{"id":2579,"date":"2017-12-23T02:08:34","date_gmt":"2017-12-23T01:08:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=2579"},"modified":"2017-12-23T02:08:34","modified_gmt":"2017-12-23T01:08:34","slug":"konzert-zum-jahresausklang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2017\/12\/23\/konzert-zum-jahresausklang\/","title":{"rendered":"KONZERT ZUM JAHRESAUSKLANG"},"content":{"rendered":"<p>Die Tradition, das Jahr mit Beethovens Neunter Sinfonie, der unvergleichlichen Vertonung von Friedrich Schillers Ode an die Freude, ausklingen zu lassen, beh\u00e4lt Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen auch 2017 bei. Das bekannte Motiv \u201eFreude, sch\u00f6ner G\u00f6tterfunken\u201c soll die Konzertbesucher in das neue Jahr begleiten. Schillers \u201eSeid umschlungen Millionen\u201c ist die poetische Idee der Sinfonie.<\/p>\n<p>Seine Aussage: \u201eWahre Kunst ist eigensinnig\u201c \u2013 belegt Beethoven auch in seiner 9. Sinfonie. Eigensinnig und k\u00fchn, weil sie die erste Sinfonie \u2013 eigentlich eine rein orchestrale Gattung \u2013 mit Chor und Gesangssolisten war. <\/p>\n<p>Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt dieses herausragende Werk in diesem Jahr unter Leitung von Prof. Dr. Peter G\u00fclke aus Weimar. Der international renommierte Dirigent und Musikwissenschaftler, 2014 mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet, war hier zuletzt als Gast mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera im Februar 2016 zu erleben. <\/p>\n<p>Die Soloparts gestalten S\u00e4nger aus dem Musiktheaterensemble von Theater&amp;Philharmonie Th\u00fcringen, die Sopranistin Anne Preu\u00df, die Mezzosopranistin Christel Loetzsch, der Tenor J\u00e1nos Ocsovai und der Bass Alejandro L\u00e1rraga Schleske. Opernchor und Philharmonischer Chor Gera singen in der Einstudierung von Chordirektor Holger Krause\/Gerald Krammer.<\/p>\n<p>In insgesamt drei Konzerten \u2013 am 30. und 31. Dezember jeweils um 19.30 Uhr im Konzertsaal der B\u00fchnen der Stadt Gera und am 31. Dezember um 15 Uhr im Landestheater in Altenburg \u2013 wird das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera dieses gro\u00dfartige Werk f\u00fcrs Publikum musizieren. <\/p>\n<p>Eintrittskarten sind an den Theaterkassen erh\u00e4ltlich und k\u00f6nnen unter der Rufnummer 0365 8279105 und 03447-585177 sowie \u00fcber www.tpthueringen.de reserviert werden.<\/p>\n<p>Peter G\u00fclke wurde 1934 in Weimar geboren, studierte Violoncello, Musikwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie an der Hochschule f\u00fcr Musik Franz Liszt in Weimar und an den Universit\u00e4ten Jena und Leipzig (Dr. phil. Leipzig 1958, Dr. phil. habil. Berlin Technische Universit\u00e4t 1985). W\u00e4hrend des Studiums und danach zahlreiche Konzerte mit Musik des Mittelalters und der Renaissance. Seit 1959 war er als Dirigent an verschiedenen Theatern t\u00e4tig, als Chefdirigent u. a. in Stendal, Potsdam und Stralsund, seit 1976 als Kapellmeister an der Staatsoper Dresden (mit gleichzeitiger Lehrt\u00e4tigkeit an der dortigen Musikhochschule \u2013 Dirigentenklasse, Leitung des Symphonieorchesters), seit 1981 als Generalmusikdirektor in Weimar. Im Jahre 1983 verlie\u00df er die damalige DDR, war von 1986 bis 1996 Generalmusikdirektor der Stadt Wuppertal und leitete danach bis 2000 die Dirigentenklasse an der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik Freiburg. Seit 1992 arbeitet er im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates mit, von 1996 bis 2007 als Vorsitzender des Hauptausschusses, und leitete zahlreiche Dirigentenkurse in Deutschland, \u00d6sterreich, Finnland, Frankreich, England und in den USA.