{"id":24211,"date":"2023-04-14T12:57:45","date_gmt":"2023-04-14T10:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=24211"},"modified":"2023-04-14T22:24:44","modified_gmt":"2023-04-14T20:24:44","slug":"mathias-doepfner-im-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/04\/14\/mathias-doepfner-im-visier\/","title":{"rendered":"MATHIAS D\u00d6PFNER IM VISIER"},"content":{"rendered":"\n<p>Die \u201eBild\u201c geh\u00f6rt trotz zur\u00fcckgehender Auflagezahlen, von denen \u00fcbrigens der gesamte Zeitungsmarkt betroffen ist, noch immer zu den reichweitenst\u00e4rksten Zeitungen in Deutschland. Im Grunde tut sie das, was die meisten anderen Bl\u00e4tter auch machen: Sie verbreitet Meinungen und hofft nat\u00fcrlich, dass sich die Leser darin wiederfinden oder bestenfalls sogar das geschriebene zu ihrem eigenen Standpunkt machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch irgendwie passen die Artikel nicht zu dem unumkehrbaren und alternativlosen Kurs, den das Land politisch eingeschlagen hat. Ja, sie laufen ihm sogar zuwider. Die Transformationsagenda, welche mit speziellen Narrativen daherkommt und den heutigen Menschen \u00fcberspitzt dargestellt in ein Mischwesen verwandeln m\u00f6chte, das sich aus Furcht vor CO\u2082-Emissionen und drohenden Kippunkten &#8222;freiwillig&#8220; allen m\u00f6glichen Experimenten hergibt, wird mit den Beitr\u00e4gen der \u201eBild\u201c regelrecht torpediert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz anders verh\u00e4lt sich das beispielsweise bei der linkslastigen Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c. Hier finden Leser Meinungen und Erz\u00e4hlungen, mit denen sie nicht Gefahr laufen, in Zukunft ihren Arbeitsplatz oder zumindest ihr Ansehen zu verlieren. Das n\u00e4mlich k\u00f6nnte nun dem Vorstandsvorsitzenden des Verlages Axel Springer, Mathias D\u00f6pfner, widerfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm wirft \u201eDie Zeit\u201c vor, den Klimawandel begr\u00fc\u00dft und Corona als Grippe verharmlost zu haben. Au\u00dferdem habe er sich abf\u00e4llig gegen\u00fcber Ostdeutschen ge\u00e4u\u00dfert und mache Stimmung f\u00fcr die FDP. \u201eUnsere letzte Hoffnung ist die FDP\u201c, soll er im August 2021 vor der Bundestagswahl geschrieben haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zeit\u201c, auf deren Seiten ebenfalls viele fragw\u00fcrdige Artikel zu finden sind, was offenbar aber v\u00f6llig legitim ist, wenn bestimmte Narrative gest\u00fctzt werden, war an Mitteilungen gelangt, die D\u00f6pfner an Vertraute und F\u00fchrungskr\u00e4fte geschickt haben soll, und hat diese am 13. April 2023 ver\u00f6ffentlicht. Problematische \u00c4u\u00dferungen wird es sicherlich auch in anderen H\u00e4usern geben, aber halt keine Enth\u00fcllungen, von denen man annehmen darf, dass der Zeitpunkt gut gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Medien schie\u00dfen nun in dieselbe Richtung und sprechen von einer Radikalisierung D\u00f6pfners. Als Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Zeitungsverleger habe D\u00f6pfner die Internetaktivit\u00e4ten der \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten als \u201eStaatspresse im Netz\u201c bezeichnet und dann einen kruden Vergleich mit Nordkorea gezogen, meldet etwa der Sender Deutschlandfunk Kultur. In einer Nachricht an den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre soll D\u00f6pfner w\u00e4hrend der Corona-Restriktionen ge\u00e4u\u00dfert haben, Julian Reichelt sei \u201eder letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Obrigkeitsstaat aufbegehrt.\u201c Die \u201eWashington Post\u201c wei\u00df von einer weiteren Nachricht, in der D\u00f6pfner gegen\u00fcber Vertrauten meinte, man m\u00f6ge \u201ebeten, dass Donald Trump wieder Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika wird\u201c. Weiter hei\u00dft es, er suche die Freundschaft mit dem Demokratie-Ver\u00e4chter Elon Musk.