{"id":25428,"date":"2023-06-20T20:01:44","date_gmt":"2023-06-20T18:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=25428"},"modified":"2023-06-20T20:59:14","modified_gmt":"2023-06-20T18:59:14","slug":"reaktionen-auf-beschaedigtes-regenbogen-banner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/06\/20\/reaktionen-auf-beschaedigtes-regenbogen-banner\/","title":{"rendered":"REAKTIONEN AUF BESCH\u00c4DIGTES REGENBOGEN-BANNER"},"content":{"rendered":"\n<p>Unbekannte haben ein Teil des Regenbogenbanners von der Balustrade des Kultur- und Kongresszentrums gerissen. Stadtverwaltung, Linkspartei und B\u00fcndnis &#8217;90\/Die Gr\u00fcnen verurteilten die Tat. Nach Ansicht von Daniel Reinhard, Die Linke, zeigen die Besch\u00e4digungen deutlich die in Gera vorherrschende absolute Intoleranz. Entsprechend zitiert ihn die Ostth\u00fcringer Zeitung. Das Schild mit den Regenbogenfarben war dort vor zwanzig Tagen mit Blick auf den \u201ePride Month\u201c Juni angebracht worden. Es soll ein Symbol f\u00fcr Vielfalt und Toleranz sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadtverwaltung teilte mit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Bereits in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag mit Aufklebern, die das Konterfei Adolf Hitlers zeigen, besch\u00e4digt. In den folgenden beiden N\u00e4chten ging die Zerst\u00f6rungen weiter: Erst zogen Unbekannte Teile der Folie, aus der die Pride-Flag gedruckt war, von ihrem Untergrund ab, in der Nacht zum Samstag brachen die T\u00e4ter dann eine der beiden Tafeln, auf denen die Flagge gedruckt ist, aus den F\u00fchrungsschienen, warfen sie zu Boden und entfernten die komplette Beklebung in Regenbogenfarben. Alle anderen Werbetr\u00e4ger am KuK blieben unbesch\u00e4digt.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\u201eDieses w\u00fcrdelose zerst\u00f6rerische Vorgehen gegen ein Symbol der Toleranz und der Vielfalt l\u00e4sst tief blicken\u201c, erkl\u00e4rte der Leiter des KuK, Hans-Robert Scheibe. Den T\u00e4tern sei es augenscheinlich nicht nur um blo\u00dfen Vandalismus, sondern um die bewusste Zerst\u00f6rung dieses Symbols gegangen. \u201eWir im KuK verurteilen jede Form der Intoleranz und werden uns von solchen Aktionen definitiv nicht davon abbringen lassen, weiter aktiv Flagge f\u00fcr eine weltoffene, tolerante und vielf\u00e4ltige Gesellschaft zu zeigen\u201c, f\u00fcgte Scheibe an. Auch der Kreisverband von B\u00fcndnis &#8217;90\/Die Gr\u00fcnen verurteilt die Zerst\u00f6rung. Laura Wahl, Mitglied des Landtages und \u201equeerpolitische Sprecherin\u201c der Partei teilte mit:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die eindeutig rechte Besch\u00e4digung der Regenbogenflagge, was an den Stickern mit inhaltlichen Bezug zum dritten Reich erkennbar ist, verurteilen wir aufs Sch\u00e4rfste. Umso wichtiger ist dagegen, auch in Gera laut zu werden.<br>Gera ist bunt und ALLE Menschen sind willkommen. Egal, welcher sexuellen Identit\u00e4t, sexuellen Orientierung oder anderen Vielfaltsmerkmalen sie angeh\u00f6ren.<br>Die Zerst\u00f6rung der Regenbogenflagge in Gera und die steigende Bereitschaft zur Gewalt gegen queere Menschen in Deutschland beweisen, dass die Sichtbarkeit weiterhin essenziell f\u00fcr eine sich weiterentwickelnde, progressive Gesellschaft ist.<br>Der erste CSD im Jahr 1969 war ein Aufstand, um \u00fcberhaupt Rechte f\u00fcr queere Menschen zu erk\u00e4mpfen. Das sollten wir dabei immer im Hinterkopf behalten.<br>Laura Wahl (queerpolitische Sprecherin im Th\u00fcringer Landtag) erg\u00e4nzt: \u201e Die Regenbogenflagge steht f\u00fcr Toleranz, Vielfalt und Selbstbestimmung. Werte, die auch unser Grundgesetz und unsere Demokratie ausmachen. Wer sie besch\u00e4digt, will eine klare Botschaft setzen: Hass und Ausgrenzung. Queere Menschen werden in Gera und Th\u00fcringen durch rechtsextreme Akteure wie die AfD bedroht &#8211; das ist nicht hinnehmbar! Eine plurale Gesellschaft macht aus, dass Menschen so sein k\u00f6nnen, wie sie es sind.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Befragungen lassen vermuten, dass viele B\u00fcrger in Gera die zunehmende Pr\u00e4senz der Regenbogenfahne als aufdringlich empfinden. Nicht wenige sind sogar der Ansicht, mit dem Symbol solle eine neue Ideologie unter die Menschen gebracht werden, welche die bisherigen zwei biologischen Geschlechter gleichsetze mit selteneren Neigungen bzw. Lebensweisen, sowie psychischen Abnormit\u00e4ten. Diese Meinung ist auch innerhalb der Gruppe der Hetero- und Bisexuellen verbreitet. Weiterhin wird h\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dfert, bei Kindern w\u00fcrden neuerdings schon sehr fr\u00fch Zweifel an der eigenen geschlechtlichen Identit\u00e4t ges\u00e4t, mit der Behauptung, das biologische Geschlecht sei frei w\u00e4hlbar. Das f\u00fchre schlie\u00dflich zu einer gewollten Desorientierung und Entfremdung vom eigenen K\u00f6rper.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Unbekannte haben ein Teil des Regenbogenbanners von der Balustrade des Kultur- und Kongresszentrums gerissen. Stadtverwaltung, Linkspartei und B\u00fcndnis &#8217;90\/Die Gr\u00fcnen verurteilten die Tat. 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