{"id":26855,"date":"2023-09-07T22:40:41","date_gmt":"2023-09-07T20:40:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=26855"},"modified":"2023-09-07T22:41:37","modified_gmt":"2023-09-07T20:41:37","slug":"informationen-zur-geplanten-ansiedlung-im-gi-cretzschwitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/09\/07\/informationen-zur-geplanten-ansiedlung-im-gi-cretzschwitz\/","title":{"rendered":"INFORMATIONEN ZUR GEPLANTEN ANSIEDLUNG IM GI CRETZSCHWITZ"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das Unternehmen Sungeel Recycling Park Th\u00fcringen GmbH will 45 Millionen Euro in neue Fabrik investieren. Bis Ende 2030 sollen es bis zu 74 Millionen Euro sein. In Gera w\u00fcrden einhundert neue Industriearbeitspl\u00e4tze entstehen. Die Sungeel Recycling Park Th\u00fcringen GmbH beschreibt sich als eines der weltweit modernsten Werke zur Rohstoff-Wiedergewinnung. Neueste Technologie soll nach Angaben des Unternehmens zum Einsatz kommen. Zudem ist eine offene Kommunikation mit den B\u00fcrgern vorgesehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Joint Venture aus SungEel HiTech Europe Kft und Samsung C&amp;T Deutschland GmbH (SDG) investiert 45 Millionen Euro in eine Fab zur Wiedergewinnung von Batterie-Rohstoffen. Dabei sollen zirka einhundert Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Bei guter Marktentwicklung k\u00f6nnte das Investment bis Ende 2030 sogar auf insgesamt 74 Millionen Euro steigen. Die Fab entsteht im Gewerbegebiet Gera-Cretschwitz \u2013 mit Erweiterungsfl\u00e4che f\u00fcr weiteres Wachstum.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freistaat Th\u00fcringen unterst\u00fctzt Ansiedlung<\/strong><br>Th\u00fcringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee erkl\u00e4rt: \u201eEine nachhaltige Energieversorgung, wie Deutschland sie anstrebt, schlie\u00dft das Thema Batterierecycling zwingend mit ein. Gerade die Elektromobilit\u00e4t ist ohne die R\u00fcckgewinnung seltener Metalle und Erden aus gebrauchten Fahrzeugbatterien kaum vorstellbar. Th\u00fcringen als f\u00fchrender Batteriestandort in Deutschland unterst\u00fctzt deshalb die geplante Ansiedlung von SungEel in Gera-Cretzschwitz und hat die Gespr\u00e4che \u00fcber die Investition bis hierher konstruktiv begleitet. Mit der Ansiedlung kann Th\u00fcringen k\u00fcnftig die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette bei Batterietechnologien abdecken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir begleiten den Investor mit unserem Full-Service bei seinem gesamten Ansiedlungsvorhaben. Nachdem wir den Standort Gera-Cretzschwitz entwickelt und erschlossen haben, freuen wir uns, zeitnah einen weiteren Investor einer zukunftsorientierten Branche mit starkem Wachstumspotenzial gefunden zu haben\u201d, sagt Andreas Krey, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der LEG Th\u00fcringen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eines der weltweit modernsten Werke<\/strong><br>Auf einer Fl\u00e4che von zirka 30&#8217;000 Quadratmetern entsteht eine Fabrik zur R\u00fcckveredelung von Lithium-Ionen-Batterien. Diese gewinnen zunehmend an Bedeutung: Weltweit werden immer mehr E-Autos produziert, hinzu kommen Mobiltelefone und andere batteriebetriebene Ger\u00e4te. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es besser, statt auf die stetige Neuproduktion von Batterien, auf die Wiederaufbereitung benutzter Batterien zu setzen. \u201eGenau das ist unser Ziel. Wir planen die Wiederaufbereitung von j\u00e4hrlich 22&#8217;000 Tonnen Batterien. Das entspricht der Produktion von Batterien f\u00fcr zirka 60&#8217;000 E-Autos \u2013 pro Jahr\u201c, sagt ein Sprecher der SungEel Recycling Park Th\u00fcringen GmbH. \u201eNach Fertigstellung ist unsere Fab in Gera eines der gr\u00f6\u00dften und modernsten Werke in Deutschland\u201c, der Sprecher des Investors weiter. Geplanter Baustart ist im M\u00e4rz 2024. Die