{"id":24512,"date":"2023-05-01T16:24:48","date_gmt":"2023-05-01T14:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=24512"},"modified":"2023-05-01T16:24:49","modified_gmt":"2023-05-01T14:24:49","slug":"arbeitsmarkt-und-loehne-eine-problematische-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/05\/01\/arbeitsmarkt-und-loehne-eine-problematische-entwicklung\/","title":{"rendered":"ARBEITSMARKT UND L\u00d6HNE \u2014 EINE PROBLEMATISCHE ENTWICKLUNG"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Reall\u00f6hne in Deutschland sinken. Vergleichsweise hoch sind die Steuerlast und die Arbeitskosten. Eine problematische Entwicklung zeichnet sich ab.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland sind die Reall\u00f6hne 2022 um 4 % im Vergleich zum Vorjahr zur\u00fcckgegangen, und damit st\u00e4rker als erwartet. Das teilt das Statistische Bundesamt und meldet zugleich den st\u00e4rksten R\u00fcckgang seit Beginn dieser Statistik im Jahr 2008, sowie das dritte Minus in Folge. Trotz deutlicher Erh\u00f6hungen sinkt der Wert der L\u00f6hne wegen der Inflation erheblich. Die Arbeitskosten waren in Deutschland die siebth\u00f6chsten in der Europ\u00e4ischen Union und lagen rund 30 % h\u00f6her als im EU-Durchschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast 35 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftige gibt es inzwischen in Deutschland, und damit so viele wie nie zuvor. Die Erwerbsbeteiligung lag 2022 bei den 25 bis 59-J\u00e4hrigen mit 87 % auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch fehlen weiterhin Fachkr\u00e4fte, was das Wirtschaftswachstum bremst. Die Erwerbsmigration ist im Jahr 2022 stark gestiegen und soll st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden. Das Statistische Bundesamt meldet eine Erwerbst\u00e4tigenquote unter allen Eingewanderten im Alter von 25 bis 59 Jahren bei 74 %. Eingewanderte aus EU-Staaten wurden schneller in den Arbeitsmarkt integriert als Menschen aus anderen Herkunftsregionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im internationalen Vergleich liegt die Steuerlastquote in Deutschland deutlich \u00fcber der Durchschnittsquote der Industriel\u00e4nder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. \u00dcber Steuern und Sozialbeitr\u00e4ge beansprucht der Staat 39,5 % der gesamten Wirtschaftsleistung. Damit geh\u00f6rt Deutschland global betreachtet zu den Hochsteuerl\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert in dem Artikel \u201eThe Future of Jobs\u201c gewaltige Umw\u00e4lzungen auf dem globalen Arbeitsmarkt. Voraussichtlich 83 Millionen Arbeitspl\u00e4tze w\u00fcrden abgebaut und nur 69 Millionen geschaffen. Der Nettoverlust liege bei 14 Millionen Arbeitspl\u00e4tzen bzw. rund 2 %, ausgehend von der heutigen Anzahl. Mit Blick auf die technologische Revolution sagte WEF-Gr\u00fcnder Klaus Schwab, dass diejenigen mit Kapital und Innovationsideen die Profiteure sein werden, und die Dienstleister die Verlierer. Durch die Aush\u00f6hlung der Mittelklasse w\u00fcrden sich dann die sozialen Spannungen weiter erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Experten gehen davon aus, dass sich die neugeschaffenen Arbeitspl\u00e4tze auf einem viel h\u00f6heren Anforderungsniveau befinden werden. Viele Menschen w\u00fcrden dieses nicht erreichen k\u00f6nnen und h\u00e4tten dann nur noch die sogenannten Verliererbranchen zur Auswahl. In Deutschland k\u00e4me noch das Problem eines negativen Kompetenz-Saldos zwischen Ein- und Auswandernden hinzu. W\u00e4hrend zahlreiche Akademiker und Hochqualifizierte das Land verlie\u00dfen, br\u00e4chten die Hinzukommenden in summa geringere Qualifikationen mit. Auch was die eigene Nachwuchsgeneration anbelangt, sei Deutschland qualitativ und quantitativ immer weniger in der Lage, Wissen in dem erforderlichen Ma\u00dfe zu vermitteln. Das Ergebnis f\u00fcr die Wirtschaft sei ein sinkender Bildungsgrad bei vergleichsweise hohen L\u00f6hnen, hohen Steuern und hohen Energiekosten. Damit werde Deutschland f\u00fcr Investoren unattraktiv. Langfristig drohe eine Verarmung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Reall\u00f6hne in Deutschland sinken. Vergleichsweise hoch sind die Steuerlast und die Arbeitskosten. Eine problematische Entwicklung zeichnet sich ab. 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