{"id":26302,"date":"2023-08-06T16:43:48","date_gmt":"2023-08-06T14:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=26302"},"modified":"2023-08-06T16:46:17","modified_gmt":"2023-08-06T14:46:17","slug":"auffaellige-zufaelle-bei-ard-und-zdf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/08\/06\/auffaellige-zufaelle-bei-ard-und-zdf\/","title":{"rendered":"AUFF\u00c4LLIGE ZUF\u00c4LLE BEI ARD UND ZDF"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon wieder hat sich beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk ein seltener Zufall ereignet: Der WDR produzierte einen Beitrag f\u00fcr die Tagesschau vom 31. Juli 2023 und hielt im Penny-Markt Ausschau nach Kunden, um sie zu fragen, was sie von der Aktion \u201eWahre Kosten\u201c halten. Neun ausgew\u00e4hlte Produkte kosteten in der Woche vom 31. Juli bis zum 5. August 2023 teilweise fast das doppelte, weil laut Penny Faktoren wie Klima, Wasser, Boden und Gesundheit ber\u00fccksichtigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine junge Frau, die rein zuf\u00e4llig gerade des Weges kam, befand die Aktion tats\u00e4chlich f\u00fcr gut, denn sie rege zum Nachdenken an. So manchen Zuschauer regte das ebenfalls zum Nachdenken an, insbesondere, ob das Erscheinen der Frau wirklich dem Zufall geschuldet war. In einer anderen Kameraeinstellung ist sie n\u00e4mlich vor den Regalen zu sehen, was auf eine Absprache hindeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter kam heraus, dass es sich um eine Produktionsassistentin beim Morgenecho im H\u00f6rfunkkanal WDR 5 handelt. Chefredakteur Stefan Brandenburg stellte das ganze als ein Missverst\u00e4ndnis dar. Die befragte Mitarbeiterin habe zwar zuvor gesagt, sie k\u00e4me gerade vom WDR-Radio, doch wegen der vielen Ger\u00e4usche vor Ort sei das falsch verstanden worden. Die Reporter vor Ort h\u00e4tten also geglaubt, es handele sich um eine ganz normale Kundin, die gerade im WDR-Radio von der Aktion geh\u00f6rt hat. Marcus Bornheim, der Leiter von ARD aktuell, findet \u00fcberhaupt nichts schlimmes dabei und nennt die aus seiner Sicht wahren Schuldigen im Deutschlandfunk:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eVerantwortlich f\u00fcr den vermeintlichen Skandal sind eine oder zwei Handvoll Accounts, die in b\u00f6ser Absicht den \u00d6RR scannen. Die Medien, die \u00fcber die Fundst\u00fccke dann berichten, betreiben ein unseri\u00f6ses Clickbait-Gesch\u00e4ft. Der \u00d6RR ist glaubw\u00fcrdiger und sehr transparent, weil er eine Korrekturseite hat.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ard-aktuell-chef-marcus-bornheim-ueber-fehler-bei-der-tagesschau-dlf-65996510-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ard-aktuell-chef-marcus-bornheim-ueber-fehler-bei-der-tagesschau-dlf-65996510-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen wurde die betreffende Ausgabe der Tagesschau nachbearbeitet und der Beitrag herausgeschnitten. In der ARD-Mediathek ist er nun nicht mehr zu finden. Dass der Chefredakteur Stefan Brandenburg den gleichen Nachnamen wie die erste befragte Kundin tr\u00e4gt, ist sicherlich auch nur ein Zufall.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht das erste Mal, dass den \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten fingierte Interviews vorgeworfen werden. Im Juli 2021 war in der Tagesschau ein Beitrag mit einem gewissen \u201eYannik\u201c zu sehen, der, wie sich dann herausstellte, A***** M******* hie\u00df und eine frei erfundene Corona-Geschichte erz\u00e4hlte. Auf seinem Instagram-Kanal war zu sehen, wie die Dreharbeiten am Strand abliefen. Durch die sozialen Netzwerke rollte eine Welle der Emp\u00f6rung. Dann gab es einen weiteren Fall, von dem die Berliner Zeitung wie folgt berichtete:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>ZDF-Reporterin Stefanie Hayn geht f\u00fcr die Sendung \u201eDrehscheibe\u201c in die Berliner Friedrichstra\u00dfe, um sich ein \u201eneutrales\u201c Bild \u00fcber die autofreie Stra\u00dfe zu machen. \u201eKaum sind wir da, treffen wir auf gro\u00dfe Zustimmung zum Fu\u00dfg\u00e4nger-Stra\u00dfen-Konzept\u201c, hei\u00dft es im ZDF-Beitrag. Wen der Sender dabei rein zuf\u00e4llig trifft: Die Radfahrerin Marie Heidenreich.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/manipulation-zdf-befragt-marie-heidenreich-zur-autofreien-friedrichstrasse-und-verschweigt-dass-sie-gruenen-politikerin-ist-li.316261\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/manipulation-zdf-befragt-marie-heidenreich-zur-autofreien-friedrichstrasse-und-verschweigt-dass-sie-gruenen-politikerin-ist-li.316261<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Geh\u00f6rt die Berliner Zeitung ebenfalls zu den Medien, die sich durch Marcus Bornheim angesprochen f\u00fchlen d\u00fcrfen, weil sie in b\u00f6ser Absicht den \u00d6RR gescannt haben? Die beschriebene Radfahrerin stellte das ZDF den Zuschauern als jemand vor, der \u201eum die Ecke\u201c arbeitet. Mehr braucht der Fernsehkonsument offenbar nicht zu wissen. V\u00f6llig nebens\u00e4chlich war es deshalb, dass Marie Heidenreich als Wissenschaftsjournalistin f\u00fcr Klima-, Meeres- und Polarforschung beim Projekttr\u00e4ger J\u00fclich in Rostock t\u00e4tig ist. Diese Angaben sind auf ihrer pers\u00f6nlichen Webseite zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>In letzter Zeit ist es schon sehr auff\u00e4llig, dass die zuf\u00e4llig daherkommenden F\u00fcrsprecher solcher Projekte entweder Mitarbeiter aus dem eigenen Hause sind, oder weniger bekannte Politiker und Wissenschaftler, die sich in irgendeiner Weise f\u00fcr derartige Dinge engagieren. Vielleicht werden die Sender die Namen der Befragten k\u00fcnftig einfach nicht mehr einblenden. Wegen des Klimawandels wird es sicherlich noch weitere Projekte geben, zum Beispiel f\u00fcr Insektenmen\u00fcs, Mietskasernen, Stra\u00dfensperren, CO\u2082-Taxameter und den Verzicht auf neue Produkte. Und es werden Leute gebraucht, die das alles gut finden. Diese zu finden, d\u00fcrfte jedoch immer schwieriger werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Schon wieder hat sich beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk ein seltener Zufall ereignet: Der WDR produzierte einen Beitrag f\u00fcr die Tagesschau vom 31. 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