erste der beiden Produktionslinien geht Anfang 2025 in Betrieb, Anfang 2027 folgt dann die zweite Linie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Joint Venture<\/strong><br>Mit der SungEel HiTech Europe Kft und SDG hat das Joint Venture zwei starke und kompetente Partner. SungEel HiTech ist seit 2008 im Bereich der R\u00fcckveredelung von Lithium-Ionen-Batterien t\u00e4tig und betreibt die gr\u00f6\u00dften Anlagen in Korea und weltweit. Im globalen Markt geh\u00f6rt SungEel zu den Top-5-Unternehmen und verf\u00fcgt \u00fcber eine ausgereifte Technologie. SDG ist der andere starke Partner: Das Unternehmen ist auf die Entwicklung neuer und umweltfreundlicher Gesch\u00e4ftsfelder und Technologien spezialisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Modernste Anlage zur R\u00fcckveredelung<\/strong><br>In anfangs einer, ab 2027 in zwei Produktionslinien werden die alten Batterien zerlegt, zerkleinert und getrocknet. Anschlie\u00dfend werden die Stoffe in einem mechanischen Verfahren getrennt, so dass am Ende besonders wertvolle Hightech-Rohstoffe \u00fcbrigbleiben. Besonders interessant ist das Endprodukt \u201eBlack Mass\u201c, die Schwarzmasse, welches eine wichtige Basis f\u00fcr die Weiterverarbeitung zu neuen Batterien ist. Dies erfolgt vorerst in einem Werk in Korea. \u201eKreislaufwirtschaft ist f\u00fcr uns ein Grundverst\u00e4ndnis nachhaltigen Handelns. Statt hochwertige Rohstoffe zu entsorgen, gewinnen wir wichtige Rohstoff zur\u00fcck und bringen diesen in einem Ressourcenkreislauf zur\u00fcck in eine nachhaltige Wertsch\u00f6pfung\u201c, so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Joint Ventures.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umweltvertr\u00e4glichkeit und Sicherheit<\/strong><br>Die Umweltvertr\u00e4glichkeit der neuen Fab ist ein wichtiges Ziel der Investoren. \u201cUm eventuellen L\u00e4rm durch den Betrieb der Anlage muss sich niemand sorgen machen. Aktuell erarbeiten wir ein L\u00e4rmschutzgutachten. Wir gehen davon aus, dass die strengen deutschen Grenzwerte f\u00fcr L\u00e4rm deutlich unterschritten werden\u201d, erkl\u00e4rt Dr. Annett Schr\u00f6ter, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von GICON\u00ae-Gro\u00dfmann Ingenieur Consult GmbH und leitende Planerin des Gesamtprojektes. Auch das Thema Geruch bereitet den Planern keine Sorgen. \u201cIn der Anlage kommen keine riechenden Stoffe zum Einsatz; es findet keine Verbrennung statt &#8211; sodass auch im direkten Umfeld nicht mit Geruchsbel\u00e4stigungen zu rechnen ist\u201d, sagt Dr. Anett Schr\u00f6ter weiter. F\u00fcr entstehende Produktionsabw\u00e4sser ist eine eigene Entsorgung vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ansiedlung<\/strong><br>Aus Sicht des Joint Ventures gibt es mehrere Gr\u00fcnde, in Gera zu investieren. Neben einem guten \u00d6kosystem siedelt sich das Unternehmen mitten an einem leistungsstarken Innovations- und Produktionsstandort f\u00fcr Batterietechnologien an. Gera bietet zudem ein attraktives st\u00e4dtisches Umfeld f\u00fcr potenzielle Fachkr\u00e4fte. Zudem gibt es auf dem Areal, auf dem sich die SungEel Recycling Park Th\u00fcringen GmbH niederlassen will, einen Bebauungsplan in einem Industriegebiet. Das wiederum erm\u00f6glicht einen vergleichsweise raschen Planungs- und Genehmigungsprozess. Auch die verkehrliche Anbindung ist ein Vorteil, denn die A4 und die A9 sind quasi um die Ecke.