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht waren den Auftraggebern der Enth\u00fcllungsjournalisten auch die Video-Beitr\u00e4ge der Bild-Zeitung ein Dorn im Auge. Dort wurden zuletzt die Migrationspolitik und die Anschaltung der letzten Kernkraftwerke h\u00e4ufiger kritisiert. Zwei Wochen vor den Ver\u00f6ffentlichungen der privaten Nachrichten D\u00f6pfners, am 29. April 2023, hatte Bild TV den Arzt und Publizisten Gunter Frank in die Sendung \u201eViertel nach Acht\u201c eingeladen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><a href=\"https:\/\/youtu.be\/qjPTdb7Tp3U\">https:\/\/youtu.be\/qjPTdb7Tp3U<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dort sagte dieser folgendes:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ich glaube, es ist Zeit f\u00fcr die Wahrheit. Der Staat hat in der Corona-Krise Millionen Menschen gesch\u00e4digt \u2014 k\u00f6rperlich, psychisch und existenziell. Er hat zehntausende Menschen umgebracht. Warum? Weil er die B\u00fcrger in einen Lockdown, der v\u00f6llig sinnlos war, hineingetrieben hat, weil er sie in eine, meiner Meinung nach, kriminelle Impfkampagne hineingetrieben hat, mit einem Impfstoff, der bekannterma\u00dfen nur einen marginalen Nutzen hat, und ein riesengro\u00dfes Nebenwirkungsspektrum. Der Staat hat sich dabei vor einen Karren eines riesen Netzwerkes spannen lassen, welches massiv unter Druck stand, 4000 Corona-Patente endlich zu Geld zu machen \u2014 koste es, was es wolle. Und machen wir und nichts vor: Der gesamte Lockdown, der Maskenzwang, ja, das Aufhetzen der B\u00fcrger, die Diffamierung der Kritiker, hatte nur ein Ziel \u2014 den Leidensdruck zu erzeugen, damit ein Ladenh\u00fcter aus der Biowaffenforschung endlich zu einem zivilen Verkaufserfolg gef\u00fchrt werden konnte. Das kann in der Summe eigentlich nur als Angriff auf die Zivilbev\u00f6lkerung gewertet werden, exekutiert vom Staat. Hierbei wurden schwere Verbrechen begangen, namentlich von den Ministern Spahn und Lauterbach, und von den Institutsleitern Wieler und Cichutek. Meiner Meinung nach m\u00fcssen wir \u00fcber fahrl\u00e4ssige K\u00f6rperverletzung und fahrl\u00e4ssige T\u00f6tung sprechen. Wenn wir ein Rechtsstaat sind, m\u00fcssen diese Verbrechen vorm Gericht landen. Denn die n\u00e4chsten Angriffe dieser Art sind bereits in Planung und werden weiter unsere Gesundheit besch\u00e4digen. Deswegen sage ich, die Corona-Krise ist erst vorbei, wenn die Verantwortlichen vor Gericht stehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Inzwischen werden vielfach Forderungen nach einem R\u00fccktritt Mathias D\u00f6pfners laut. Entsprechend ge\u00e4u\u00dfert hat sich der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider. Die Diffamierung der Ostdeutschen k\u00f6nnten einen der einflussreichsten Gegner des Rot-Gr\u00fcn-Kurses so zum Stolpern bringen, dass sich niemand im Osten, wo sich mittlerweile immer st\u00e4rker werdende Gegenbewegungen bilden, daran st\u00f6ren w\u00fcrde. So in etwa hat man es sich vielleicht ausgemalt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p><em>Berichtigung der Redaktion: Der Monatsname wurde nachtr\u00e4glich von \u201eM\u00e4rz\u201c auf \u201eApril\u201c korrigiert. Betroffen sind die Angaben \u201e13. April 2023\u201c und \u201e29. April 2023\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die \u201eBild\u201c geh\u00f6rt trotz zur\u00fcckgehender Auflagezahlen, von denen \u00fcbrigens der gesamte Zeitungsmarkt betroffen ist, noch immer zu den reichweitenst\u00e4rksten Zeitungen in Deutschland. 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