{"id":27091,"date":"2023-09-21T10:30:36","date_gmt":"2023-09-21T08:30:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.studiogera.de\/001\/?p=27091"},"modified":"2023-09-21T10:30:39","modified_gmt":"2023-09-21T08:30:39","slug":"deutschlandticket-wird-zur-finanziellen-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.studiogera.de\/001\/2023\/09\/21\/deutschlandticket-wird-zur-finanziellen-herausforderung\/","title":{"rendered":"DEUTSCHLANDTICKET WIRD ZUR FINANZIELLEN HERAUSFORDERUNG"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Mit zunehmender Beliebtheit wird die Finanzierung des Deutschlandtickets zum gegenwertigen Preis immer schwieriger.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Statistische Bundesamt meldet einen Anstieg des Fahrgastaufkommens um fast 5,3 Milliarden Menschen im \u00d6PNV infolge des am 1. Mai 2023 eingef\u00fchrten Deutschlandtickets. Konkret waren im ersten Halbjahr 2023 etwa 10 % mehr Fahrg\u00e4ste unterwegs als im Vorjahreszeitraum. In Fernz\u00fcgen wurden 16 % mehr Fahrg\u00e4ste festgestellt, in Fernbussen fast doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2022. Das Fahrgastaufkommen liegt allerdings noch 13 % unter dem Vor-Corona-Niveau des ersten Halbjahres 2019.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/09\/PD23_375_461.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2023\/09\/PD23_375_461.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor hatte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen eine Umfrage durchgef\u00fchrt. Dort gaben 8 % der Inhaber eines Deutschlandickets an, vorher nicht mit Bus und Bahn gefahren zu sein. 42 % der Befragten hatten schon vorher ein Abonnement f\u00fcr den \u00d6PNV.<\/p>\n\n\n\n<p>Indessen ist die weitere Finanzierung unklar. Wegen der Verg\u00fcnstigung kommt es zu Einnahmeverlusten, die derzeit ausgeglichen werden, aber mit der Zeit weiter ansteigen. Viele Nutzer verlassen ihre bisherigen Tarife, wechseln zum g\u00fcnstigeren Deutschlandticket und haben mit diesem zugeleich eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite. Der Bund zahlt von 2023 bis 2025 j\u00e4hrlich maximal 1,5 Milliarden Euro, die L\u00e4nder ebenso viel, wodurch pro Jahr eine Ausgleichssumme von bis zu drei Millarden Euro bereitgestellt werden k\u00f6nnte. Nur im ersten Jahr werden Bund und L\u00e4nder etwaige Mehrkosten ebenfalls jeweils zur H\u00e4lfte \u00fcbernehmen. Der Ausgleichsbedarf wird in diesem Jahr voraussichtlich bei etwa 2,3 Milliarden Euro liegen, im kommenden bei 4,09 Milliarden Euro. Demgem\u00e4\u00df wird die Drei-Milliarden-Grenze um 1,09 Milliarden Euro \u00fcberschritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings wurden die 49 Euro bereits vor Einf\u00fchrung der Karte als Einstiegspreis bezeichnet, weshalb Experten von einer Anhebung ausgehen. Andernfalls w\u00fcrde der Staat einen immer h\u00f6heren Anteil der Kosten f\u00fcr die individuelle Mobilit\u00e4t \u00fcbernehmen, was bei gleichzeitig zunehmenden Refinanzierungsschwierigkeiten auf neue Schulden hinausliefe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Mit zunehmender Beliebtheit wird die Finanzierung des Deutschlandtickets zum gegenwertigen Preis immer schwieriger. Das Statistische Bundesamt meldet einen Anstieg des Fahrgastaufkommens um fast 5,3 Milliarden Menschen im \u00d6PNV infolge des am 1. 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