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Chancen f\u00fcr Gera und die Region<\/strong><br>Neben der Schaffung von 100 neuen und gut bezahlten Industriearbeitspl\u00e4tzen ist mit Positiveffekten f\u00fcr die lokale Wirtschaft zu rechnen, denn: Die Fab braucht Dienstleister, Lieferanten und beschafft Waren in der Region. Zudem ist der Firmensitz in Gera, so dass die Gewerbesteuer dem Haushalt der Stadt Gera zukommt. Hinzu kommt, dass auch mit indirekten positiven Steuereffekten zu rechnen ist, da die Lieferanten und Dienstleister wachsen k\u00f6nnen und so mehr Steuern abgeben d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<p>S<strong>elbstverst\u00e4ndnis: Partner f\u00fcr die Region<\/strong><br>Das Joint Venture versteht sich als Partner der Automobilindustrie, die in der Region (Th\u00fcringen, Sachsen und dar-\u00fcber hinaus) eine gro\u00dfe Rolle spielt. \u201cWir sehen uns als guter Nachbar sowie verl\u00e4sslicher Partner der Menschen in Gera bzw. der Region\u201d, erkl\u00e4rt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Vorhabens zum Schluss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fragen und Antworten zum Projekt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>technisches Ziel: Wiederaufbereitung von gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien und Abf\u00e4llen aus der Zellproduktion<\/li>\n\n\n\n<li>Ort: Gewerbegebiet Gera-Cretzschwitz<\/li>\n\n\n\n<li>Investitionssumme: Startinvestition 45 Millionen, potenziell insgesamt 74 Millionen bis 2030<\/li>\n\n\n\n<li>Arbeitspl\u00e4tze: \u00fcber 100<\/li>\n\n\n\n<li>Grundst\u00fccksgr\u00f6\u00dfe: Gesamtfl\u00e4che 60&#8217;000 Quadratmeter, davon zirka 30&#8217;000 Quadratmeter f\u00fcr Fabrik<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Im derzeit laufenden Planungsprozess werden umfassende Konzepte zu den wesentlichen Bereichen erarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sicherheitskonzept<\/strong><br>Im Falle eines Stromausfalls werden gro\u00dfe emissionsrelevante Anlagen gezielt heruntergefahren. W\u00e4hrend dieser Phase ist der Betrieb der Luftreinigungsanlagen \u00fcber eine Notstromversorgung gesichert. Zudem ist ein Sicherheits- und Brandschutzkonzept in Erarbeitung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abluftkonzept<\/strong><br>An alle Anlagen sind effiziente Abluftreinigungen angeschlossen, von Partikeln gereinigte Abluft wird \u00fcber Kamine (zirka 25 Meter hoch) abgegeben. Diese werden durch neueste Filtertechnologie gereinigt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wasserversorgung<\/strong><br>Die Fabrik nutzt Wasser aus der normalen Leitung. Das benutzte Wasser wird von Zeit zu Zeit ausgetauscht bzw. sachgem\u00e4\u00df entsorgt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Energieversorgung<\/strong><br>Partner soll der lokale Energieversorger sein. Erste Abstimmungen laufenbereits. Zus\u00e4tzlich erzeugt eine eigene PV-Anlage umweltfreundlichen Strom.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abwasser<\/strong><br>Das anfallende Abwasser wird nicht in die Kanalisation oder ein Gew\u00e4sser eingeleitet, sondern separat \u00fcber einen Fachbetrieb entsorgt. Die Produktion steht auf einer dichten Bodenplatte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00e4rm<\/strong><br>Ein L\u00e4rmgutachten ist aktuell in Erarbeitung, voraussichtlich werden die strengen, deutschen Grenzwerte deutlich unterschritten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geruch<\/strong><br>In der Anlage kommen keine riechenden Stoffe zum Einsatz. Es findet keine Verbrennung statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verkehr<\/strong><br>Am Werk verkehren etwa 20 LKW pro Tag. Eine Anbindung an \u00d6PNV besteht bereits und die Mitarbeiter werden gebeten, m\u00f6glichst den \u00d6PNV zu nutzen. Die Planungen f\u00fcr den Mitarbeiterverkehr sind Teil eines noch zu erstellenden L\u00e4rmgutachtens. Nachtverkehr ist nicht vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE: STADTVERWALTUNG\/PROJEKTKOMMUNIKATOR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Das Unternehmen Sungeel Recycling Park Th\u00fcringen GmbH will 45 Millionen Euro in neue Fabrik investieren. Bis Ende 2030 sollen es bis zu 74 Millionen Euro sein. In Gera w\u00fcrden einhundert neue Industriearbeitspl\u00e4tze entstehen. 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