{"id":24293,"date":"2023-04-19T16:57:05","date_gmt":"2023-04-19T14:57:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=24293"},"modified":"2023-04-19T16:57:50","modified_gmt":"2023-04-19T14:57:50","slug":"eine-weitere-radikalisierung-der-protestgruppen-zeichnet-sich-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/04\/19\/eine-weitere-radikalisierung-der-protestgruppen-zeichnet-sich-ab\/","title":{"rendered":"EINE WEITERE RADIKALISIERUNG DER PROTESTGRUPPEN ZEICHNET SICH AB"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Protestgruppen der Transformationsbewegung fordern einen schnelleren Wandel und arbeiten mittlerweile auf mehreren Ebenen, um die Politik unter Druck zu setzen. Ziel ist die schnellstm\u00f6gliche Umgestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft unter dem Narrativ einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe. Es sind weitere Aktionen geplant.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Protestgruppe \u201eLetzte Generation\u201c will ab dem 24. April 2023 in Berlin \u201eso viele Stra\u00dfenblockaden wie m\u00f6glich\u201c schaffen, um \u201edie Stadt friedlich zum Stillstand zu bringen\u201c. Aus ganz Deutschland h\u00e4tten sich hierf\u00fcr 800 Aktivisten gemeldet. Am 19. April beginnen zun\u00e4chst Aktionen im Regierungsviertel. Zu den wichtigsten Forderungen der Protestgruppe geh\u00f6rt ein Gesellschaftsrat. Der Protest solle erst enden, wenn die Bundesregierung auf die Forderungen eingeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Carla Hinrichs, Sprecherin der Protestgruppe \u201eLetzte Generation\u201c, erkl\u00e4rte am 19. April 2023 im Deutschlandfunk, die Klimakrise eskaliere gerade zur Katastrophe. Den verlangten Gesellschaftsrat beschrieb sie als gelostes Mini-Deutschland. Die ausgelosten B\u00fcrger w\u00fcrden das ganze Land repr\u00e4sentieren. Sie sollen von Wissenschaftlern geschult werden und anschlie\u00dfend einen Plan erarbeiten. Die Fragen, mit denen sich Gesellschaftsr\u00e4te befassen, m\u00fcssen mit der physikalischen Realit\u00e4t einhergehen, sagte Hinrichs und deutete an, dass es sich nicht um ergebnisoffene Zusammenk\u00fcnfte handeln werde:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie k\u00f6nnen da \u00fcber Ma\u00dfnahmen diskutieren, aber das Ergebnis muss ein, wie wir 2030 sozialgerecht aus den fossilen aussteigen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Plan w\u00fcrde dann ins Parlament getragen werden und solle die gro\u00dfen Mehrheiten hinter dem Klimaschutz zeigen, weil es ein von der Gesellschaft getragener Plan sei, der dann von der Politik umgesetzt werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gruppen \u201eExtinction Rebellion\u201c und \u201eFridays for Future\u201c haben eigene Aktionen angek\u00fcndigt. Zwar hatte sich \u201eFridays for Future\u201c unl\u00e4ngst von der \u201eLetzten Generation\u201c distanziert, weil die Blockade-Aktionen nach deren Ansicht dem Ziel des Klimaschutzes schadeten, doch ein weitreichender Systemwandel wird auch hier gefordert. Am 27. Oktober 2022 erschien \u201eDas Klimabuch von Greta Thunberg\u201c, in welchen Aufs\u00e4tze verschiedener Autoren zusammengefasst sind. Darin hei\u00dft es auf Seite 19:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDie industrielle Revolution, angetrieben von Sklaverei und Kolonialisierung, brachte dem globalen Norden unvorstellbaren Reichtum, besonders einer kleinen Minderheit der dort lebenden Menschen. Diese extreme Ungerechtigkeit ist die Grundlage, auf dem unsere moderne Gesellschaft aufgebaut ist.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Satz wird vielfach als Ablehnung des bisherigen Systems und Andeutung einer gewollten Umverteilung verstanden. Im Zentrum des Kampfes um die Sicherung einer Zukunft f\u00fcr die Menschheit sollten indigene Frauen stehen, schl\u00e4gt Mitautorin S\u00f4nia Guajajara auf Seite 218 vor. Heute werde die Welt von \u201ewei\u00dfen, privilegierten heterosexuellen Cis-M\u00e4nnern mittleren Alters\u201c regiert, die nicht geeignet seien, etwas gegen die Krise zu tun. Vorgeschlagen wird desweiteren ein planwirtschaftliches Modell, das auch Rationierungen f\u00fcr die B\u00fcrger beinhaltet. So k\u00f6nnte der Staat nach Ansicht des Mitautoren Kevin Anderson \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe und H\u00e4user bestimmen, in denen die Menschen leben. Mitautor Seth Klein spricht sich f\u00fcr eine neue Generation von Staatsunternehmen aus, die gem\u00e4\u00df Anweisung produzieren. An andere Stelle werden individuelle CO\u2082-Budgets gefordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Protestgruppe \u201eEnde Gel\u00e4nde\u201c arbeitet derzeit an ihrer Koordinierung. Geplant ist ein B\u00fcndnistreffen vom 21. bis 23. April 2023 in Kassel. Dabei geht es um eine bessere Vernetzung in den Ortsgruppen, um k\u00fcnftig gr\u00f6\u00dfere Aktionen besser steuern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unklar sind nach wie vor die Geldfl\u00fcsse der Bewegungen. Vermutet wird die Quelle bei einflussreichen Gro\u00dfunternehmern, die mit Hilfe eines Transformationsprogrammes, das augenscheinlich der Verhinderung einer Klimakatastrophe dient, eine technologische Revolution erwirken wollen, an deren Ende weitgehend alles ihrer Kontrolle unterliegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Protestgruppen der Transformationsbewegung fordern einen schnelleren Wandel und arbeiten mittlerweile auf mehreren Ebenen, um die Politik unter Druck zu setzen. 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