11T16:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=24153"},"modified":"2023-04-11T18:05:15","modified_gmt":"2023-04-11T16:05:15","slug":"kritik-an-geplanter-kkw-abschaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/04\/11\/kritik-an-geplanter-kkw-abschaltung\/","title":{"rendered":"KRITIK AN GEPLANTER KKW-ABSCHALTUNG"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 15. April 2023 werden in Deutschland die letzten verbliebenen Kernkraftwerke abgeschaltet. Nach den Worten Robert Habecks ist dies nicht r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Die Anlagen sollen \u201efr\u00fcher oder sp\u00e4ter in den R\u00fcckbau gehen\u201c, sagte er gegen\u00fcber den Zeitungen der Funke-Gruppe und f\u00fcgte hinzu, ein Neubau von Atomkraftwerken habe sich immer als \u00f6konomisches Fiasko dargestellt. Industrievertreter widersprachen der Aussage Habecks, wonach die Energieversorgung in Deutschland auch nach dem Atomausstieg sichergestellt sei. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer warnt vor steigenden Preisen.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Kritik geraten ist der Bundesminister auch wegen einer \u00c4u\u00dferung in der Ukraine. Dort sagte er den Reportern des Senders \u201eWelt\u201c: \u201eDie Ukraine wird an der Atomkraft festhalten. Das ist v\u00f6llig klar, und das ist auch in Ordnung, solange die Dinger sicher laufen. Sie sind ja gebaut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor, am 7. M\u00e4rz 2023, war in Deutschland ein Beschluss gefasst worden, die Laufzeiten der Kernkraftwerke nicht zu verl\u00e4ngern. In dem Papier wird ausdr\u00fccklich auch auf Kriegsgefahren, zum Beispiel durch Beschuss, hingewiesen. Das wirft die Frage auf, warum der Minister um die Sicherheit der nahe am Kriegsgeschehen befindlichen ukrainischen Kernkraftwerke weniger besorgt ist als um die hiesigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland ist derzeit das einzige Land weltweit, das sich vollst\u00e4ndig von der Kernkraft verabschiedet, und dies auch f\u00fcr die Kohleverstromung plant. Der durch die Transformation stark ansteigende Bedarf an Elektrizit\u00e4t soll k\u00fcnftig vornehmlich mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen gedeckt werden. In sieben Jahren m\u00fcsste dann eine Sonnenlichtausbeute von 200 Gigawatt erreicht werden. Auch die Ausbauziele f\u00fcr die Windkraft wurden erh\u00f6ht, was eine starke Beanspruchung der Fl\u00e4che zur Folge hat. Au\u00dferhalb Deutschlands wird dagegen verst\u00e4rkt in die Kernkraft investiert. Diese entwickelt sich stetig weiter. Die neueste Technologie sind kleine, modulare Kraftwerke mit Luftk\u00fchlung.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cordis.europa.eu\/article\/id\/90546-radioactive-waste-fuels-nextgeneration-reactors\/de\">https:\/\/cordis.europa.eu\/article\/id\/90546-radioactive-waste-fuels-nextgeneration-reactors\/de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Nutzung radioaktiven Abfalls wird erforscht. Durch eine erneute Bestrahlung kann Energie, welche normalerweise \u00fcber einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren emittiert wird, in k\u00fcrzerer Zeit freigesetzt und genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>62 Jahre lang wurde die Kernkraft in Deutschland genutzt. Entstanden sind in diesem Zeitraum rund 17&#8217;000 Tonnen Schwermetall als hochradioaktiver Abfall mit einem Gesamtvolumen von 28&#8217;000 Kubikmetern. Das sind rund 5 % des gesamten Volumens radioaktiver Abf\u00e4lle in Deutschland. Dieser gibt weiterhin Strahlungsenergie ab und entwickelt W\u00e4rme. Beim Transmutationsverfahren wird der Abfall mit Neutronen beschossen. Es entstehen Isotope mit einer deutlich geringeren Lebensdauer. Etwa die H\u00e4lfte des hochradioaktiven Abfalls k\u00e4me f\u00fcr diese Methode in Frage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am 15. April 2023 werden in Deutschland die letzten verbliebenen Kernkraftwerke abgeschaltet. Nach den Worten Robert Habecks ist dies nicht r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. 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