{"id":26970,"date":"2023-09-14T12:37:25","date_gmt":"2023-09-14T10:37:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=26970"},"modified":"2023-09-14T12:37:27","modified_gmt":"2023-09-14T10:37:27","slug":"im-sommer-2023-nicht-mehr-waldbraende-als-frueher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/09\/14\/im-sommer-2023-nicht-mehr-waldbraende-als-frueher\/","title":{"rendered":"IM SOMMER 2023 NICHT MEHR WALDBR\u00c4NDE ALS FR\u00dcHER"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Grunds\u00e4tzlich gibt es nicht mehr Waldbr\u00e4nde als fr\u00fcher. Der CO\u2082-Gehalt in der Atmosph\u00e4re ist heute um drei Viertel niedriger als vor 57 Millionen Jahren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gleich mit Beginn des Sommers 2023 wurde vermehrt \u00fcber Waldbr\u00e4nde berichtet, wobei der Eindruck einer besonderen Bedrohungslage entstand. Am 31. Juli 2023 ver\u00f6ffentlichte das \u201eWall Street Journal\u201c jedoch einen Artikel von Bjorn Lomborg, mit dem entwarnenden Titel \u201eDer Klimawandel hat die Welt nicht in Brand gesetzt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wsj.com\/articles\/climate-change-hasnt-set-the-world-on-fire-global-warming-burn-record-low-713ad3a6\">https:\/\/www.wsj.com\/articles\/climate-change-hasnt-set-the-world-on-fire-global-warming-burn-record-low-713ad3a6<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Pr\u00e4sident der \u201eOrganisation Copenhagen Consensus Center\u201c und Professor an der \u201eHoover Institution\u201c der \u201eStanford University\u201c schreibt dort, der Anteil der verbrannten Fl\u00e4che sei seit 2001 r\u00fcckl\u00e4ufig. Das h\u00e4tten Satellitendaten gezeigt. Im Jahr 2022 soll die verbrannte Fl\u00e4che mit 2,2 % sogar einen neuen Tiefststand erreicht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Deutschlandfunk widmet sich ausf\u00fchrlich dem Thema und schreibt zur Ursache, die meisten Waldbr\u00e4nde entstehen durch Fahrl\u00e4ssigkeit wie achtlos weggeworfene Zigarretten, Lagerfeuer oder bei Waldarbeiten. Nur rund 2 % werden auf Blitze zur\u00fcckgef\u00fchrt. Durch die Klimadebatte seien Waldbr\u00e4nde in den vergangenen Jahren mehr in die \u00f6ffentliche Wahrnehmung ger\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/waldbraende-ursachen-folgen-klimawandel-102.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/waldbraende-ursachen-folgen-klimawandel-102.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dass es grunds\u00e4tzlich mehr Waldbr\u00e4nde gibt als fr\u00fcher, lasse sich allerdings nicht sagen, so der Deutschlandfunk in seinem Beitrag vom 5. Juni 2023. Die pr\u00e4sentierten Zahlen zeigen starke Schwankungen, was die Anzahl der Br\u00e4dne und die zerst\u00f6rten Fl\u00e4chen anbelangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der EU-Atmosph\u00e4rendienst \u201eCopernicus Atmosphere Monitoring Service\u201c (CAMS), bilanziert hingegen, es habe auf der Nordhalbkugel in diesem Jahr Waldbr\u00e4nde von rekordverd\u00e4chtigem Ausma\u00df gegeben. Dabei seien rekordverd\u00e4chtige Emissionen verursacht worden. Was die Ursachen angeht, wird ausschlie\u00dflich \u00fcber den Klimawandel gesprochen, nicht \u00fcber Brandstiftung. Auch der Publizist Harald Welzer behauptete in der am 6. September 2023 ausgestrahlten ZDF-Sendung \u201eMarkus Lanz\u201c (40:32): \u201eWir haben Waldbr\u00e4nde in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung, wie es die historisch noch nie gegeben hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-5-september-2023-100.html\">https:\/\/www.zdf.de\/gesellschaft\/markus-lanz\/markus-lanz-vom-5-september-2023-100.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Er sprach von einer neuen Dimension. Die Feuerwehren w\u00fcrden nicht mehr Herr der Lage. Welzer ver\u00f6ffentlichte Ende August 2023 sein neues Buch \u201eZeiten-Ende\u201c. Er schreibt von einer Politik ohne Leitbild und einer Gesellschaft in Gefahr. Den \u201eKampf gegen den Klimawandel\u201c sieht er als eine zentral wichtige Aufgabe an.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich gab es in der Vergangenheit deutlich schwerwiegendere Katastrophen und Umbr\u00fcche. Nicht selten waren sie der Beginn einer neuen erdgeschichtlichen Epoche. Der CO\u2082-Gehalt in der Atmosph\u00e4re befindet sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Er sank von 1700 ppm vor 57 Millionen Jahren auf zun\u00e4chst etwa 290 ppm vor 800&#8217;000 Jahren, und liegt heute bei etwa 420 ppm. Wegen der nat\u00fcrlichen Zyklen ist es unwahrscheinlich, dass der CO\u2082-Gehalt auf diesem erdgeschichtlich selten erreichten Niveau bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Frage, ob sich der Planet erw\u00e4rmt oder nicht, h\u00e4ngt nach Ansicht des australischen Geologen und Bergwerksunternehmer, Professor Ian Rutherford Plimer, ganz davon ab, wie weit man zur\u00fcckblickt. Nehme man das Jahr 1850 als Ausgangspunkt, g\u00e4be es eine allgemeine Erw\u00e4rmung etwa von 0,7 \u00b0C. Wer also sage, der Planet erw\u00e4rme sich, m\u00fcsse auch angeben, seit wann, meint Plimer. Im Internet ist er wegen dieser \u00c4u\u00dferungen inzwischen als \u201eKlimawandelleugner\u201c gekennzeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Grunds\u00e4tzlich gibt es nicht mehr Waldbr\u00e4nde als fr\u00fcher. Der CO\u2082-Gehalt in der Atmosph\u00e4re ist heute um drei Viertel niedriger als vor 57 Millionen Jahren. 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