<\/p>\n<p>Als Gast leitete er Opernauff\u00fchrungen u. a. in Berlin, Hamburg, Wien, Paris, D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Rom, Turin, Kassel (\u201eRing\u201c), Graz (\u201eRing\u201c) und Frankfurt\/Main und dirigierte Konzerte in fast allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, in Japan und in den USA, u. a. mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, der S\u00e4chsischen Staatskapelle Dresden, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, mit fast allen deutschen Rundfunk-Symphonieorchestern, dem Residenzorchester Den Haag, dem Orchester der Tonhalle Z\u00fcrich, dem NHK-Orchester Tokyo, dem Detroit Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern (daselbst regelm\u00e4\u00dfig innerhalb der Konzertreihe \u201eMusik zum Kennenlernen\u201c) und dem ensemble recherche Freiburg. Einspielungen auf Schallplatte bzw. CD umfassen u. a. die Sinfonischen Fragmente von Schubert, die er auch wissenschaftlich und editorisch erschloss, Werke von Sch\u00f6nberg, Berg und Webern (mit dem Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie), dar\u00fcber hinaus u. a. Werke von Beethoven, Britten, Baird, Benda, Carl Eberwein, Glasunow, Haydn, Kirchner, Leyendecker, Ravel, Schumann, Tscherepnin, Schreker, Zemlinsky und Komponisten aus dem Weimarer Umkreis Goethes. Er dirigierte etliche Urauff\u00fchrungen und hat einige vergessene Werke neu in die \u00d6ffentlichkeit gebracht, u. a. Zemlinskys Sinfonische Dichtung \u201eDie Seejungfrau\u201c. <\/p>\n<p>Musikwissenschaftlich arbeitete G\u00fclke \u00fcber Musik des Mittelalters und der Renaissance, \u00fcber Theorie der musikalischen Interpretation und Auff\u00fchrungspraxis, Bach, \u00c4sthetik der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Bruckner, Debussy, Jan\u00e1cek, Sch\u00f6nberg, Berg, Lutoslawski, Petterson u. a. Die letzten Ver\u00f6ffentlichungen umfassen B\u00fccher \u00fcber Mozarts letzte Sinfonien (1998), Beethoven (2000), eine Aufsatzsammlung (\u201eDie Sprache der Musik. Von Bach bis Holliger\u201c), ein Buch \u00fcber Musik des 15. Jahrhunderts (2003), \u201eAuftakte \u2013 Nachspiele. Studien zur musikalischen Interpretation\u201c (2006) und \u201eRobert Schumann. Glanz und Elend der Romantik\u201c (2010); sein Schubert-Buch erschien k\u00fcrzlich in dritter Auflage.<\/p>\n<p>Peter G\u00fclke ist seit 1995 Mitglied der S\u00e4chsischen Akademie der K\u00fcnste, seit 2011 deren Pr\u00e4sident, seit 1997 Mitglied der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, seit 2005 der Bayerischen Akademie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste. 1995 erhielt er den Edison-Schallplattenpreis f\u00fcr die Gesamtaufnahme von Schrekers \u201eIrrelohe\u201c und den Sigmund Freud-Preis der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, 1996 den Van der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal, 1998 den Karl Vossler-Preis der Bayerischen Akademie der K\u00fcnste. Im Jahre 2003 ernannte ihn die Hochschule f\u00fcr Musik \u201eFranz Liszt\u201c Weimar zum Ehrensenator, 2006 zum Dr. honoris causa; dar\u00fcber hinaus Dr. h. c. der Universit\u00e4t Bern (2004) und der Hochschule f\u00fcr Musik \u201eCarl Maria von Weber\u201c Dresden (2007). <\/p>\n<p>Peter G\u00fclke erhielt am 24. Mai 2014 in M\u00fcnchen den Ernst von Siemens Musikpreis f\u00fcr ein Leben im Dienste der Musik.<\/p>\n<p>Seit August 2015 ist Peter G\u00fclke Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker.<\/p>\n<p>BILD UND TEXT: THEATER UND PHILHARMONIE TH\u00dcRINGEN GMBH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Die Tradition, das Jahr mit Beethovens Neunter Sinfonie, der unvergleichlichen Vertonung von Friedrich Schillers Ode an die Freude, ausklingen zu lassen, beh\u00e4lt Theater &amp; Philharmonie Th\u00fcringen auch 2017 bei. 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